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Neue Technologie Router-Hersteller Linksys bietet Bewegungserkennung per WLAN an

München, | 09:40 Uhr | dgi

Keine Kameras oder gesonderte Sensoren notwendig: Router-Hersteller Linksys aus den USA bietet neuerdings einen Dienst an, der die eigenen Geräte kurzerhand mit einer Bewegungserkennung ausstattet. Dabei kommt eine Technik zum Einsatz, die dem Radar-Prinzip ähnelt. Für ein monatliches oder jährliches Abonnement können Nutzer ausgewählter Router-Modelle den Service in Anspruch nehmen.

Linksys Aware
Der von Linksys angebotene Dienst hört auf den Namen Linksys Aware und wird überall dort angeboten, wo auch die Velop-Tri-Band-Technologie des Unternehmens zum Einsatz kommt. Es handelt sich dabei um ein Mesh-System bestehend aus bis zu drei Geräten. In Deutschland ist unter anderem das Modell AC6600 damit ausgestattet. Linksys Aware ermöglicht es Nutzern, ihr Zuhause mit einer Bewegungserkennung auszustatten. Die Technik dahinter setzt nur auf WLAN-Signale. Ähnlich wie beim Radar messen die Geräte dabei zurückgeworfene Funkwellen aus. Stationäre Objekte filtert das System derweil aus.
 
Das Prinzip wurde 2018 erstmalig vorgestellt. Forscher des MIT tauften das Konzept „Wigait“. Linksys hat es nun ein Jahr später zur Marktreife gebracht. Nutzer können unter anderem die Sensitivität der Bewegungserkennung einstellen. So lassen sich kleine und große (Haus-)Tiere wie Hunde oder Katzen ausfiltern. Auch ein Zeitplan lässt sich einstellen, sodass Linksys Aware nur dann Bewegungsdaten aufzeichnet, wenn der Nutzer nicht zu Hause ist. Wer möchte, kann darüber hinaus informiert werden, wenn sich etwas bewegt.

 

Verfügbarkeit von Linksys Aware

 
Nutzer eines kompatiblen Mesh-Systems können Linksys Aware via der Android- und iOS-App bestellen. Die Anwendungen sind kostenfrei im Play Store und App Store erhältlich. In einer 90-Tage-Testphase können Kunden den Service ausgiebig ausprobieren. Danach werden pro Monat 3,49 Euro fällig oder einmal pro Jahr 26,99 Euro.
 
In Zukunft könnte das Wigait-Konzept übrigens noch ausgebaut werden. Die Forscher des MIT wollen dann nicht nur die Bewegungsrichtung, sondern auch die Geschwindigkeit oder die Atmung per WLAN-Signal bestimmen können. Bisher ist das aber noch nicht möglich.

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