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Internet per Laser Wissenschaftler verschicken Daten mit 1,72 Terabit pro Sekunde

München,

Bei einem Versuch haben Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) Daten mit einer Geschwindigkeit von 1,72 TBit/s versendet. Wie das DLR am Donnerstag mitteilte, gelang den Forschern die Datenübertragung per Laser über eine Distanz von 10,45 Kilometern.

Bild: DLR / Bernd Müller Wissenschaftler analysieren die Datenströme der Datenübertragung. (Bild: DLR / Bernd Müller)
Der Versuch wurde im Rahmen des DLR-Projekts THRUST durchgeführt – Terabit-throughput optical satellite system technology. Die neuartige Übertragungstechnologie soll in Zukunft dabei helfen, schnelles Internet auch in entlegene Gebiete zu bringen, angepeilt wird dabei eine Geschwindigkeit von einem Terabit pro Sekunde.

"Wir haben uns zum Ziel gesetzt den Internetzugang mit hohen Datenraten auch außerhalb der Ballungsgebiete zu ermöglichen und wollen zeigen, wie dies mit Satelliten möglich ist", erklärt Prof. Christoph Günther, Direktor des DLR-Instituts für Kommunikation und Navigation.

Die Datenverbindung ins All soll den Forschern zufolge im schlimmsten Fall die gleichen Störungen aufweisen wie über die getestete Instanz zwischen dem oberbayerischen Weilheim und einem Berg bei Hohenpeißenberg.

Im nächsten Schritt soll nun an der Stabilität der optischen Verbindung gearbeitet werden. "Die Stabilität der Verbindung ist extrem wichtig, da selbst eine kurze Unterbrechung von lediglich zehn Millisekunden zum Verlust von zehn Gigabit pro Sekunde führt", erklärt Dr. Ramon Mata Calvo, Leiter der Gruppe "Optische Technologien" am DLR-Institut für Kommunikation und Navigation.
 

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