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Glasfaser Flächendeckender Netzausbau nur durch Zusammenarbeit machbar

München, | 11:35 Uhr | awa

Um deutschlandweit hochleistungs- und zukunftsfähige Glasfaser ausbauen zu können, müssen alle Beteiligten an einem Strang ziehen und zusammenarbeiten. Diesen Standpunkt vertreten sowohl die Deutsche Telekom als auch der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko). So setzt die Telekom auf regionale Kooperationen beispielsweise mit Energieversorgern oder Kommunen während der Breko eine Tiefbaubörse ins Leben gerufen hat, um Baufirmen und Netzbetreiber zusammenzubringen, wie golem.de und teltarif.de  berichten.

Glasfaserleitungen Glasfaser in ganz Deutschland kann es nur geben, wenn alle Beteiligten zusammenarbeiten.

Da inzwischen auch die Ressourcen des für den Ausbau notwendigen Tiefbaus in Deutschland knapp werden, hat der Breko auf der von ihm aktuell in Frankfurt am Main veranstalteten Glasfasermesse Fiberdays 2019 die sogenannte Tiefbaubörse ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, die Zusammenarbeit zwischen Bauunternehmen und Netzbetreibern zu optimieren und Kapazitäten bei für den Tiefbau besser verwalten zu können. Dies soll vor allem für kurzfristige und für kleinere, schnell realisierbare Ausbauprojekte von Vorteil sein, da viele Tiefbauunternehmen zwischen Großprojekten noch Lücken hätten, die für solche Projekte genutzt werden könnten, heißt es bei teltarif.de.

Über die Tiefbaubörse sollen beteiligte Unternehmen auf beiden Seiten online einsehen können, wo beispielsweise Ausbauvorhaben geplant sind, Termine dafür bekanntgeben oder mitteilen, wann und in welchem Umfang noch Ressourcen verfügbar sind. Der Breko konnte laut teltarif.de bereits bekannte Bauunternehmen wie etwa Strabag, Eltel oder Klenk & Sohn für die Tiefbaubörse gewinnen.

Telekom: Kooperationen bei Infrastruktur, Vermarktung und Betrieb nötig

Der Vorstandsbeauftragte Breitbandkooperation der Telekom, Dido Blankenburg, hat golem.de zufolge gestern auf den Fiberdays erklärt, dass der Marktführer an der Obergrenze dessen sei, was er investieren könne. "Wir kriegen es nicht alleine hin, wenn wir kooperieren, erreichen wir in Summe mehr Flächendeckung", so Blankenburg. Ähnlich formuliert es auch der Präsident des Breko und Geschäftsführer von EWE Tel, Norbert Westfal, gegenüber dem Online-Magazin: „Der Ausbau kann nur als Gemeinschaftswerk gelingen, es kann kein Einzelner alleine schaffen, egal wie groß oder klein.“

Die Telekom kooperiert indes beim Glasfaserausbau bereits zum einen im Rahmen eines Joint Venture mit EWE zum Glasfaserausbau in Teilen von Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen. Zum anderen auch im Raum Stuttgart, wo „der Ausbau eine Mischung aus Telekom-Geld, öffentlichem Geld und kommunalen Beiträgen" sei, so Blankenburg laut teltarif.de.