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Bundesnetzagentur legt Regeln fest Wann ein Internetanschluss (offiziell) zu langsam ist

München,

Die Bundesnetzagentur gibt vor, wann ein Festnetz-Internetanschluss als zu langsam gilt und veröffentlicht hierzu drei Kriterien. Ist nur eines davon erfüllt, handelt es sich um eine nicht vertragskonforme Leistung. In den Nachweis müssen Verbraucher allerdings ein wenig Zeit und Arbeit stecken.

Die Bundesnetzagentur mit Sitz in Bonn. (Bild: Bundesnetzagentur) Die Bundesnetzagentur legt Regeln für die Geschwindigkeit von Internetanschlüssen fest. (Bild: BNetzA)
Wer seinen Internetanschluss für zu langsam hält, muss sich nicht länger auf Gerichtsurteile beziehen. Ab sofort können Verbraucher beim Nachweis einer langsamen Internetleitung die Kriterien der Bundesnetzagentur zu Rate ziehen.

Als Grundlage für vertraglich vereinbarte Geschwindigkeit wird das Produktinformationsblatt herangezogen. Dieses enthält die maximale Geschwindigkeit, die normalerweise zur Verfügung stehende Geschwindigkeit sowie die Mindestgeschwindigkeit eines Tarifs beziehungsweise Anschlusses. Das Produktinformationsblatt erhalten Kunden im Online-Kundencenter ihres Anbieters oder auf Nachfrage.

Für den Nachweis sind zunächst mindestens 20 Messungen über die Webseite breitbandmessung.de vonnöten, gleichmäßig verteilt auf mindestens zwei Tage. Die Messungen sollten abgespeichert werden.
Damit die Surfgeschwindigkeit eines Internetanschlusses als „nicht vertragskonforme Leistung“ gilt, muss eines der drei Kriterien erfüllt sein:
  • An zwei Messtagen werden nicht jeweils mindestens einmal 90 Prozent der vertraglich vereinbarten Maximalgeschwindigkeit erreicht.
  • Die normalerweise zur Verfügung stehende Geschwindigkeit wird in 90 Prozent aller Messungen nicht erreicht.
  • Die vertraglich vereinbarte Mindestgeschwindigkeit wird an mindestens zwei Messtagen unterschritten.
"Wir definieren anhand klarer Kriterien, wann bei Breitbandanschlüssen im Festnetz die Downloadgeschwindigkeit nicht dem Vertrag entspricht. Dies soll Verbrauchern den Nachweis gegenüber ihrem Anbieter erleichtern", betont Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.
 

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