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Glasfaserausbau 160 Millionen Euro für Digitalisierung - Größtes Ausbauprojekt Deutschlands beschlossen

München,

In Nordrhein-Westfalen werden bald 15.000 Haushalte mehr mit Glasfaser versorgt. Im ländlichen Kreis Warendorf bei Münster baut der Anbieter Deutsche Glasfaser ein flächendeckendes Netz aus. Gestemmt wird der Ausbau dank der Rekordförderung von Bund und Land: Insgesamt 160 Millionen Euro sollen für die Digitalisierung ausgegeben werden – eine Rekordsumme.

Deutsche Glasfaser Netzausbau Glasfaser Warendorf Rekord-Förderung: 160 Millionen Euro für Glasfaser Ausbau
Die „schrittweise Schließung der Netzlücken im gesamten Kreis Warendorf“ sind beschlossen: Wie Glasfaser-Anbieter Deutsche Glasfaser per Pressemitteilung bekannt gab, hat das Unternehmen den Zuschlag für Deutschlands bisher größtes Förderprojekt erhalten. Mit der Rekordsumme von 160 Millionen Euro sollen im Kreis Warendorf in Nordrhein-Westfalen 15.000 weitere Haushalte und Unternehmen einen FTTH-Anschluss (Fiber to the Home – Glasfaser bis ins Haus) erhalten. Das Großprojekt soll bereits im kommenden Jahr starten.
 
„In den kommenden Jahren wollen wir Schritt für Schritt die Flecken angehen, wo bisher kein privatwirtschaftlicher Glasfaserausbau möglich war. Das betrifft Gebiete mit Haushalten, die einen Internetanschluss mit einer Geschwindigkeit von weniger als 30 Megabit pro Sekunde haben“, erklärt Peter Kamphuis, Geschäftsführer von Deutsche Glasfaser. Bisher wurden im Kreis Warendorf schon 30.000 Anschlüsse mit Glasfaser versorgt. Die Förderung von Bund und Ländern wird genutzt, um die verbleibenden Lücken im Netz schließen.
 

Glasfaser-Ausbau: Millionen-Summen vom Staat und Land

 
Der Ausbau in Warendorf wurde europaweit ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt der Anbieter aus Borken, der sich vor allem auf ländliche Gebiete spezialisiert hat. Die Fördersumme von 160 Millionen Euro setzt sich dabei unter anderem wie folgt zusammen: So trägt der Bund 80 Millionen Euro dazu bei. Das Land NRW gibt zudem 64 Millionen Euro. 16 Millionen Euro stammen derweil vom Kreis selbst, der sich mit einem Eigenanteil beteiligt. Das Ausbauprojekt gliedert sich in zwei Teilprojekte: Warendorf Nord und Warendorf Süd – und umfasst 13 Kommunen. Alle betroffenen Haushalte und Unternehmen werden über das Projekt informiert.
 
Erst vor wenigen Tagen gab der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V. (VATM) bekannt, dass der Ausbau des Gigabit-Internets in Deutschland massiv gestiegen ist. Jedoch werden Glasfaser- und DOCSIS-3.1-Anschlüsse noch lange nicht flächendeckend verfügbar sein, so der Verein in seiner 21. TK-Marktanalyse Deutschland 2019.

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