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Breitbandausbau Schnelles Internet in Deutschland ungleich verteilt

München, | 16:00 Uhr | awa

Wer in Deutschland schnell im Internet surfen will, wohnt am besten in einer Großstadt – beispielsweise in Berlin, Bremen oder Hamburg. Denn in Bremen stehen etwa durchschnittlich 27 Megabit pro Sekunde (MBit/s) Bandbreite zur Verfügung. Auch im Vergleich der Bundesländer zeigt sich ein deutlicher Unterschied: Im Westen sind die Bandbreiten für schnelles Internet höher als in den Bundesländern im Osten Deutschlands, berichtet t3n.de und bezieht sich dabei auf eine Studie von speedcheck.org. 

Deutschlandkarte mit Bandbreiten Highspeed-Internet in Deutschland: Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind zum Teil massiv.
So stehen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg mit durchschnittlich 21,22 MBit/s beziehungsweise 20,3 MBit/s die höchsten Bandbreiten im Osten zur Verfügung. In Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit mit 17,85, 17,38 und 15,25 MBit/s deutlich niedriger. Die niedrigste Durchschnittsbandbreite in der ganzen Bundesrepublik findet sich allerdings in Niedersachsen – hier stehen Verbraucher lediglich 14,45 MBit/s zur Verfügung. Der Durchschnitt über alle Bundesländer liegt bei einer Bandbreite von 21,62 MBit/s.
 
 
Im Vergleich zu anderen OECD-Staaten würde Deutschland laut t3n.de „einen guten Eindruck in Sachen Internet“ machen. Gemessen an der Anzahl der Breitbandanschlüsse pro 100 Einwohner liegt die Bundesrepublik mit knapp über 40 auch deutlich über dem OECD-Durchschnitt von knapp mehr als 30 Internetanschlüsse pro 100 Einwohner. Deutlichen Nachholbedarf hat Deutschland allerdings bei Glasfaseranschlüssen. Im OECD-Vergleich liegt der Anteil an Glasfaseranschlüssen im Breitbandnetz bei rund 25 Prozent, in Deutschland noch bei deutlich unter fünf Prozent.

Während diese Zahlen sich ausschließlich auf Internetanschlüsse von Privatpersonen beziehen, berichtet t3n.de auch, dass auch die Bandbreite von Internetanschlüssen in Gewerbegebieten niedrig sei. Bezugnehmend auf einen Bericht der Neuen Osnabrücker Zeitung habe ungefähr ein Drittel der Gewerbegebiete keinen Anschluss an das schnelle Internet. Auch hier träfe es die neuen Bundesländer härter als die alten: In Mecklenburg-Vorpommern sowie Sachsen-Anhalt seien sogar fast zwei Drittel unterversorgt.

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