So kommt der Strom in den Akku

E-Autos: Diese Ladestecker gibt es

aktualisiert am 03.05.2018
Foto: Nissan

Wer ein Elektrofahrzeug aufladen möchte, braucht eine Ladesäule mit kompatiblem Stecker. Ein weltweit einheitliches Ladesystem gibt es nicht.

Auf diese Ladesysteme und -stecker setzen die Hersteller bei ihren Elektroautos:

Typ-1

Beim Typ-1-Ladesystem wird das Elektroauto mit Wechselstrom geladen.

Der Ladevorgang erfolgt einphasig. Damit können die Batterien im Fahrzeug mit bis zu 32 Ampere beziehungsweise 7,4 Kilowatt in der Stunde aufgeladen werden.

Wie bei der Sprit-Zapfsäule auch ist der Ladestecker fest mit der Ladestation verbunden.

Sind der Stecker und die Buchse des Autos verbunden, kommunizieren beide Systeme miteinander. Dabei wird unter anderem festgelegt, wie hoch die Ladeleistung in die Akkus des Wagens sein darf.

Das Typ-1-System ist vor allem in den USA und Asien Standard.

Elektrofahrzeuge von den folgenden Herstellern sind für diesen Ladetypen ausgerüstet:

  • General Motors
  • Citroën
  • Honda
  • Mitsubishi
  • Nissan
  • Peugeot
  • Toyota

Typ-2

Der Ladetyp-2 liefert ebenfalls Wechselstrom.

Der Typ-2 erlaubt ein- bis dreiphasiges Laden. Elektroautos können deshalb mit bis zu 63 Ampere beziehungsweise 43 Kilowatt in der Stunde mit Strom gespeist werden. Somit können Akkus deutlich schneller wieder aufgeladen werden als mit dem Typ-1.

Das Typ-2-System ist vor allem in Europa verbreitet.

Unter anderem diese Autobauer verwenden diesen Standard für ihre Elektroautos:

  • BMW
  • Daimler
  • Nissan
  • Porsche
  • Renault
  • Tesla
  • VW

CHAdeMO:

Dieses Ladesystem stellt Gleichstrom zur Verfügung, wie er aus einer normalen Steckdose kommt.

CHAdeMO ist weltweit verbreitet und ermöglicht derzeit in der Regel eine Schnellladefunktion mit bis zu 50 Kilowatt pro Stunde.

Diese Hersteller nutzen den Standard:

  • Citroen
  • Honda Mitsubishi
  • Nissan
  • Peugeot
  • Tesla (mit Adapter)
  • Toyota

CSS/Combo 2

Das CSS-Ladesystem (Combined Charging System) unterstützt sowohl das Laden mit Gleichstrom als auch mit Wechselstrom.

Der Stecker hat deshalb oben einen Typ-2-Anschluss. Darunter befinden sich zwei Pole für Gleichstrom.

Elektrofahrzeuge, die für dieses System ausgelegt sind, haben entsprechend eine kombinierte AC/DC-Ladebuchse  Combo 2) an Bord.

CSS gibt es in Deutschland an jeder neueren öffentlichen Schnellladestation. Außerdem unterstützen die einheimischen sowie koreanischen Autohersteller dieses System.

Tesla Supercharger

Die Ladesäulen von Tesla können nur von Elektroautos des Herstellers genutzt werden. Dafür können Tesla-Fahrer hier schnell aufladen. Die Ladeleistung der Supercharger erreicht bis zu 135 Kilowatt.

Die Elektroautomodelle von Tesla wiederum können auch über einen Typ-2-Stecker und mit Adapter am CHAdeMO-System aufgeladen werden.

Laden mit Gleichstrom und Wechselstrom

Wird ein Elektroauto mit Gleichstrom geladen, befindet sich das Ladegerät im Fahrzeug. Aus Kosten- und Gewichtsgründen ist die mögliche Ladeleistung meist aber recht niedrig. Es dauert also relativ lange, die Akkus aufzuladen.

Wird ein Elektroauto mit Wechselstrom geladen, steckt der Großteil der Ladetechnik dagegen in der stationären Ladesäule. Der Strom kann „mit mehr Druck“ in die Batterien gespeist werden. Entsprechend schnell sind sie wieder voll.

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Sascha Rhode

Redakteur Sascha Rhode

Schreibt, seit er lesen kann. Seit 2012 ist er für CHECK24 auf Mission Kfz unterwegs. Privat steht er auf altes Eisen – auf vier wie zwei Rädern.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.
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