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Berechtigter Fahrer (Fahrerkreis)

Lesezeit 1 Min.
aktualisiert am 23.07.2020

Die berechtigten Fahrer eines versicherten Autos sind im sogenannten Fahrerkreis aufgeführt. Sie dürfen den Pkw fahren und genießen vollen Versicherungsschutz, wenn etwas passiert.

Der Versicherungsnehmer legt fest, welche Personen das sind. Der Personenkreis wird im Versicherungsvertrag festgehalten. Ändert er sich, müssen Sie das Ihrer Kfz-Versicherungsgesellschaft unverzüglich mitteilen.

So bestimmen Sie den Fahrerkreis

Es gibt mehrere Möglichkeiten, berechtigte Fahrer zu benennen:

1. Personalisiert (enger Fahrerkreis)

  • namentlich (z.B. „Max Mustermann”)
  • über Zugehörigkeit zum Versicherungsnehmer (z.B. Ehefrau, Lebenspartner, alle volljährigen Kinder)

2. Abstrakt (erweiterter Fahrerkreis)

  • über Altersklassen (z.B. "Personen über 23 Jahre")
  • über den Zeitpunkt des Führerscheinerwerbs

3. offener/unbestimmter Personenkreis

Fahrerkreis beeinflusst Beitrag

Allgemein gilt: Je größer der Fahrerkreis, desto teurer ist der gewünschte Kfz-Versicherungsschutz. Gleiches gilt bei sehr jungen Fahrern, aber auch bei Senioren.

Lässt der Versicherungsnehmer bzw. Halter jemanden außerhalb des definierten Fahrerkreises (also einen unberechtigten Fahrer) fahren, begeht er eine Obliegenheitsverletzung.

Auch wenn ein Fahrer am Steuer saß, der nicht im Versicherungsvertrag eingetragen war, greift bei einem selbst verursachten Unfall die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflicht. 

Strafen

Allerdings hat in diesem Fall der Versicherungsnehmer bei diesem Tarifmerkmal falschen Angaben gemacht – und hat sich womöglich einen günstigeren Beitrag erschlichen.

In diesem Fall wird der Kfz-Versicherer den Beitrag für das betreffende Versicherungsjahr nachberechnen und den Differenzbetrag nachfordern. Zudem sehen die Policen hier meist eine Vertragsstrafe in Höhe eines kompletten Jahresbeitrags vor.

Der letzte Schritt wäre die Kündigung des Kfz-Versicherungsvertrages durch den Kfz-Versicherer.

Auch der unberechtigte Fahrer kann im Schadensfall von der Versicherung in Regress genommen werden. Bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz ist dies in voller Schadenshöhe möglich.

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Sascha Rhode

Redakteur Sascha Rhode

Experte für Kfz-Versicherung sowie automobilen Entwicklungen im Pkw- und Motorradbereich.

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