Sie sind hier:

Schäden bei der Kfz-Versicherung

Lesezeit 4 Min.

Die Kfz-Versicherung deckt die Risiken für zahlreiche Schäden ab, unter anderem auch den Parkschaden.

Hagelschaden

HagelschadenEin Hagelschaden am Fahrzeug wird von der Teilkasko beglichen.

weiterlesen

Steinschlag

SteinschlagschadenSteinschlagschäden kann es an der Karosserie oder am Glas geben.

weiterlesen

Autodiebstahl

AutodiebstahlDie Folgen eines Autodiebstahles sind durch eine Teilkasko versichert.

weiterlesen

Marderschaden

MarderschadenBisse von Steinmardern können massive Fahrzeugschäden verursachen.

weiterlesen

Wildschaden

WildschadenEin Wildschaden am Fahrzeug ist über eine Teilkasko gedeckt.

weiterlesen

Sturmschaden

SturmschadenAutos können bei heftigen Unwettern stark beschädigt werden.

weiterlesen

Glasschaden

GlasschadenEinen Glasschaden übernimmt entweder die Teil- oder Vollkasko.

weiterlesen

Winterschäden

WinterschädenEine Vollkasko greift bei Winterschäden am betroffenen Pkw.

weiterlesen

Kurzschlussschaden

KurzschlussschadenEin Kurzschluss in der Elektrik eines Fahrzeuges kann teuer werden.

weiterlesen

Totalschaden

UnfallschadenBei einem Totalschaden nach einem Unfall ist die Wertermittlung wichtig.

weiterlesen

Fragen und Antworten

Was ist bei der Unfallmeldung wichtig?

Einen Unfall beziehungsweise einen Schaden und damit einen Versicherungsfall melden Sie Ihrer Kfz-Versicherung umgehend - spätestens binnen sieben Tage.

  • Machen Sie detaillierte und korrekte Angaben zum Unfallhergang.
  • Fotos erleichtern die Einschätzung des Schadens. Machen Sie Bilder sowohl von den Schäden selbst als auch von der Unfallstelle – etwa der Position der Unfallfahrzeuge.
  • Damit die Versicherung den Schadensfall zügig bearbeiten kann, hilft es, die Daten der Unfallbeteiligten sowie deren Kfz-Versicherung zu haben.
  • Wurde der Unfall/Schaden von der Polizei aufgenommen, geben Sie Ihrer Versicherung das entsprechende Aktenzeichen.

Wie funktioniert die Schadensregulierung?

Bei der Schadensregulierung prüft die Kfz-Versicherung einen Versicherungsschaden.

  • Schäden anderer übernimmt die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflicht.
  • Schäden an Ihrem Auto dagegen sind Sache der optionalen Teilkasko oder Vollkasko.

Im Rahmen einer Schadensregulierung übernimmt eine Kfz-Versicherung den gesamten Ablauf, unter anderem:

  • Sachverhalt prüfen
  • Kontakt mit Polizei, Unfallbeteiligten und Zeugen aufnehmen
  • Kfz-Sachverständigen zur Begutachtung der Fahrzeugschäden beauftragen

Bei berechtigten Ansprüchen bezahlt die Versicherung einen entsprechenden Schadenersatz an die Geschädigten. Sie wehrt aber auch unberechtigte Ansprüche ab.

Unfälle im Ausland

Bei einem unverschuldeten Unfall im Ausland bekommen Sie als Geschädigter Ihr Geld durch eine Direktregulierung schneller. Dabei geht Ihre eigene Kfz-Haftpflicht in Vorleistung und bezahlt Ihnen den Schaden. Die Gesellschaft holt sich das Geld dann später vom Kfz-Versicherer des Unfallverursachers zurück.

Welche Frist gilt beim Schadenrückkauf?

Die Frist für einen Schadenrückkauf beträgt ja nach Kfz-Versicherer zwischen 6 und 12 Monate.

Die Frist beginnt, sobald die Gesellschaft Ihnen die Regulierung und die Höhe des beglichenen Schadens mitteilt.

Ob sich die Bezahlung eines Versicherungsschadens aus der eigenen Tasche lohnt, ist eine individuelle Abwägung. Hier spielen die Höhe des Schadens ebenso eine Rolle wie Ihr aktuelles Beitragsniveau und die Auswirkungen der Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse.

