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Festgeld Lexikon

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Bruttorendite

Die Bruttorendite beschreibt den nominalen Ertrag einer Anlage. Wertmindernde Faktoren bleiben bei ihrer Ermittlung unberücksichtigt, womit es sich in Abgrenzung zur Nettorendite also nicht um den realen Wertzuwachs einer Anlage handelt.

In Abgrenzung zur Bruttorendite ist bei der Nettorendite ab einer bestimmten Höhe der Erträge die Wirkung der Abgeltungssteuer zu berücksichtigen. Die Steuer beträgt 25 Prozent – zusätzlich wird darauf noch der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent erhoben, sodass sich ein Steuersatz von 26,38 Prozent ergibt. Dazu kommt gegebenenfalls noch die Kirchensteuer. Es gibt allerdings einen Freibetrag, bis zu dem auf Kapitaleinkünfte keine Abgeltungssteuer zu entrichten ist. Alleinstehende dürfen bis zu 801 Euro steuerfrei aus Kapital einnehmen. Auf dieser Höhe beläuft sich der Sparer-Pauschbetrag, der jedem Anleger zusteht. Dieser setzt sich aus dem eigentlichen Freibetrag von 750 Euro und einer Werbungskostenpauschale von 51 Euro zusammen. Bei verheirateten Paaren erhöht sich der steuerfreie Betrag auf die doppelte Summe, also auf 1.602 Euro. Alle über die jeweilige Grenze hinausgehenden Kapitalerträge sind zu versteuern.

Ebenfalls unberücksichtigt bleibt im Falle der Bruttorendite die Inflation, die bei jedem Ertrag in Betracht zu ziehen ist. Sie bewirkt in einer Volkswirtschaft eine Steigerung des Preisniveaus und eine damit verbundene Verminderung der Kaufkraft des Geldes. Um die Nettorendite einer Anlage zu erhalten, ist die Inflationsrate von der Bruttorendite abzuziehen. Die Europäische Zentralbank strebt mit ihrer Geldpolitik für den Euroraum grundsätzlich eine Inflationsrate von etwas unter zwei Prozent an. Ein Instrument, dem sich die Notenbank dabei bedient, ist die Festsetzung des Leitzins‘, zu dem sich Banken bei ihr Geld leihen können.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.

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