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Kosten, Intervall, Anleitung

Ölwechsel beim Auto

aktualisiert am 14.04.2021

Wie oft das Öl wechseln?

Ein Ölwechsel bei einem Fahrzeug steht entweder nach Fahrleistung an. Neues Motoröl ist oft alle 15.000 bis 30.000 Kilometer fällig. Oder der Hersteller gibt einen festen Zeitrahmen vor.

Das Datum des letzten Ölwechsels ist mit Ölsorte und Kilometerstand in der Regel im Motorraum vermerkt.

Was kostet ein Ölwechsel?

Die Kosten eines Ölwechsels hängen vor allem von der benötigten Ölsorte sowie der Ölmenge ab.

In der Kfz-Werkstatt:

Zwischen 25 und 90 Euro kostet ein Ölwechsel in der Kfz-Werkstatt – je nach Automodell und Motor.

Wird auch der Ölfilter gewechselt, kommen rund 15 bis 20 Euro hinzu.

Sie können die Kosten etwas senken, wenn Sie das benötigte Motoröl selbst besorgen und zum Ölwechsel mitbringen.

Viele Werkstätten erlauben dies aus Garantiegründen jedoch nicht. Fragen Sie deshalb besser vor dem Werkstatttermin nach, ob dies möglich ist.

Zu Hause:

Machen Sie den Ölwechsel an Ihrem Auto selbst, ist das natürlich günstiger.

Neben dem Motoröl und dem Filter brauchen Sie Werkzeug und einen geeigneten Arbeitsplatz. Am besten ist eine Garage mit Grube. So kommen Sie bequem an die Ölablassschraube unter dem Auto. Alternativ können Sie das Auto auch vorne mittig mit einem Wagenheber hochbocken.

In der Selbsthilfewerkstatt:

Die Zeit in der Selbsthilfewerkstatt wird nach Stunden abgerechnet. Dafür gibt es hier das notwendige Werkzeug und in der Regel auch das Motoröl sowie den Filter.

Wie oft Ölwechsel machen?

Alle 15.000 bis 30.000 Kilometer steht ein Ölwechsel an.

Das genaue Intervall ist abhängig vom jeweiligen Automodell und von Ihrem Fahrverhalten. Das steht im Serviceheft des Herstellers.Wann der letzte Ölwechsel war, ist oft mit Datum und Kilometerstand auf einem Zettel im Motorraum notiert.

Wie lange dauert ein Ölwechsel?

Knappe 15 Minuten dauert ein Ölwechsel in der Werkstatt (ohne Wartezeit).

Mindestens 1 Stunde dauert der Do-it-yourself-Ölwechsel. Hinzu kommt die Zeit für das Besorgen und Entsorgen von Öl und Filter.

Wie Ölwechsel selbst machen?

Benötigte Teile:

Ölwechsel Material

  • Motoröl in der ausreichenden Menge
  • Neuer Ölfilter (optional)
  • Neue Ölablassschraube samt neuem Dichtring (optional)
  • Werkzeug (Ratschenkasten, Ölauffangbehälter, Trichter, Lappen, eventuell Ölfilterschlüssel/Ölfilterkralle, Wagenheber und Handschuhe)
  • Arbeitskleidung

Vorbereitung:

  • Besorgen Sie Öl und Ölfilter (erhältlich im Kfz-Fachhandel und Baumarkt).
  • Lassen Sie den Motor kurz laufen – 3 Minuten genügen. So werden Schmutzpartikel, die sich abgelagert haben, wieder vom Öl aufgenommen.
  • Schalten Sie den Motor aus.
  • Öffnen Sie die Motorhaube und ziehen Sie den Ölstab etwas heraus. So kann das Öl später besser nach unten abfließen. Öffnen Sie den Öleinfüllstutzen am Motorblock. Hierfür müssen Sie eventuell die Motorabdeckung entfernen.
  • Bocken Sie das Auto hoch (beispielsweise mit einer Hebebühne, Auffahrtrampe oder Wagenheber).
  • Stellen Sie eine Auffangwanne unter den Motor, um das alte Öl darin aufzufangen.

Altöl ablassen:

Ölwechsel Altöl ablassen

  • Lösen Sie mit der Ratsche und der passenden Nuss die Ölablassschraube.
  • Warten Sie, bis alles Öl ausgelaufen ist. Das Altöl können Sie später in den dann leeren Kanister des frisch eingefüllten Öles umfüllen und abgeben.
  • Drehen Sie die Ölablassschraube samt Dichtring wieder ins Gewindeloch. Sie können eine neue verwenden. Die Alte sollte es aber auch noch tun.

