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Freiheit für Kabelnetzkunden Routerfreiheit kaum genutzt

München,

Seit einem Jahr ermöglicht ein neues Gesetz den Internetkunden die Routerauswahl. Von dieser Routerfreiheit machen allerdings nur sehr wenige Internet-Kunden Gebrauch, wie Golem berichtet. Bislang profitierte davon nur ein einziger Hersteller. Provider dürfen ihren Kunden keine Geräte mehr vorschreiben. Ganz einfach wird die Umstellung bei Kabelnetzbetreibern nicht mehr sein.

Die beiden neuen AVM-Router Fritzbox 7590 und 6590 (von links) Seit einem Gesetz, doch Verbraucher nehmen freie Routerwahl kaum an.

Die Abschaffung des Routerzwangs lässt sich als eindeutiger Erfolg bezeichnen, zumindest aus der Sicht der großen Koaliton: SPD und Union haben sich trotz starkem Widerstand von Kabelnetzbetreibern nicht abbringen lassen, die Routerfreiheit in den Koalitionsvertrag aufzunehmen. Seit einem Jahr müssen Anbieter ihren Kunden alle Zugangsdaten unaufgefordert zur Verfügung stellen. Kunden haben seither die Freiheit, ein Endgerät ihrer Wahl oder einen Router ihres Providers zu erhalten.

Jedoch haben nur sehr wenige von dieser Freiheit Gebrauch gemacht. Den drei großen Kabelnetzbetreibern Vodafone Kabel Deutschland, Unitymedia und Tele Columbus zufolge, liegt der Anteil von Kunden mit einem eigenen Kabelmodem bei nur etwa einem Prozent und weniger.

Von der Routerfreiheit profitierte bislang nur der Fritzbox-Hersteller AVM: So können Verbraucher, die Internet übers Kabelnetz beziehen zurzeit zwischen drei Fritzboxen wählen: Fritzbox 6430, 6490 und 6590. Der angekündigte TP-Link-Router Archer CR700v ist immer noch nicht auf dem Markt. Hersteller Netgear sagt, dass es nicht geplant sei, ein Kabelmodem oder einen Kabelrouter auf den deutschen Markt zu bringen.

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