Sie sind hier:

Schäden in der Kfz-Versicherung

Lesezeit 5 Min.

Hagelschaden

Ein Hagelschaden am Fahrzeug wird von der Teilkasko beglichen. Oft sind Karosserie und Scheiben betroffen.

Ein Hagelschaden wird von einem Gutachter Ihrer Teilkaskoversicherung angesehen. Dieser schätzt, was die Behebung des Schadens in einer Kfz-Werkstatt kosten wird.

weiterlesen »

Steinschlagschaden

Steinschlagschäden kann es an der Karosserie oder am Glas geben. Bei einem (Lack)Schaden an der Karosserie durch einen Stein hilft meist nur eine Vollkakoversicherung weiter.

Beschädigt ein hochgewirbelter Stein eine Autoscheibe oder die Lichtanlage, ist es hingegen ein Fall für Ihre Teilkasko.

weiterlesen »

Autodiebstahlschaden

Die Folgen eines Autodiebstahles sind durch eine Teilkasko versichert. Sie haftet bei Fahrzeugdiebstahl, Fahrzeugaufbruch und Teilediebstahl.

Taucht das Auto nicht mehr auf, bekommen Sie den Wiederbeschaffungswert beziehungsweise Neuwert (wenn es ein Neuwagen war) von Ihrem Kaskoversicherer erstattet.

weiterlesen »

Marderschaden

Bisse von Steinmardern können schwere Fahrzeugschäden verursachen. Über eine Teilkaskoversicherung sind auf jeden Fall direkte Marderschäden (etwa der Austausch eines beschädigten Zündkabels) versichert.

Gute Teilkaskotarife bezahlen auch Folgeschäden (etwa einen Motorschaden aufgrund eines zerbissenen Kühlschlauches).

weiterlesen »

Wildschaden/Wildunfall

Standardmäßig sind Zusammenstöße mit Wildtieren nach dem Bundesjagdgesetz (etwa Reh) durch eine Teilkasko abgedeckt.

Leistungsstarke Tarife beinhalten dagegen Autounfälle mit Tieren aller Art. Abgerechnet wird ein Wildunfall anhand eines Gutachtens oder eines Kostenvoranschlags einer Kfz-Werkstatt.

weiterlesen »

Sturmschaden

Damit Ihre Teilkaskoversicherung einen Sturmschaden übernimmt, müssen Windgeschwindigkeiten über 63 km/h geherrscht haben.

Eine Teilkasko leistet bei mittelbaren Unwetterschäden, etwa wenn ein Baum auf Ihr geparktes Autos kracht. Für unmittelbare Sturmschäden (etwa, wenn Sie gegen einen umgestürzten Baum fahren) ist die Vollkasko zuständig.

weiterlesen »

Glasschaden

Ein Glasschaden am Auto entsteht meist durch Steinschlag. Dann haftet die Teilkaskoversicherung. Das defekte Teil (Scheibe, Scheinwerfer, Spiegel) wird repariert oder ausgetauscht. Versichert sind auch Kuststoffscheiben.

Ist ein Glasbruch selbst verursacht oder durch Vandalismuss/Fahrerflucht entstanden, greift nur ein Vollkaskoschutz.

weiterlesen »

Parkschaden

Für Parkschäden gibt es in manchen Tarifen eine Erweiterung der Teilkasko. Versichert sind dann durch Unbekannte und/oder selbst verursachte Parkschäden an Ihrem Pkw.

Beschädigen hingegen Sie mit Ihrem Wagen ein anderes Fahrzeug auf einem Parkplatz, ist das ein Fall für Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung.

weiterlesen »

Kurzschlussschaden

KurzschlussschadenEin Kurzschluss in der Elektrik eines Fahrzeuges kann teuer werden – gerade bei modernen Autos, din denen immer mehr elektronische Bauteile stecken.

Schäden durch Kurzschlüsse in der Elektronik Ihres Fahrzeuges sind in einer Teilkaskoversicherung abgedeckt. Oft sind jedoch Folgeschäden nicht automatisch mit versichert.

weiterlesen »

Totalschaden

Bei einem Totalschaden ist die Frage wichtig, wie es dazu gekommen ist. Je nach Verursacher bezahlt den Totalschaden Ihre beziehungsweise die Kfz-Haftpflicht des Unfallverursachers, Ihre Teilkasko oder Ihre Vollkasko.

Außerdem ist es bei einem Totalschaden relevant, ob es sich um einen wirtschaftlichen oder technischen Totalschaden handelt.

weiterlesen »

Fragen und Antworten

Was ist bei der Unfallmeldung wichtig?

Einen Unfall beziehungsweise einen Schaden und damit einen Versicherungsfall melden Sie Ihrer Kfz-Versicherung umgehend - spätestens binnen sieben Tage.

  • Machen Sie detaillierte und korrekte Angaben zum Unfallhergang.
  • Fotos erleichtern die Einschätzung des Schadens. Machen Sie Bilder sowohl von den Schäden selbst als auch von der Unfallstelle – etwa der Position der Unfallfahrzeuge.
  • Damit die Versicherung den Schadensfall zügig bearbeiten kann, hilft es, die Daten der Unfallbeteiligten sowie deren Kfz-Versicherung zu haben.
  • Wurde der Unfall/Schaden von der Polizei aufgenommen, geben Sie Ihrer Versicherung das entsprechende Aktenzeichen.

Wie funktioniert die Schadensregulierung?

Bei der Schadensregulierung prüft die Kfz-Versicherung einen Versicherungsschaden.

  • Schäden anderer übernimmt die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflicht.
  • Schäden an Ihrem Auto dagegen sind Sache der optionalen Teilkasko oder Vollkasko.

