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Wildschaden - Haftung der Kfz-Versicherung

Achtung Wildwechsel SchildEin Wildschaden entsteht in der Regel durch die Kollision mit einem Wildtier. Informieren Sie sich über die diesbezüglichen Themen:

  1. Verhalten bei Wildbegegnung
  2. Tipps nach Wildunfall
  3. Das zahlt die Teilkasko
  4. Das zahlt die Vollkasko
  5. Statistik Wildschäden

Richtiges Verhalten bei Begegnung mit Wildtieren

Ein Wildschaden entsteht in der Regel durch die Kollision mit einem Wildtier. Von April bis Juni sowie von Oktober bis Januar ist das Wildschaden-Risiko in Deutschland hoch – vor allem in ländlichen Gebieten.

Denn in der Brunftzeit sind Wildtiere aktiver. Auch verlieren etwa Rehe, Hirsche und Wildschweine durch die Getreideernte ihre Versteckmöglichkeiten in den Feldern und wechseln über die Straßen in die Wälder. Außerdem ist das Wild vor allem in der Dämmerung – morgens und abends – auf der Futtersuche und trifft dann auf den Berufsverkehr. Wildunfälle bei helllichtem Tage sind eher selten.

Kommt es zur Begegnung mit Wildtieren auf der Fahrbahn, sollen Autofahrer nicht ausweichen. Zur Not wird empfohlen, das Lenkrad gerade zu halten und den Zusammenprall in Kauf zu nehmen. Denn durch ein Ausweichmanöver riskieren Autofahrer ihr Leben und das anderer Verkehrsteilnehmer.

Gerade in von Wald gesäumten Streckenabschnitten mit Hinweisschildern auf Wildwechsel sollten Fahrzeugführer vorausschauend fahren und de Geschwindigkeit anpassen. Überquert Wild in 60 Meter Entfernung die Straße, können Autofahrer laut dem ADAC ihr Fahrzeug bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h noch rechtzeitig zum Stehen bringen. Bei 100 km/h und mehr prallt der Wagen dagegen trotz Vollbremsung mit einer erheblichen Restgeschwindigkeit in das lebende Hindernis.

Tipps nach einem Wildunfall

  • Unfallstelle sichern (Warnblinker einschalten, Warndreieck aufstellen)
  • Polizei und Förster/Jagdpächter verständigen
  • Tier nicht anfassen (Beißgefahr, Gefahr von Tollwut)
  • Wildbescheinigung ausstellen lassen
  • für eine schnelle Schadenbearbeitung Fotos vom Unfallort, vom Tier und vom Fahrzeug machen
  • Schaden der Kaskoversicherung melden

Wildtiere mitnehmen ist verboten

Wenn Sie ein Wildtier angefahren haben, dürfen Sie es auf keinen Fall mitnehmen. Ansonsten machen Sie sich der Wilderei strafbar.

Das zahlt die Teilkaskoversicherung

Wildschäden am Fahrzeug sind über eine Teilkaskoversicherung gedeckt. Grundsätzlich sind vertraglich Schäden durch Haarwild nach dem Bundesjagdgesetz versichert. Dazu zählen:

  • Wildschwein
  • Reh
  • Hirsch
  • Fuchs
  • Hase

Unfälle mit sogenanntem Federwild (z.B. Fasan), Nutztieren wie Rind oder Schwein sowie mit Haustieren – etwa Hunden – beinhaltet nicht jeder Teilkaskotarif automatisch. Einige Kfz-Versicherer bieten einen Versicherungsschutz für Unfälle mit Tieren aller Art an.

Die Kosten eines Wildschadens trägt der Versicherungsnehmer bei einer vertraglich vereinbarten Selbstbeteiligung im Schadensfall bis zur festgeschriebenen Maximalhöhe selbst. Darüber hinausgehende Kosten übernimmt der Versicherer.

Das zahlt die Vollkaskoversicherung

Fahrzeugschäden, die etwa in Folge eines Wild-Ausweichmanövers entstehen, werden als Rettungskosten bezeichnet. Es ist eine Einzelfallentscheidung, ob die Teilkasko diese Schäden trägt oder die Haftung ablehnt. Vollkaskoversicherte können sich mit einem solchen Schaden an ihre Vollkasko wenden.

Gut zu wissen

Mitglieder des Automobilclubs ADAC bekommen nach Tierkollisionsschäden am eigenen Fahrzeug die Kosten von bis zu 300 Euro ersetzt.

Schadenersatzansprüche gegen den Jagdpächter oder Waldbesitzer bestehen bei Wildunfällen in aller Regel nicht. Grund: Wild ist im juristischen Sinn eine herrenlose Sache.

Statistik Wildschäden

Quelle GDV
Jahr Anzahl Kosten Euro
2008 241.000 500 Mio.
2009 232.000 490 Mio.
2010 243.000 520 Mio.
2011 235.000 510 Mio.
2012 258.000 583 Mio.
2013 247.000 564 Mio.
2014 238.000 575 Mio.
2015 263.000 653 Mio.
2016 264.000 682 Mio.
2017 275.000 744 Mio.
Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.