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Komplizierte Sportrechte beim Fußball Wandern Bundesliga und Champions League ins Netz?

München,

Sowohl die erste Fußball-Bundesliga als auch die Champions League werden künftig nicht mehr exklusiv beim Pay-Anbieter Sky und womöglich teilweise nur noch über das Internet zu sehen sein. Fußball-Fans könnte dies teuer zu stehen kommen.

Hand mit Fernbedienung zeigt auf TV-Gerät, es läuft eine Fußballübertragung Die Bundesliga und die Champions League werden künftig wahrscheinlich in Teilen ins Internet abwandern.
Schon ab diesem Sommer ist die Bundesliga nicht mehr exklusiv beim Pay-TV-Riesen Sky zu sehen. Die Übertragungsrechte für die Partien am Freitagabend, Sonntagmittag und Montagabend hat sich der Sportsender Eurosport geangelt. Dieser ist zwar mit Eurosport 2 in den Pay-TV-Paketen vieler Anbieter vertreten, darunter etwa Vodafone Kabel Deutschland, Unitymedia, Tele Columbus und eben Sky, Medienberichten zufolge werden sich die Beteiligten in den Verhandlungen über eine Einspeisung der Livespiele aber nicht einig.

Demnach würden die genannten Bundesliga-Partien zunächst ins Internet zum Eurosport Player abwandern, dem Web-Angebot von Eurosport. Dieser kostet derzeit rund fünf Euro pro Monat (12 Monate Laufzeit) oder 40 Euro für einen Jahrespass.

Die Internetseite Netzwelt hat nachgerechnet: In den vergangenen drei Saisons fielen Spiele von Hertha BSC besonders oft auf einen Freitag – ganze 14 Mal insgesamt. Dicht gefolgt von Schalke 04 und Mainz 05 (je 12), Hamburg (11) sowie Bayern München, Werder Bremen und Hoffenheim (je 10).

Auch bei den Champions-League-Rechten trifft es Sky – und die Fans: Aus dem Free-TV verschwindet die Königsklasse des Vereinsfußballs nämlich ab der Saison 2018/2019 komplett. Die Rechte teilen sich dann Sky und der Livesport-On-Demand-Anbieter DAZN. Wie die Spiele hier verteilt werden, will der gut informierte Sportblog Allesaussersport.de herausgefunden haben: Mit einem komplizierten Regelwerk suchen sich die Sender die Partien aus, wobei DAZN insgesamt 104 Spiele zeigt und Sky 34, dafür aber alle Konferenzen und vermutlich mehr Spiele mit deutscher Beteiligung. DAZN ist wie Netflix und Co. monatlich kündbar und kostet derzeit rund zehn Euro pro Monat.

Wie der Eurosport Player ist auch DAZN übers Internet zu empfangen. Dank Apps für viele Smartphones, Konsolen und Streamingboxen steht dieser Empfangsweg allerdings vielen Verbrauchern offen – zu Hause reicht für den Empfang in HD eine Leitung mit einer Downloadrate von 16 MBit/s aus. Nutzen jedoch regelmäßig mehrere Bewohner gleichzeitig die Internetleitung, sollten sich Nutzer für einen schnelleren Internettarif, etwa mit 50 MBit/s entscheiden.
 

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