Im Rahmen einer Schadensregulierung übernimmt eine Kfz-Versicherung den gesamten Ablauf, unter anderem:

  • Sachverhalt prüfen
  • Kontakt mit Polizei, Unfallbeteiligten und Zeugen aufnehmen
  • Kfz-Sachverständigen zur Begutachtung der Fahrzeugschäden beauftragen

Bei berechtigten Ansprüchen bezahlt die Versicherung einen entsprechenden Schadenersatz an die Geschädigten. Sie wehrt aber auch unberechtigte Ansprüche ab.

Unfälle im Ausland

Bei einem unverschuldeten Unfall im Ausland bekommen Sie als Geschädigter Ihr Geld durch eine Direktregulierung schneller. Dabei geht Ihre eigene Kfz-Haftpflicht in Vorleistung und bezahlt Ihnen den Schaden. Die Gesellschaft holt sich das Geld dann später vom Kfz-Versicherer des Unfallverursachers zurück.

Welche Frist gilt beim Schadenrückkauf?

Die Frist für einen Schadenrückkauf beträgt ja nach Kfz-Versicherer zwischen 6 und 12 Monate.

Die Frist beginnt, sobald die Gesellschaft Ihnen die Regulierung und die Höhe des beglichenen Schadens mitteilt.

Ob sich die Bezahlung eines Versicherungsschadens aus der eigenen Tasche lohnt, ist eine individuelle Abwägung. Hier spielen die Höhe des Schadens ebenso eine Rolle wie Ihr aktuelles Beitragsniveau und die Auswirkungen der Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse.

Ein Schadenrückkauf ist vor allem bei geringen Schadenssummen bis zu einer Höhe von etwa 1.000 Euro empfehlenswert.

Durch einen Schadenrückkauf bezahlen Sie Ihrer Kfz-Versicherung (Kfz-Haftpflicht oder Vollkasko) die Schadenssumme komplett zurück.

Damit vermeiden Sie eine Rückstufung in Ihrer Schadenfreiheitsklasse und daraus resultierende höhere Beiträge in den Folgejahren.

Was ist ein Bagatellschaden?

In der Kfz-Versicherung liegt ein Bagatellschaden vor, wenn:

  • es sich um einen Blechschaden handelt und
  • wenn die Schadenssumme niedrig ist – maximal rund 1.000 bis 1.500 Euro.

Bei einem Bagatellschaden kommt die Polizei in aller Regel nicht zur Unfallaufnahme. Sie sollten das Schadenszenario deshalb selbst so gut wie möglich dokumentieren.

Wie teuer ein Unfallschaden tatsächlich ist, steht erst nach einer Beurteilung durch einen Kfz-Sachverständigen oder einen Kostenvoranschlag einer Kfz-Werkstatt fest.

Melden Sie daher auch vermeintlich kleine Bagatellschäden Ihrer Kfz-Versicherung.

Nach Abschluss des Versicherungsfalles können Sie immer noch entscheiden, ob Ihre Versicherung den Schaden tatsächlich übernehmen soll oder ob Sie Ihn zurückkaufen.

Was ist ein Vermögensschaden?

In der Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es zwei Arten von Vermögensschäden:

  • unechten Vermögenschaden
  • echten Vermögensschaden

Vermögensschäden werden von der Kfz-Haftpflichtversicherung bis 50.000 Euro gedeckt.

Unechter Vermögensschaden

Bei einem unechten Vermögensschaden gibt es einen direkten Zusammenhang mit einem Personen- und Sachschaden aufgrund eines Verkehrsunfalles.

Beispiel unechter Vermögensschaden

Ein Unfallbeteiligter muss seine Verletzungen im Krankenhaus behandeln lassen. Er kann deshalb einen wichtigen Geschäftstermin nicht wahrnehmen. Das Geschäft kommt nicht zustande. Den dadurch erlittenen finanziellen Verlust gleicht Ihre Kfz-Haftpflicht aus.

Echter Vermögensschaden

Ein echter Vermögensschaden resultiert NICHT aus einem Personen- oder Sachschaden.

Beispiel echter Vermögensschaden

Sie parken mit Ihrem Auto die Garage eines Nachbarn zu. Dieser erwischt deshalb seinen gebuchten Flug nicht mehr. Daraus folgenden Mehrkosten trägt Ihre Kfz-Haftpflicht.

Wer zahlt bei Personenschaden?

Bei Personenschäden durch einen mit Ihrem Pkw verschuldeten Verkehrsunfall ist Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung zuständig.

Die Kfz-Haftpflicht bezahlt Schadensersatz für:

  • die Insassen Ihres Autos (außer dem Fahrer)
  • alle anderen Unfallbeteiligten

Bei Personenschäden liegt die Versicherungssumme bei mindestens 7,5 Millionen Euro. Viele Tarife haben jedoch höhere Deckungssummen. Diese können bis zu 15 Millionen Euro je geschädigter Person und maximal 100 Millionen Euro insgesamt betragen (Stand Juni 2019).

Bei einem Personenschaden können verschiedene Kosten entstehen, unter anderem:

  • Heilbehandlungskosten (zum Beispiel Arzt- und Krankenhauskosten, Reha-Maßnahmen, Pflegekosten und Hilfsmittel)
  • Schmerzensgeld
  • Verdienstausfall
  • Unterhalt (wenn der Beruf dauerhaft nicht mehr ausgeübt werden kann)
  • Begräbniskosten (bei Todesfall)

Sind diese Informationen hilfreich?

Sascha Rhode

Redakteur Sascha Rhode

Experte für Kfz-Versicherung sowie automobilen Entwicklungen im Pkw- und Motorradbereich.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.