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Routerfreiheit Nur wenige Kunden verwenden eigene Geräte beim Internetzugang

München,

Bislang nutzen nur sehr wenige Verbraucher die Möglichkeit, einen eigenen Router an ihrem Internetanschluss einzurichten. So hat der Kabelanbieter Vodafone auf Anfrage des Onlinemagazins golem.de mitgeteilt, dass lediglich zwei Prozent seiner Kunden ein eigenes Gerät anschaffen anstatt einen von Vodafone angebotenen Router zu nutzen. Aktuelle Zahlen von Unitymedia und PYUR liegen golem.de nicht vor. In Summe hat sich der Anteil der User, die sich ein eigenes Gerät anschaffen, damit aber verdoppelt.

Fritzbox AVM Nur wenige Verbraucher nutzen die sogenannte Routerfreiheit und schließen ein eigenes Gerät an. Foto: AVM

Ein Blick auf Angaben von vor einem Jahr zeigt laut golem.de nämlich, dass im August 2017 bei allen drei Kabelanbietern zusammen lediglich etwa ein Prozent aller Kunden die sogenannte Routerfreiheit genutzt hat. So rechnet golem.de vor, dass es bei Unitymedia ungefähr 25.000 Kunden und bei einer Kundenanzahl von circa 3,45 Millionen demnach 0,75 Prozent gewesen wären. Bei Vodafone hätten zum gleichen Zeitpunkt ungefähr 34.000 Kunden (knapp ein Prozent) einen eigenen Router verwendet und bei PYUR, damals noch Tele Columbus, wären an 0,7 Prozent der 520.000 Internetanschlüsse eigene Router angeschlossen gewesen.

Erfolg der Routerfreiheit bemisst sich nicht an Verkaufszahlen

Laut dem Fritzbox-Hersteller AVM sind aber nicht die reinen Zahlen der Provider für den Erfolg der Routerfreiheit maßgeblich: „Der Erfolg der Routerfreiheit misst sich für mich nicht an reinen Verkaufszahlen, sondern darin, dass den Verbrauchern auch auf lange Sicht die Entscheidungsfreiheit gegeben ist, ob Handels- oder Providergerät,“ so Urban Bastert, ein Sprecher des Unternehmens gegenüber golem.de.

Zudem wertet er es als ein sehr gutes Zeichen, dass 44 Prozent der Befragten einer Erhebung des Verbundes der Telekommunikations-Endgerätehersteller im Juli 2018 angegeben hätten, sich als nächstes einen eigenen Router anschaffen zu wollen. Vor einem Jahr seien es noch 35 Prozent gewesen. Außerdem sei laut Bastert bisher keine der technischen Störungen, die vor Erlass der Routerfreiheit als Gefahren genannt worden sind, eingetreten.

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