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Prozessoren mit massiver Sicherheitslücke Milliarden Computer weltweit angreifbar

München,

Milliarden Computer und smarte Geräte mit Chipbauteilen von Intel oder ARM sind von einer Sicherheitslücke betroffen. Die fehlerhaften Chips laden Informationen im Voraus, um ihre Arbeit zu beschleunigen, doch genau dieses Verfahren können Angreifer ausnutzen.

Globus Hacker Datenschutz Eine Sicherheitslücke in Computerchips betrifft Milliarden Rechner weltweit.
Angreifer können über die entdeckte Sicherheitslücke an persönliche Daten kommen. Ein Google-Sicherheitsexperte demonstrierte, dass Hacker über das Leck an Passwörter und andere sensible Daten kommen können. Das Speculative Execution genannte Verfahren wird seit Jahren von diversen Chipherstellern genutzt – betroffen sind insbesondere Computer und Geräte, die mit einem Prozessor des Marktführers Intel ausgestattet sind.

Das Magazin The Register berichtete, dass alle Intel-Mikrochips der letzten zehn Jahre betroffen seien. Aber auch auf Smartphones und Tablets mit Chips von ARM können Angreifer eindringen. AMD-Chips sollen nach Angaben des Herstellers nicht davon betroffen sein, doch Sicherheitsforscher sollen die Attacke auch auf AMD-Prozessoren nachgewiesen haben.

Ob ein System angegriffen wurde oder nicht, kann Berichten zufolge nicht nachgeprüft werden, da die Attacken keine Spuren hinterlassen. Cloud-Anbieter wie Amazon, Microsoft und Google sind von der Schwachstelle besonders betroffen, weil die Daten von virtuellen Servern, die meist mit Intel-CPUs ausgestattet sind, betrieben werden.

Die gute Nachricht: Die Sicherheitslücke kann mit Software-Updates geschlossen werden, die Hardware- und Softwarehersteller arbeiten bereits mit Hochdruck an Lösungen. Die schlechte Nachricht: Die Systemperformance könnte durch die Schließung der Lücke schlechter werden. Experten gehen von einem Einbruch von bis zu 30 Prozent aus, Intel selbst gibt an, dass mit etwa zwei Prozent Einbußen zu rechnen ist.
 

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