Beginn, Dauer, Verlängerung, Strafen

Probezeit beim Führerschein

Lesezeit 1 Min.
aktualisiert am 05.05.2020
Foto: CHECK24/Früchtnicht

Korrekt heißt die Probezeit beim Führerschein „Fahrerlaubnis auf Probe”. Während dieser Zeit müssen sich Fahranfänger bewähren. Während der Probezeit herrscht ein striktes Alkoholverbot am Steuer (Null-Promille-Grenze).

Wann beginnt die Probezeit?

Die Probezeit beginnt am Tag der bestandenen praktischen Fahrprüfung. Erst nach der Probezeit wird die Fahrerlaubnis dauerhaft erteilt.

Wie lange ist die Probezeit?

Die Probezeit beträgt zwei Jahre.  

Wer in der Probezeit bei einem schweren Verkehrsverstoß erwischt wird (zum Beispiel zu dicht auffahren oder zu schnell fahren, Alkohol/Drogen), erhält eine verlängerte Probezeit von insgesamt 4 Jahren.

Für wen gilt die Probezeit?

Die Probezeit gilt für Motoradfahrer (Führerscheinklasse A1) und Autofahrer (Führerscheinklasse B).

Bei „kleineren” Führerscheinklassen wie AM (Moped) und L beziehungsweise T (Traktor) gibt es keine Probezeit.

Was passiert bei einem Unfall in der Probezeit?

Verursachen Sie in der Probezeit einen Autounfall, kommt es darauf an, welcher Verkehrsverstoß den Unfall ausgelöst hat.

Bei leichten Verkehrsverstößen ist Ihre Probezeit nicht in Gefahr.

Bei einem schweren Verstoß (A-Verstoß) mit Bußgeld und Punkt(en) in Flensburg:

  • wird Ihre Probezeit um 2 Jahre verlängert
  • müssen Sie ein Aufbauseminar machen
  • wird unter Umständen eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) angeordnet

Schwere Verkehrsverstöße sind zum Beispiel:

  • geblitzt und über 21 km/h zu schnell gefahren
  • Vorfahrt missachtet
  • rote Ampel überfahren

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Sascha Rhode

Redakteur Sascha Rhode

Schreibt, seit er lesen kann. Seit 2012 ist er für CHECK24 auf Mission Kfz unterwegs. Privat steht er auf altes Eisen – auf vier wie zwei Rädern.

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