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Bis 2018 Telekom mit flächendeckendem Vectoring in NRW

München,

Bis Ende 2018 will die Telekom in Nordrhein-Westfalen 95 Prozent aller Haushalte mit Vectoring-Internet versorgen. Das sagte der Telekom-Chef Niek Jan van Damme der Rheinischen Post im Interview. Derzeit erreiche man 86 Prozent der Haushalte.

LAN, Glasfaser und Vectoring
Das Unternehmen dürfte sich unter Druck sehen, denn im Koalitionsvertrag von 2017 bis 2022 legen sich die regierenden Parteien CDU und FDP auf den Glasfaserausbau fest: Bei allen öffentlichen Fördermaßnahmen werde ein „Glasfaser first-Ansatz“ verfolgt. Das Aktionsbündnis Gigabit will das bevölkerungsreichste Bundesland bis 2026 sogar flächendeckend an Glasfasernetze anschließen.

Während mit Glasfaseranschlüssen, die bis in die Wohnung oder in den Keller eines Hauses reichen (FTTH, FTTB) Surfgeschwindigkeiten jenseits der 1.000 MBit/s möglich sind, erreichen Haushalte mit DSL-Vectoring maximal 100 MBit/s. Im Interview gibt der Telekom-Chef allerdings einen Ausblick auf Super-Vectoring. Mit dieser Technik sollen in Zukunft über die alten Kupferleitungen bis zu 250 MBit/s möglich sein.

Auf ein Problem stoßen die Anbieter, wenn in einem Haus gleichzeitig Vectoring-Technik und Glasfaser-Internet über die Hausinfrastruktur läuft. Da Glasfaseranbieter wie M-net oder Netcologne künftig G.fast-Technik einsetzen wollen, um die Geschwindigkeit ihrer Anschlüsse steigern zu können, kommt es auf den Kupferleitungen im Haus zu Störungen, wenn parallel ein Anschluss mit Vectoring betrieben wird. Mit der Vorfahrtsfrage beschäftigt sich daher derzeit die Bundesnetzagentur.
 

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