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"Projekt Broadband" Deutsche Bahn will beim Glasfaserausbau mitmischen

München, | 11:02 Uhr | awa

Die Deutsche Bahn will in den Breitbandausbau in Deutschland einsteigen und ihr gesamtes Schienennetz mit Glasfaserkabeln ausrüsten. So könnte schnell und flächendeckend ein Breitbandnetz für Deutschland entstehen, berichtet das Handelsblatt online und beruft sich dabei auf Bahn-Konzernchef Richard Lutz. Zudem will die Zeitung erfahren haben, dass bereits Gespräche zwischen der Bahn und dem Bundesfinanz- und Bundesverkehrsministerium laufen.

Bahngleise Glasfaser im Gleis: Die Bahn will ihr Schienennetzwerk für Breitbandausbau aufrüsten.

Unter dem Namen „Projekt Broadband“ soll Richard Lutz konkrete Pläne in Berlin vorgestellt und dabei auch einen Kostenvoranschlag präsentiert haben: 3,5 Milliarden Euro müssten die beiden Ministerien über ihren jeweiligen Haushalt im Bundesetat reservieren, um das deutschlandweite Schienennetz mit Glasfaser aufzurüsten, heißt es in dem Bericht weiter.

Glasfaser via Schienennetz

Aktuell liegt an rund 18.000 Kilometern des insgesamt 33.400 Kilometer langen Schienennetzes bereits Breitband an. Der Ausbau würde aber nicht nur deshalb schnell gehen, sondern vor allem auch, weil neben jedem Gleiskilometer bereits Kabelschächte vorhanden sind. Zusätzlich müssten allerdings noch Funkmasten neben die Gleise gebaut werden, sodass auch die Mobilfunkabdeckung entlang der Schienen und in den Zügen besser wird.

Würde dieser Ausbauplan, der weder von der Bahn noch von den genannten Ministerien auf Anfrage des Handelsblatts bestätigt wurde, umgesetzt, könnte die Bahn dann freie Kapazitäten ihres Glasfasernetzes an Telekommunikationsanbieter vermieten. Sie selbst benötigt laut Bericht nur wenige Fasern für den Bahnbetrieb.

Grüne fürchten Intransparenz

Die Grünen geben indes zu bedenken, dass insbesondere die Finanzierung einer strengen Kontrolle unterliegen sollte. Der Bundestag müsse mehr Kontrolle bekommen, damit das Geld nicht wie bei der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung des Bundes mit der Bahn versickere, zitiert handelsblatt.de den Grünen-Politiker Sven-Christian Kindler.

Auch die Initiative Agora Energiewende kritisiert das Vorhaben. Gegenüber dem Handelsblatt hat Agora-Direktor Christian Hochfeld erklärt: „Die Bahn und ihr Eigentümer, der Bund, sollten sich zunächst auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und das Schienennetz ausbauen, um den Deutschlandtakt zu realisieren und so deutlich mehr Menschen einfach, bequem und pünktlich an ihr Ziel zu bringen.“ Er steht dafür ein, den Verkehr vorrangig von der Straße auf die Schiene zu verlagern, um Klimaschutzziele zu erreichen.