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Internet Amazon plant eigenes Breitbandnetz

München, | 13:42 Uhr | awa

Mit Tausenden von Satelliten, wie die Neue Zürcher Zeitung in ihrer Onlineausgabe schreibt, will Amazon ein eigenes Breitbandnetz aufbauen, um so schnelle und günstige Internetzugänge anbieten zu können. Mit seinem Projekt „Kuiper“ gesellt sich der Online-Riese unter der Führung von Jeff Bezos zu anderen prominenten Digitalpionieren wie Elon Musks mit SpaceX oder dem Projekt OneWeb, einem JointVenture von Airbus.

Satellit im All Internet via Satellit - Digital-Visionäre wie Jeff Bezos und Elon Musk wollen Sat-Netze aufbauen. Foto: Pixabay

Sie alle verbindet ein Vorhaben: Schnelle Internetverbindungen sollen über Satelliten im Weltall auch an die entlegensten Winkel der Erde gebracht werden. Ein Amazon-Sprecher beschreibt Projekt Kuiper gegenüber der Nachrichtenwebsite cnbc.com als „ein neue Initiative, um eine Satelliten-Konstellation im erdnahen Orbit zu positionieren, die Highspeed-Internetverbindungen in bisher un- oder unterversorgte Regionen der Welt“ bringt.

Um seine Pläne in die Tat umzusetzen, muss Bezos allerdings noch einiges an Kapital beschaffen. Insgesamt beziffert cnbc.com die Anzahl der geplanten Amazon-Satelliten auf 3.236 Stück. Der Bau, die Inbetriebnahme sowie der Unterhalt einer solchen Menge kosten wahrscheinlich mehrere Milliarden US-Dollar. SpaceX-Gründer Elon Musk, der bereits vergangenes Jahr zwei Prototypen ins All geschickt hat, sagte in einem Interview mit geekwire.com, dass sich die Kosten eines solchen Projekts gut und gerne auf 10 bis 15 Milliarden US-Dollar belaufen können.

Bislang haben außer SpaceX auch OneWeb sowie Telesat Satelliten für Breitband-Internetanschlüsse ins All geschossen. Beide Unternehmen planen laut geekwire.com, in den nächsten Jahren noch einige hundert weitere Satelliten folgen zu lassen. Zusätzlich sollen auch Facebook, Boeing und das luxemburgische Unternehmen LeoSat ähnliche Pläne wie Amazon, SpaceX und OneWeb verfolgen.