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Schnelles Internet über die Telefonleitung G.fast von M-net und Netcologne noch dieses Jahr

München,

Die beiden regionalen Internetanbieter M-net und Netcologne haben auf der Fachmesse ANGA in Köln ihre G.fast-Pläne vorgestellt. Mit dieser Übertragungstechnik lassen sich Daten mit etwas mehr als einem Gigabit pro Sekunde über vorhandene Kupferleitungen schießen. Das geht aber nur über vergleichsweise kurze Wege – Glasfaserleitungen müssen dafür bereits im Keller liegen.

M-net will weiter in sein Glasfasernetz in München und Umgebung investieren. (Bild: M-net) In München will M-net in Kürze mit der G.fast-Technik starten. (Bild: M-net)

Auf der ANGA demonstrierte Netcologne gemeinsam mit dem Telekommunikationsausrüster ZTE den neuen G.fast-Standard: In einer Testumgebung lieferte der Prototyp eine Downloadrate von 1,8 GBit/s – für solche Geschwindigkeiten benötigt es allerdings möglichst kurze Kupferstrecken. Daher eignet sich G.fast besonders für die Überbrückung von Telefondrähten der Hausinfrastruktur in FTTB-Häusern. FTTB steht für Fiber to the Basement, das Glasfaserkabel reicht hier also bis ins Haus.

Netcologne hat im Großraum Köln bereits rund 50.000 Gebäude ans Glasfasernetz angeschlossen, in 35.000 davon wäre G.fast bereits möglich. Derzeit wird hier einem Bericht von Heise zufolge aber mit einer VDSL-Variante gearbeitet, mit der bis zu 100 MBit/s erreich werden können. Mit G.fast sollen mittelfristig 500 MBit/s angeboten werden.

In der zweiten Jahreshälfte will Netcologne, abhängig von der Nachfrage, mit der G.fast-Aufrüstung beginnen. Da die Chips von ZTE abwärtskompatibel sind, können auch weiterhin VDSL-Tarife und -Router genutzt werden. Wer einen G.fast-Tarif bestellt, soll hingegen einen entsprechenden Router von ZTE erhalten. Später im Jahr sollen dann auch weitere Router folgen.

Einer dieser Router könnte die gestern vorgestellte Fritzbox 7582 sein, die etwa der Münchner Glasfasernetzbetreiber M-net für seine G.fast-Anschlüsse nutzen will. Auch M-net will Berichten zufolge noch dieses Jahr mit G.fast starten. Derzeit werden Tarife mit maximal 300 MBit/s angeboten, mittelfristig sollen es hier 800 MBit/s werden. In München will M-net bis 2021 über 620.000 Wohnungen mit Glasfaseranschlüssen (FTTB) erschlossen haben.
 

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