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Basisrente Lexikon

Buchstabe A

Alterseinkünftegesetz

Das Alterseinkünftegesetz trat 2005 in Kraft. Kernpunkt des Gesetzes ist die Umstrukturierung der steuerlich geförderten Altersvorsorge. Es besagt, dass Renten künftig stärker besteuert werden. Dieser Übergang zur sogenannten „nachgelagerten Besteuerung“ erfolgt Schritt für Schritt, sodass ab dem Jahr 2040 für die gesamte Altersrente Steuern bezahlt werden müssen.

Im Gegenzug können die Beiträge für die Altersvorsorge während der Ansparphase steuerlich geltend gemacht werden.

Buchstabe B

Basisrente für Arbeitnehmer

Die Basisrente bildet gemeinsam mit der gesetzlichen Rentenversicherung die Basisversorgung. Für diese Vorsorge können Arbeitnehmer insgesamt 88 Prozent von maximal 24.305 Euro pro Jahr (Stand: 2019) von der Steuer absetzen. Für Verheiratete gilt der doppelte Betrag. Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung – inklusive des Arbeitgeberanteils – reduzieren hierbei den Beitrag, der steuerlich abgesetzt werden kann.

Basisrente für Freiberufler

Freiberufler können die Differenz zwischen dem Beitrag zum Versorgungswerk und dem Höchstbeitrag von 24.305 Euro steuerlich geltend machen.

Basisrente für Selbstständige

Auch Selbstständige können ihre Beiträge steuerlich geltend machen. Da sie in der Regel nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, können sie den gesamten Höchstbeitrag für die Basisrente nutzen.

Besteuerung von Basisrenten

Die monatliche Rente wurde 2005 mit dem Alterseinkünftegesetz zu 50 Prozent dem Einkommen zugerechnet und musste entsprechend versteuert werden. Bis 2020 steigt dieser Satz jährlich um zwei Prozent auf dann 80 Prozent. Bis 2040 steigt er um je ein Prozent pro Jahr. Ab 2040 muss die monatliche Rente dann voll als Einkommen versteuert werden.

Buchstabe N

Nachgelagerte Besteuerung

Durch das Alterseinkünftegesetz wird ab 2005 schrittweise bis 2040 zur nachgelagerten Besteuerung übergegangen. Das bedeutet vereinfacht ausgedrückt, dass einerseits die Aufwendungen für die private Altersversorgung steuerfrei gestellt werden, aber dafür die Rente als Einkommen später voll versteuert werden muss.

Buchstabe S

Schonvermögen

Beim Bezug von Hartz IV oder einer Privatinsolvenz stellt das in einer Basisrente angesparte Kapital ein Schonvermögen dar, das nicht verwertet werden darf.

Steuerliche Absetzbarkeit der Basisrente

Die Basisrente ist nicht sofort zu 100 Prozent absetzbar. Im Startjahr 2005 waren 60 Prozent des Beitrags absetzbar. Seitdem steigt der Prozentsatz jährlich an, bis im Jahr 2025 die volle Absetzbarkeit der Beiträge erreicht ist.

Buchstabe V

Vererben von Basisrenten

Basisrenten sind nicht vererbbar. Wer vermeiden möchte, dass die Hinterbliebenen im Todesfall leer ausgehen, kann eine Hinterbliebenenzusatzversicherung im Vertrag vereinbaren.

Buchstabe Z

Zusatzversicherungen zur Basisrente

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, Zusatzversicherung in einen Basisrentenvertrag einzubauen, wenn diese weniger als 50 Prozent des Beitrags ausmachen. Berufsunfähigkeits- und Risikolebensversicherungen lassen sich auf diese Weise von der Steuer absetzen. Allerdings müssen Leistungen aus Berufsunfähigkeitsversicherungen, die als Anhängsel von Basisrentenverträgen abgeschlossen wurden, im Leistungsfall voll versteuert werden. Für private Berufsunfähigkeitsversicherungen gilt hingegen etwa die wesentlich günstigere Ertragsanteilbesteuerung.