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Filmförderungsgesetz Netflix, Amazon und Co. müssen Filmabgabe bezahlen

München,

Künftig müssen auch Video-on-Demand-Anbieter mit Sitz im Ausland eine Filmabgabe in Deutschland bezahlen. Die EU-Kommission hat das Gesetz der Bundesregierung am Montag gebilligt, wie Golem berichtete. Mit der Abgabe unterstützt die Filmförderanstalt (FFA) deutsche Filmproduktionen.

Kinosaal Die Filmförderanstalt erhält künftig auch Gelder von VoD-Anbietern mit Sitz im Ausland.
Die Filmabgabe war für Video-on-Demand-Anbieter mit Sitz im Ausland zwar vorgesehen, wurde bislang wegen der fehlenden Bestätigung aus Brüssel aber nicht angewendet. Mit der Billigung der EU-Politiker erhält die FFA nun also auch Gelder von Diensten wie Amazon Instant Video und Netflix. Bislang zahlten etwa Filmstudios, Kinos, TV-Sender und Anbieter von Blu-rays und DVDs in den Topf ein.

Die FFA unterstützt einerseits den Erfolg von deutschen Filmen im Nachgang durch die sogenannte Referenzfilmförderung, aber auch deutsche Produzenten mit der Projektfilmförderung. Bis zu einer Million Euro können Produzenten dabei für ihr Projekt beantragen – dafür muss allerdings die FFA-Vergabekommission überzeugt werden.

Die beiden US-Anbieter investieren inzwischen auch selbst in den deutschen Film- und Serienmarkt: Mit der Serie Dark hat Netflix im Februar seine erste deutsche Produktion angekündigt – der Schweizer Baran bo Odar (Who Am I) übernimmt dabei die Regie. Amazon kündigte bereits zwei Wochen zuvor die Serie Wanted von und mit Schauspieler Matthias Schweighöfer an.
 

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