Ein Schadenrückkauf ist vor allem bei geringen Schadenssummen bis zu einer Höhe von etwa 1.000 Euro empfehlenswert.

Durch einen Schadenrückkauf bezahlen Sie Ihrer Kfz-Versicherung (Kfz-Haftpflicht oder Vollkasko) die Schadenssumme komplett zurück.

Damit vermeiden Sie eine Rückstufung in Ihrer Schadenfreiheitsklasse und daraus resultierende höhere Beiträge in den Folgejahren.

Was ist ein Bagatellschaden?

In der Kfz-Versicherung liegt ein Bagatellschaden vor, wenn:

  • es sich um einen Blechschaden handelt und
  • wenn die Schadenssumme niedrig ist – maximal rund 1.000 bis 1.500 Euro.

Bei einem Bagatellschaden kommt die Polizei in aller Regel nicht zur Unfallaufnahme. Sie sollten das Schadenszenario deshalb selbst so gut wie möglich dokumentieren.

Wie teuer ein Unfallschaden tatsächlich ist, steht erst nach einer Beurteilung durch einen Kfz-Sachverständigen oder einen Kostenvoranschlag einer Kfz-Werkstatt fest.

Melden Sie daher auch vermeintlich kleine Bagatellschäden Ihrer Kfz-Versicherung.

Nach Abschluss des Versicherungsfalles können Sie immer noch entscheiden, ob Ihre Versicherung den Schaden tatsächlich übernehmen soll oder ob Sie Ihn zurückkaufen.

Was ist ein Vermögensschaden?

In der Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es zwei Arten von Vermögensschäden:

  • unechten Vermögenschaden
  • echten Vermögensschaden

Vermögensschäden werden von der Kfz-Haftpflichtversicherung bis 50.000 Euro gedeckt.

Unechter Vermögensschaden

Bei einem unechten Vermögensschaden gibt es einen direkten Zusammenhang mit einem Personen- und Sachschaden aufgrund eines Verkehrsunfalles.

Beispiel unechter Vermögensschaden

Ein Unfallbeteiligter muss seine Verletzungen im Krankenhaus behandeln lassen. Er kann deshalb einen wichtigen Geschäftstermin nicht wahrnehmen. Das Geschäft kommt nicht zustande. Den dadurch erlittenen finanziellen Verlust gleicht Ihre Kfz-Haftpflicht aus.

Echter Vermögensschaden

Ein echter Vermögensschaden resultiert NICHT aus einem Personen- oder Sachschaden.

Beispiel echter Vermögensschaden

Sie parken mit Ihrem Auto die Garage eines Nachbarn zu. Dieser erwischt deshalb seinen gebuchten Flug nicht mehr. Daraus folgenden Mehrkosten trägt Ihre Kfz-Haftpflicht.

Wer zahlt bei Personenschaden?

Bei Personenschäden durch einen mit Ihrem Pkw verschuldeten Verkehrsunfall ist Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung zuständig.

Die Kfz-Haftpflicht bezahlt Schadensersatz für:

  • die Insassen Ihres Autos (außer dem Fahrer)
  • alle anderen Unfallbeteiligten

Bei Personenschäden liegt die Versicherungssumme bei mindestens 7,5 Millionen Euro. Viele Tarife haben jedoch höhere Deckungssummen. Diese können bis zu 15 Millionen Euro je geschädigter Person und maximal 100 Millionen Euro insgesamt betragen (Stand Juni 2019).

Bei einem Personenschaden können verschiedene Kosten entstehen, unter anderem:

  • Heilbehandlungskosten (zum Beispiel Arzt- und Krankenhauskosten, Reha-Maßnahmen, Pflegekosten und Hilfsmittel)
  • Schmerzensgeld
  • Verdienstausfall
  • Unterhalt (wenn der Beruf dauerhaft nicht mehr ausgeübt werden kann)
  • Begräbniskosten (bei Todesfall)

Sind diese Informationen hilfreich?

Sascha Rhode

Redakteur Sascha Rhode

Experte für Kfz-Versicherung sowie automobilen Entwicklungen im Pkw- und Motorradbereich.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.