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Private Krankenversicherung kündigen

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Private Krankenversicherung kündigen

Wer seine private Krankenversicherung kündigen möchte, um zu einem anderen Anbieter zu wechseln, hat dafür ein ordentliches Kündigungsrecht. Dies ist im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) geregelt. Mit einer Frist von drei Monaten zum Ende eines Versicherungsjahres lässt sich ein bestehender Vertrag kündigen.

Da bei vielen Anbietern das Versicherungsjahr mit dem Kalenderjahr identisch ist, muss man bis zum 30. September eines Jahres kündigen, um die Krankenversicherung zum 1. Januar des nächsten Jahres zu wechseln. Dabei ist die Mindestvertragslaufzeit des aktuellen Vertrags zu beachten, die meist ein oder zwei Jahre beträgt. Frühestens nach Ablauf dieser Frist können Sie die Police beenden.

Erhöht die Versicherung die Prämien, haben Versicherte ein außerordentliches Kündigungsrecht. Nachdem Sie eine Mitteilung über die geplante Beitragserhöhung erhalten haben, können Sie den Vertrag innerhalb von zwei Monaten kündigen. Sie haben ebenfalls ein außerordentliches Kündigungsrecht, wenn Sie wieder versicherungspflichtig werden – weil Sie beispielsweise als Angestellter ein Jahreseinkommen unterhalb der Versicherungspflichtgrenze von 59.400 Euro (Stand: 2018) haben. Sie haben dann drei Monate nach Eintritt der Versicherungspflicht Zeit, rückwirkend die private Krankenversicherung zu kündigen. Zu viel gezahlte Beiträge bekommen Sie vom Versicherer erstattet.

Kündigung per Einschreiben senden

Egal ob ordentliche oder außerordentliche Kündigung: Ihr Kündigungsschreiben sollten Sie auf jeden Fall per Einschreiben mit Rückschein an die Gesellschaft senden. Dann haben Sie einen Nachweis, dass Ihre Kündigung tatsächlich fristgerecht bei der Versicherung eingegangen ist.

 

Kündigungsrecht in der privaten Krankenversicherung (PKV)

Ordentliches Kündigungsrecht Frist von 3 Monaten zum Ende des Versicherungsjahrs Stichtag meist 30.09.
Außerordentliches Kündigungsrecht nach Mitteilung über Beitragserhöhung:
Frist von 2 Monaten
nach Eintritt der Versicherungspflicht:
Frist von 3 Monaten
 

Einen Wechsel genau prüfen

Vor dem Wechsel einer privaten Krankenversicherung sollte man genau prüfen, ob dies sinnvoll ist. Bei einem Wechsel geht nämlich ein Teil der angesparten Alterungsrückstellungen – auch Altersrückstellungen genannt – verloren. Ein Wechsel ist in der Regel dann ohne Nachteile möglich, wenn der Versicherte gesund ist und der Vertrag noch nicht sehr lange läuft. Ansonsten ist es besser, beim gleichen Versicherer in einen anderen Tarif zu wechseln.

Bestätigung über neue Versicherung notwendig

Seit 2009 gibt es in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht. Daher benötigen Sie von Ihrem neuen Versicherer oder beim Wechsel zur GKV von Ihrer Krankenkasse in jedem Fall einen Nachweis über die Anschlussversicherung. Diesen müssen Sie Ihrer alten Gesellschaft rechtzeitig innerhalb der Kündigungsfrist vorlegen, damit die Kündigung wirksam wird.

Als Versicherungsnehmer sind Sie hingegen grundsätzlich vor einer Kündigung durch die Gesellschaft geschützt. Es ist gesetzlich geregelt, dass der Versicherer eine private Krankenversicherung nur in absoluten Ausnahmefällen kündigen darf – etwa wenn der Versicherte bei der Gesundheitsprüfung vorsätzlich falsche Angaben gemacht und Vorerkrankungen verschwiegen hat.

Private Krankenversicherung bei Arbeitslosigkeit

Wer arbeitslos wird und das gesetzliche Arbeitslosengeld (ALG I) bezieht, wird versicherungspflichtig, wenn er jünger als 55 Jahre alt ist. Er muss sich dann bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichern und seine PKV kündigen. Allerdings können sich arbeitslose Privatversicherte von dieser Versicherungspflicht befreien lassen, wenn sie in den letzten fünf Jahren privat versichert waren.

Auswandern innerhalb Europas oder weltweit

Der Versicherungsschutz einer privaten Krankenversicherung gilt grundsätzlich in allen europäischen Ländern, die zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) gehören. Dies sind neben den EU-Staaten die Länder Island, Liechtenstein und Norwegen. Daher können Versicherte ihre PKV grundsätzlich weiterführen, wenn sie ihren Wohnsitz in eines dieser Länder verlegen sollten. Allerdings erbringt die Versicherung nur Leistungen, die sie auch in Deutschland übernehmen würde.

Bei einem Umzug in ein Land außerhalb Europas endet die Versicherung in der Regel, wenn dies dem Versicherer gemeldet wird. Eine Kündigungsfrist muss dann nicht eingehalten werden. Wer plant, wieder nach Deutschland zurückzukehren, sollte eine Anwartschaftsversicherung abschließen. Mit einer solchen Anwartschaft sichert man sich das Recht, später ohne erneute Gesundheitsprüfung in seinen alten Tarif zurückzukehren.

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