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Glasschaden am Auto - wer zahlt?

Lesezeit 2 Min.

Was ist ein Glasschaden?

Ein Glasschaden ist eine Beschädigung an diesen Autoteilen:

  • Frontscheibe/­Windschutzscheibe
  • Heckscheibe
  • Seitenscheiben
  • Dachschiebefenster/
    Panoramadach
  • Beleuchtungseinheiten
  • Seitenspiegel

Beim sogenannten Glasbruch kann die betroffene Fläche entweder in kleine Teile zerbröseln oder aber auch nur ein Loch (Durchschlag) aufweisen.

Die häufigste Ursache für einen Glasschaden am Auto ist Steinschlag.

Zahlt die Teilkasko für Glasschäden?

Ja. Versichert sind Scheiben aus Glas und Kunststoff (etwa beim Cabrio). 

Die Teilkasko ist in der Vollkasko immer automatisch mit enthalten. CHECK24 empfiehlt in der Teilkasko eine Selbstbeteiligung in Höhe von 150 Euro.

Austausch der Scheibe

Meist muss die Scheibe nach einem Steinschlag ausgetauscht werden. In diesem Fall müssen Sie nur den von Ihnen mit der Kfz-Versicherung ausgemachten Selbstbehalt in der Teilkasko beisteuern.

Beachten Sie: Haben Sie bei der Teilkasko einen Werkstattbindung vereinbart, so gilt diese auch bei Glasschaden!

Scheibe wird ausgetauscht: Was muss ich tun?

  • Den Schaden haben Sie spätestens sieben Tage nach Feststellung an Ihren Kfz-Versicherer gemeldet (telefonisch, per Mail oder per Brief).
  • Nun vereinbaren Sie bei einer Fachwerkstatt oder einem Glasservice einen Termin. Die Werkstatt bestellt das Ersatzglas und tauscht die Scheibe aus. Wie lange das dauert, hängt vom Automodell ab.
  • Die Werkstatt rechnet dann direkt mit Ihrem Kfz-Versicherer ab. Sie erhalten von der Werkstatt nur eine Rechnung in Höhe Ihres vereinbarten Selbstbehaltes. Nur diesen Betrag bezahlen Sie selbst.

Loch in der Scheibe – Reparatur

Gibt es in der Scheibe nur ein kleines Loch oder einen kleinen Einschlag und liegt dieses/dieser nicht direkt im Sichtfeld des Fahrers, kann dies meist repariert werden.

Diese Leistung ist in der Teilkasko bei vielen Kfz-Versicherern für den Versicherten inzwischen kostenlos.

Scheibe wird repariert: Was muss ich tun?

  • Sie fahren zum Glasdienst oder in die Fachwerkstatt, geben Ihre Kfz-Versicherung an und lassen das Loch verschließen.
  • Für Sie ist die Sache damit erledigt. Die Werkstatt rechnet die Leistung mit der Kfz-Versicherung ab.
  • Die Schadensmeldung sollten Sie spätestens nach sieben Tagen an den Kfz-Versicherer übermitteln. Das geht per Telefon, per Mail oder per Brief.

Scheibe wurde eingeschlagen – was nun?

Wurde die Scheibe durch einen Unbekannten eingeschlagen (sogenannter Vandalimus-Schaden), zahlt nur die Vollkaskoversicherung.

In diesem Fall müssen Sie die vereinbarte Selbstbeteiligung selber zahlen. Außerdem steigt im darauffolgenden Versicherungsjahr der Beitrag, da Sie in der Vollkasko-Schadenfreiheitsklasse schlechter eingestuft werden.

Haben Sie keine Vollkaskoversicherung abgeschlossen, bleiben Sie auf den Kosten sitzen.

Ist der Verursacher des Schadens bekannt, muss dieser für die Reparatur der Scheibe aufkommen.

Antworten auf Ihre Fragen 

Ist ein Glasschaden steuerlich absetzbar?

Bei privaten Fahrten geht das nicht.

Passiert der Steinschlag aber bei Angestellten auf dem Arbeitsweg, also auf dem direkten Weg von der Wohnstätte zur Arbeitsstätte, können alle Ausgaben als Werbungskosten in der Anlage N geltend gemacht werden. Gleiches gilt für vom Arbeitgeber veranlasste Fahrten mit dem eigenen Pkw.

Selbstständige können die entstehenden Kosten als Betriebsausgaben absetzen.

 

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Michael Langenwalter

Redakteur Michael Langenwalter

Der Motorjournalist ist Experte im Bereich der Kfz-Versicherung sowie Fachmann für Pkw-Neuheiten.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.