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Handy reinigen – so geht’s!

Für rund 60 Prozent der Deutschen ist das Smartphone mittlerweile alltäglicher Begleiter. Ob auf der Arbeit, in der Bahn, beim Kochen oder im Bett – beinahe überall und zu jeder Zeit wird das Handy mittlerweile benutzt. Kaum überraschend also, dass sich im Laufe eines Tages vielerlei Keime, Bakterien und Erreger auf dem Display sammeln – ein Risikofaktor den es gerade in der aktuellen Situation zu minimieren gilt.

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Grafik zum Thema Handynutzung auf der Toilette.

Handyhygiene

Seit Ausbruch des Coronavirus zu Beginn dieses Jahres wird die Öffentlichkeit angehalten, sich regelmäßig die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Doch sämtliche Hygienebemühungen können umsonst sein, wenn wir nicht ebenso regelmäßig unser Handy reinigen.

Und das ist auch abseits von Corona ratsam, schließlich können sich auf einem Quadratzentimeter des Displays bis zu 4.000 Bakterien tummeln (Statista 2010). Selbst Fäkalbakterien wurden auf den Touchscreens von Smartphones bereits nachgewiesen.

Funktionsfähigkeit erhalten

Die regelmäßige Reinigung des Smartphones ist nicht nur aus hygienischen Gründen dringend zu empfehlen. Auch um die Funktionsfähigkeit des Gerätes zu erhalten, sollte dieses in regelmäßigen Abständen gereinigt werden. Hierbei sind insbesondere die Lade- und Kopfhörerausgänge des Gerätes gemeint, die nach einiger Zeit verstauben und so kaputtgehen können.

Fünf Tipps zur Smartphone-Reinigung

Im Idealfall sollte das Smartphone mehrmals die Woche grob und einmal in der Woche gründlich gereinigt werden. Aufgrund der aktuellen von Covid-19 bestimmten Situation empfehlen wir, das Gerät so oft wie möglich zu desinfizieren. Um schnell und unkompliziert Fettflecken und Schlieren zu entfernen, können Sie das Gerät jederzeit einfach an ihrer Kleidung abwischen (am besten geeignet ist Baumwolle). Für eine gründlichere Reinigung Ihres Smartphones können Sie folgende Hilfsmittel und Tipps anwenden:

  • Mikrofasertücher: Zur Grundausrüstung bei der Handyreinigung zählen Mikrofasertücher. Mit diesen lässt sich besonders gut das Handydisplay reinigen, da sie fusselfrei sind und bei korrekter Anwendung keine Kratzer hinterlassen. Mit einem Mikrofasertuch können Sie regelmäßig über das Display fahren, um Staub, Fingerabdrücke sowie grobe Flecken zu entfernen. Als Alternative zu Mikrofasertüchern eignen sich Brillenputztücher. Denken Sie daran, das Mikrofasertuch regelmäßig zu wechseln oder zu waschen.
  • Wasser und Spülmittel: Um Flecken vom Gerätegehäuse zu entfernen, können Sie ein Mikrofasertuch mit etwas warmem Wasser befeuchten. Handelt es sich um hartnäckige Fettflecken, kann das Wasser mit etwas Spülmittel oder Seife vermischt werden. Wichtig ist, dass Sie das Mikrofasertuch gut auswringen und nicht in einem zu nassen Zustand verwenden. Am besten schalten Sie das Gerät aus, bevor Sie es feucht abwischen. Im Anschluss an die Reinigung das Handy mit einem trockenen Tuch abgetupft werden.Eine Flasche mit Desinfektionsmittel steht auf einem Tisch, im Hintergrund reinigt eine Person ein Smartphone mit einem Tuch.
  • Desinfektionsmittel: Mit einem Desinfektionsmittel lassen sich Keime und Erreger vom Handydisplay entfernen. Wollen Sie sich gegen das Coronavirus schützen, sollten Sie darauf achten, dass das Mittel viruzid wirkt. Am besten benetzen Sie ein Mikrofasertuch mit etwas Desinfektionsmittel und reiben das feuchte Tuch über die Handy­oberflächen. Als Alternative eignen sich Desinfektions­tücher oder Hygienesprays ohne Alkohol.
  • Wattestäbchen und Zahnstocher: Mit Wattestäbchen und Zahnstochern können sie Schmutz und Staub aus der Ladebuchse und aus Anschlüssen für Kopfhörer entfernen. Achten Sie aber darauf, dass keine Watte im Gerät hängen bleibt und Sie nicht zu viel Druck auf das Gerät ausüben. Bei zu starkem Druck kann die sensible Technik zerkratzen oder zerstört werden.
  • Reinigungsknete: Wem Wattestäbchen und Zahnstocher zu riskant sind, kann auf Reinigungsknete zurückgreifen. Tupft man sein Smartphone mit dieser speziellen Masse ab, bleiben Schmutz wie Krümel und Staub daran kleben. Einige Reinigungsmassen wirken sogar antibakteriell. Auch für die Anschlüsse sowie die Hörmuschel des Gerätes kann die Reinigungsknete verwendet werden, allerdings darf sie nicht zu stark in die jeweiligen Ausgänge gepresst werden.

