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Was bedeutet Mallorca-Police?

Lesezeit 2 Min.
aktualisiert am 26.11.2020

Die Mallorca-Police ist inzwischen in vielen Tarifen für die Kfz-Haftpflichtversicherung enthalten.

Was ist die Mallorca-Police?

Eine Mallorca-Police ist für Mietwagen gedacht, die Sie im (europäischen) Ausland ausleihen.

Durch diese Klausel in Ihrem Kfz-Versicherungsvertrag sind Sie beziehungsweise das Mietfahrzeug bei einem Kfz-Haftpflichtschaden automatisch bestens abgesichert.

Im Schadensfall (Verkehrsunfall) werden die Versicherungssummen des ausländischen Mietwagens mindestens auf das in Deutschland geltende Niveau angehoben.

Ihre eigene Schadenfreiheitsklasse bleibt auch nach einem Unfall mit einem Mietwagen im Ausland gleich – auch dann, wenn Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung über die Mallorca-Police einen Teil des Schadens übernimmt.

Wie schließen Sie eine Mallorca-Police ab?

Die Mallorca-Police gibt es ganz klassisch als Baustein der Kfz-Versicherung. Entweder ist der Zusatzschutz für Mietwagenfahrten bereits beitragsfrei im Tarif enthalten. Ansonsten kann eine Mallorca-Police gegen Aufpreis hinzugefügt werden.

Im Kfz-Versicherungsrechner von CHECK24 können Sie gezielt nach Kfz-Haftpflichtversicherungen mit Mallorca-Police suchen!

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Außerdem werden Mallorca-Policen angeboten über:

Wie hoch ist die Deckung?

Wie hoch die Deckung der Mallorca-Police ist, hängt vom abgeschlossenen Tarif beziehungsweise Vertrag ab. Es gibt 2 Varianten:

  1. Deckungssummen nach deutschem Standard
    Durch die Mallorca-Police sind Kfz-Haftpflichtschäden durch Mietfahrzeuge in Höhe der deutschen Mindestversicherungssummen abgedeckt. Diese betragen 7,5 Millionen Euro für Personenschäden, 1,12 Millionen für Sachschäden und 50.000 Euro für Vermögensschäden
  2. Deckungssummen wie beim eigenen Auto
    Die Mallorca-Police beinhaltet dieselben Versicherungssummen wie das eigene Auto. Häufig sind die Mindestdeckungssummen dann noch einmal höher als gesetzlich vorgeschrieben.

Dies ist wichtig, da die Deckung der Autoversicherungen in einigen europäischen Ländern nach wie vor deutlich niedriger sind als in der Bundesrepublik.

Bei einem schweren Autounfall würde die reguläre Versicherungssumme des Mietautos eventuell nicht ausreichen, um alle Schadenersatzansprüche abzudecken. Der Mieter des Wagens müsste die restlichen Kosten selbst tragen.

Wo sind die Deckungssummen niedrig?

Im Vergleich zu Deutschland sind in den folgenden Ländern die gesetzlichen Deckungssummen für (Miet)Fahrzeuge relativ gering. Hier lohnt sich also der Abschluss einer Mallorca-Police.

Land

Griechenland

Malta

Türkei

Albanien

Bulgarien

Bosnien-Herzegowina

Iran

Marokko

Mazedonien

Moldawien

Montenegro

Russland

Serbien

Tschechien

Ukraine

Weißrussland

Sollte Ihr Urlaubsland ausgeschlossen sein, bietet sich stattdessen eine sogenannte Traveller-Police an, die weltweit gilt.

In welchen Ländern gilt die Mallorca-Police?

Die meisten Mallorca-Policen gelten in den Ländern der Europäischen Union (EU). Dazu zählt der geografische Raum ebenso wie zur EU gehörige außereuropäische Gebiete (etwa ehemalige Kolonien).

Je nach Tarif/Vertrag gilt die Mallorca-Police in weiteren Staaten, etwa die USA, Tunesien, Algerien, Israel oder Marokko.

Welche Länder genau eingeschlossen sind, steht in den Vertragsunterlagen.

Was deckt eine Mallorca-Police nicht ab?

Eine Mallorca-Police übernimmt lediglich Kfz-Haftpflichtschäden, die Sie mit dem geliehenen Mietwagen im Ausland verursachen. Das finanzielle Risiko von Schäden am Mietwagen selbst sowie dessen Diebstahl können Sie hingegen durch den Abschluss einer Kaskoversicherung (Teilkasko und Vollkasko) über die Autovermietung vor Ort minimieren.

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Sascha Rhode

Autor: Sascha Rhode

Experte für Kfz-Versicherung sowie automobilen Entwicklungen im Pkw- und Motorradbereich.

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