Ölfilter austauschen:

Ölwechsel Ölfilter tauschen

  • Entfernen Sie den alten Ölfilter. Wo sich dieser befindet, hängt vom Automodell ab. Oft sitzt der Filter am Motorblock nahe der Ölwanne. Er ist entweder von oben (Motorraum) oder von unten aus zugänglich.
  • Hilfreich zum Lösen ist ein Spezialwerkzeug (passender Ölfilterschlüssel oder eine Ölfilterkralle). Es sollte aber auch mit der bloßen Hand gehen.
  • Stellen Sie ebenfalls die Ölwanne darunter. Im Filter befindet sich noch Restöl, der bei der Demontage heraustropft.
  • Zum Lösen drehen Sie den Filter gegen den Uhrzeigersinn. Auch der Dichtungsring muss sich mit ablösen. Dieser wird ebenfalls entsorgt. Der neue Filter hat eine neue Dichtung.
  • Schmieren Sie auf die Dichtung des neuen Filters etwas frisches Motoröl (mit dem Finger oder einem Pinsel). In den Filter füllen Sie ebenfalls etwas von dem frischen Motoröl.
  • Montieren Sie den neuen Ölfilter und ziehen Sie ihn handfest an.

Motoröl einfüllen:

ölwechsel Öl einfüllen

  • Füllen Sie oben im Motorraum über den Öleinfüllstutzen mit einem Trichter frisches Motoröl in der vom Hersteller angegebenen Menge ein.
  • Schrauben Sie den Deckel des Öleinfüllstutzens wieder drauf.

Ölstand prüfen:

Ölwechsel Ölstand überprüfen

  • Starten Sie den Motor und lassen Sie diesen wieder kurz laufen. Das frische Öl wird nun zum ersten Mal durch den Motor gepumpt.
  • Prüfen Sie den Ölstand anhand des Ölmessstabes. Ist laut Anzeige noch zu wenig Öl im Motor, füllen Sie nach.
  • Notieren Sie sich den Kilometerstand beim Ölwechsel. So wissen Sie, wann wieder ein Ölwechsel laut Herstellerangaben ansteht.

Entsorgung

Altöl und Ölfilter entsorgen Sie sachgerecht – etwa bei dem Geschäft, bei dem Sie die neuen Autoteile kaufen.

Fazit:

Wer Spaß am Autoschrauben hat, kann den Ölwechsel auch als Laie machen. In einer Autowerkstatt geht es aber tendenziell schneller. Zudem wird Ihnen hier die Entsorgung von Altöl und Ölfilter abgenommen. Auch finanziell ist die Ersparnis gering

Antworten auf Ihre Fragen

Warum ist der Ölwechsel wichtig?

Motoröl schmiert die beweglichen Teile im Motor und hat eine Kühlfunktion. So werden Schäden am Motor und Überhitzung vermieden.

Das Öl nutzt sich mit der Zeit ab und verschmutzt durch Ruß und Partikel (etwa Metallabrieb der Motorteile).

Beim Ölwechsel sollten Sie auch den Ölfilter tauschen. Er filtert Fremdstoffe aus dem Öl und setzt sich deshalb zu.

Welches Motoröl nehme ich?

Es gibt Mineralöl und Synthetiköl. Für moderne Pkw wird meist ein Synthetiköl empfohlen. Es ist hochwertiger und langlebiger als reines Mineralöl.

Gängig sind Mehrbereichsöle für alle Jahreszeiten, erkenntlich an dem Kürzel „W” (steht für Wintertauglichkeit). Je niedriger die Zahl vor dem W ist, desto flüssiger ist das Motoröl – und desto besser fließt es auch noch bei kalten Temperaturen.

Welches Motoröl für Ihr Auto geeignet ist, steht in dessen Handbuch. Alternativ helfen auch die Eintragungen im Serviceheft der letzten Inspektionen oder der Ölwechselzettel im Motorraum.

Diese Motoröle werden oft verwendet:

  • 0W40
  • 5W30
  • 5W40
  • 5W50
  • 15W40
  • 15W60

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Sascha Rhode

Autor: Sascha Rhode

Schreibt, seit er lesen kann. Seit 2012 ist er für CHECK24 auf Mission Kfz unterwegs. Privat steht er auf altes Eisen – auf vier wie zwei Rädern.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.