Bei einer Reinigung des Smartphones sollten Vorder- sowie Rückseite bedacht werden. Auch Zwischenräume sollten, wenn vorhanden, nicht vergessen werden. Gerade dort fühlen sich Keime besonders wohl.

Keine Gewähr bei Schäden

Egal, auf welche Weise Sie Ihr Handy reinigen: Seien Sie dabei stets behutsam. Üben sie nie zu viel Druck auf das Display aus, gehen Sie sparsam mit Flüssigkeiten um und achten Sie darauf, nichts zu verkratzen.

Beachten Sie auch, dass eine Handyversicherung keine Gewähr bei Schäden übernimmt, die bei der Reinigung entstehen. Testen Sie Hilfsmittel wie Zahnstocher und Desinfektionsmittel daher zunächst an nicht sichtbaren Stellen aus.

Don’ts: Häufige Fehler bei der Reinigung

Leider kann man es bei der Reinigung des eigenen Smartphones auch zu gut meinen – und damit einiges kaputt machen. Nutzer sollten auf jeden Fall darauf achten, keine zu aggressiven Reinigungsmittel – etwa Fensterreiniger oder Alkohol – zu verwenden. Auch auf Hausmittel wie Essigreiniger sollte verzichtet werden. Diese können das Display angreifen und im schlimmsten Fall die Touchfunktion zerstören.

Das Smartphone sollte ausschließlich von außen geputzt werden. Achten Sie besonders bei der Verwendung von Wasser und anderen Flüssigkeiten darauf, dass nichts ins Innere des Gerätes gelangt. Schon eine geringe Menge Flüssigkeit kann die hochsensible Technik eines Smartphones angreifen und zu einem Totalschaden führen. Zudem verfällt bei vielen Herstellern die Garantie, wenn bei der Öffnung beispielsweise eigenständig Schrauben gelöst werden.

Zwei Frauenhände reinigen ein Smartphone mit einem groben Papiertuch.Um Kratzer zu vermeiden, sollten Sie auf keinen Fall grobe Papiertücher zur Reinigung Ihres Telefons benutzen. Diese können mit ihrer rauen Oberfläche schnell das Display verkratzen. Kratzer sind der ideale Nährboden für Keime und Pilze und sollten daher möglichst vermieden werden. Daher sollten Werkzeuge oder Gegenstände mit scharfen Kanten bei der Smartphone-Reinigung nicht zum Einsatz kommen. 

Vorsichtsmaßnahmen: So beugen Sie Viren und Bakterien vor

Um der Gefahr der Keimbildung auf dem Smartphone-Display vorzubeugen, können Nutzer einige Vorsichtmaßnahmen ergreifen. Die wichtigsten Tipps haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt.

  • Benutzen Sie Ihr Telefon nur mit sauberen, desinfizierten Händen
  • Beachten Sie die allgemeinen Hygieneregeln, dazu zählen unter anderem Niesen in die Armebeuge und regelmäßiges, gründliches Händewaschen
  • Benutzen Sie das Smartphone nicht auf der Toilette, allen voran öffentliche Toiletten
  • Legen Sie das Gerät nicht auf den Küchentisch, wenn Sie essen oder neben den Herd, wenn Sie kochen
  • Verwenden Sie Schutzfolien und Hüllen – diese lassen Sich einfacher säubern als das Smartphone selbst oder können einfach komplett ausgetauscht werden
  • Nutzen Sie Desinfektionstücher wenn Sie unterwegs sind
  • Verwenden Sie spezielle Staubschutz-Abdeckungen für die Anschlüsse Ihren Handys, um einer Verschmutzung durch Staub vorzubeugen
  • Verstauen Sie das Smartphone nicht zusammen mit spitzen Gegenständen – beispielsweise Schlüsseln – in einer Tasche, um Kratzer zu vermeiden

Insgesamt ist ein sorgsamer Umgang mit dem eigenen Smartphone essentiell. So entstehen weniger Kratzer, Ihr Handy bleibt sauber und bietet Keimen insgesamt weniger Raum.

Handyversicherung im Vergleich

  • Diebstahlschutz (wahlweise)
  • Kurze Reparaturdauer
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