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Was bedeutet Nutzungsausfallentschädigung?

Lesezeit 2 Min.
aktualisiert am 25.02.2021

Sie bekommen eine Nutzungsausfallentschädigung, wenn Ihr Auto bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall so stark beschädigt wurde, dass Sie es so nicht mehr fahren können.

Außerdem gelten diese weiteren Voraussetzungen:

  • Sie sind nicht der Unfallverursacher.
  • Sie benötigen regelmäßig ein Auto.
  • Sie haben kein geeignetes Zweitfahrzeug

Für Freizeitfahrzeuge wie Quads und Wohnmobile gibt es in aller Regel keine Nutzungsausfallentschädigung.

Gibt es bei Totalschaden eine Entschädigung?

Auch bei einem Totalschaden des Autos haben Sie einen Anspruch auf die Nutzungsentschädigung. Berücksichtigt wird die Zeit für die Suche nach einem Ersatzwagen bis zum Kauf beziehungsweise der Lieferung des Pkw. Es muss sich aber in einem angemessenen Zeitrahmen bewegen.

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Wer bezahlt den Nutzungsausfall?

Den Nutzungsausfall bekommen Sie von der Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers bezahlt.

Alternativ können Sie sich ersatzweise auch einen Mietwagen auf Kosten der gegnerischen Kfz-Haftpflicht nehmen. Der Leihwagen sollte eine Fahrzeugkategorie niedriger als Ihr eigenes Auto eingestuft sein.

Wie lange wird entschädigt?

Im Normalfall bezahlen Kfz-Versicherungen eine Ausfallentschädigung für maximal 14 Tage nach dem Unfall. In dieser Zeit sollte das Auto repariert sein. Nur im begründeten Einzelfall wird länger entschädigt.

Was ist bei einer Teilschuld?

Wenn Sie eine Teilschuld am Unfall haben, kürzt die Versicherung die Nutzungsausfallentschädigung an Sie um den Schuldanteil – also beispielsweise bei einer festgestellten Mitschuld von 20 Prozent um diesen Anteil.

Haben Sie sich für einen Mietwagen entschieden, müssen Sie einen Teil der Mietwagenkosten selbst tragen.

Wie wird die Entschädigung berechnet?

Wie viel Geld Sie bekommen, berechnet sich nach der Nutzungsausfalltabelle (EurotaxSchwacke). Die Tabelle enthält 11 Entschädigungsgruppen mit spezifischen Entschädigungshöhen pro Tag.

Die individuelle Zuordnung nimmt bei jedem Schadenfall ein damit beauftragter Sachverständiger vor. Er kalkuliert auch, wie lange die Reparatur oder Wiederbeschaffung dauern wird.

Jedes Fahrzeugmodell (es gibt rund 38.000) wird einer der Gruppen A bis L zugeordnet. Entscheidend sind neben dem Modell unter anderem die Kriterien:

  • Hubraum
  • Wert
  • Alter
  • Ausstattung

Junge Sportwagen oder Oberklassen-Limousinen sind somit in einer hohen Entschädigungsgruppe. Die Entschädigung ist entsprechend höher als für einen alten Klein- oder Kompaktwagen.

Gruppe

Tagessatz

A

23 €

B

29 €

C

35 €

D

38 €

E

43 €

F

50 €

G

59 €

H

65 €

J

79 €

K

119

L

175 €

Für Motorräder gibt es eine eigene Nutzungsausfallentschädigungstabelle mit 9 Gruppen. Entscheidend für die Eingruppierung ist der Hubraum. Die Entschädigungszahlung reicht von 10 Euro am Tag (Hubraum bis 50 ccm) bis 65 Euro am Tag (Hubraum über 1.200 ccm oder 72 kW).

Nutzungsausfallentschädigung – wie beantragen?

Den Antrag auf Nutzungsausfallentschädigung stellen Sie schriftlich beim Kfz-Versicherer des Unfallverursachers.

Das geht nur, wenn Sie zuvor einen zur Verfügung gestellten Ersatzwagen abgelehnt haben.

Im Schreiben sollten diese Informationen enthalten sein:

  • Persönliche Angaben (Name, Adresse, Geburtsdatum)
  • Fahrzeugangaben (Alter, Marke und Modell, Ausstattung)
  • Unfallzeitpunkt
  • Höhe der durch einen Gutachter ermittelten Nutzungsausfallentschädigung
  • Nutzungswille und Nutzungsmöglichkeit
  • Bankverbindung

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Sascha Rhode

Autor: Sascha Rhode

Experte für Kfz-Versicherung sowie automobilen Entwicklungen im Pkw- und Motorradbereich.

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