Im Sommer gibt es fast nichts Schöneres als sich in einem Fluss, See oder Meer abzukühlen. Doch das Schwimmen im freien Gewässer hat seine Tücken. Wir geben Tipps, wie Sie den Outdoor-Badespaß möglichst sicher genießen.
Nach einer Statistik der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sind im Jahr 2023 in Deutschland mindestens 378 Menschen ertrunken – das sind 23 Todesfälle mehr als im Vorjahr. Laut der DLRG ist das Risiko für einen Badeunfall besonders hoch, wenn man in unbewachten Seen oder Flüssen schwimmt.
Wir geben Ihnen wichtige Tipps, damit Sie auch beim Baden in freien Gewässern sicher unterwegs sind.
Wer im Freiwasser lange Strecken schwimmt, sollte eine Schwimmboje mit sich führen. Sie kann bei einem Krampf lebensrettend sein und zeigt zudem Surfern oder Bootsfahrern von weitem an, dass ein Schwimmer unterwegs ist.
Auf Unterkühlung achten
Im Wasser kühlt der menschliche Körper schneller aus. Besonders bei Kindern sollten Sie darauf achten, ob diese anfangen zu bibbern oder bläuliche Lippen bekommen. Dann sollten sie schnell aus dem Wasser. Auch Menschen mit wenig Unterfettgewebe kühlen schneller aus. Bei einer Unterkühlung werden Menschen apathisch und reagieren kaum noch, wenn man sie anspricht. Wärmen Sie eine unterkühlte Person mit einer Decke auf und geben Sie ihr etwas Warmes zu trinken.
Kinder stets im Auge behalten
Behalten Sie kleinere Kinder stets im Auge und in Reichweite, auch in Ufernähe. Schwimmhilfen wie Schwimmflügel schützen nicht zuverlässig vor dem Ertrinken. Auch Luftmatratzen und andere aufblasbare Badespielzeuge sind nur für flaches Wasser in Ufernähe geeignet. Kinder, die noch nicht schwimmen können, sollten damit niemals in tieferes Wasser hinauspaddeln.
Sehen Sie einen Schwimmer in Not, sollten Sie zuallererst einen Notruf absetzen. Innerhalb der EU gilt länderübergreifend die Nummer 112. Ein Schwimmer, der in Not ist, wird sich in Panik an allem festhalten, was er zu greifen kriegt. Nur ein sehr sicherer Schwimmer, am besten ein Rettungsschwimmer, sollte sich daher dem Ertrinkenden nähern. Helfen Sie falls möglich vom Ufer aus und werfen Sie der Person einen Rettungsring oder einen anderen Gegenstand zu, der Auftrieb gibt – etwa eine Luftmatratze oder ein Paddel.