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Dread-Disease-Versicherung

Mit einer Dread-Disease-Versicherung können Sie sich vor den finanziellen Folgen schwerer Erkrankungen schützen. Wir erklären, für wen eine solche Versicherung sinnvoll ist und was Sie beim Abschluss eines Vertrags beachten sollten.

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Was ist eine Dread-Disease-Versicherung?

Eine Dread-Disease-Versicherung schützt vor den finanziellen Folgen einer schweren Krankheit. Sie wird mitunter auch als Schwere-Krankheiten-Versicherung bezeichnet. Ursprünglich kommt diese Art des Versicherungsschutzes aus dem angelsächsischen Raum.

Was bedeutet „Dread Disease“?

Der Begriff „dread disease“ (wörtlich: „gefürchtete Krankheit“) wird im Englischen für schwere, lebensbedrohliche Erkrankungen verwendet. Dazu zählen beispielsweise Schlaganfälle, Herzinfarkte oder Krebserkrankungen.

Die Versicherungsbedingungen regeln, welche Krankheiten genau versichert sind. Darunter fallen häufig Krankheiten wie Schlaganfälle, Krebs oder der Verlust von elementaren Fähigkeiten wie etwa Hören (Taubheit) oder Sehen (Blindheit). Auch eine Pflegebedürftigkeit kann abgesichert sein.

Der genaue Versicherungsschutz hängt jedoch vom jeweiligen Tarif ab und unterscheidet sich teils deutlich.

Beispiele für Krankheiten, die häufig versichert sind:

  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Krebs
  • Multiple Sklerose
  • Alzheimer-Erkrankung (vor dem Rentenalter)
  • Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung
  • Parkinson-Krankheit
  • Schwere Rheuma-Erkrankung

Für wen ist eine Dread-Disease-Versicherung sinnvoll?

Eine Dread-Disease-Versicherung kann für Verbraucher sinnvoll sein, die keine Berufsunfähigkeits- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung abschließen möchten, sich jedoch im Fall bestimmter schwerer Krankheiten eine finanzielle Absicherung wünschen.

Wann leistet die Versicherung?

Die Dread-Disease-Versicherung leistet, sobald eine der vom Versicherungsschutz abgedeckten Krankheiten diagnostiziert wird. Anders als eine Berufsunfähigkeits- oder Grundfähigkeitsversicherung zahlt die Versicherung keine monatliche Rente, sondern einen festgelegten Einmalbetrag auf einen Schlag aus. Die Auszahlung ist dabei steuerfrei.

Meist sieht die Versicherung eine Karenzzeit vor. Erst nach Ablauf dieser meist zwei Wochen oder mehr wird die Leistung ausgezahlt.

Die Erkrankung muss zudem einen genauen Schweregrad erreicht haben, der in den Versicherungsbedingungen definiert ist. Daher ist es wichtig, die Bedingungen darauf hin genau zu prüfen.

Definition wichtiger als die Zahl der Krankheiten

Die Anzahl der versicherten Krankheiten alleine sagt nichts über die Qualität der Versicherung aus. Wichtig ist vielmehr, wie die Krankheiten definiert sind und ab welchem Schweregrad der Versicherer leistet.

In der Regel endet die Versicherung mit Auszahlung der vereinbarten Summe. Sollte es zu einer weiteren, schweren Erkrankung kommen, wäre diese nicht mehr versichert.

Was ist der Unterschied zu einer BU-Versicherung?

Arbeitnehmer bei einem Meeting im GroßraumbüroEine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU-Versicherung) sichert einen für den Fall ab, dass man seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann. Dabei spielt es keine Rolle, durch welche Beschwerden die Berufsunfähigkeit ausgelöst wird. Auch Unfälle sind versichert.

Eine Dread-Disease-Versicherung zahlt hingegen nur, wenn eine der versicherten Krankheiten eintritt. Damit ist der Schutz für Erwerbstätige deutlich eingeschränkter und lückenhaft. Wird die Berufsunfähigkeit durch eine andere Krankheit ausgelöst, zahlt die Versicherung nichts. Erleidet man etwa einen Bandscheibenvorfall und ist diese Erkrankung nicht im Katalog der versicherten Diagnosen enthalten, würde man leer ausgehen.

Für Verbraucher, die auf ihr Arbeitseinkommen angewiesen sind, ist daher eine BU-Versicherung die erste Wahl. Diese sichert zudem anders als eine Dread-Disease-Versicherung auch psychische Krankheiten ab – die häufigste Ursache für eine Berufsunfähigkeit.

Allerdings kann es sein, dass je nach Beruf oder Vorerkrankungen ein BU-Schutz zu teuer ist oder gar nicht mehr abgeschlossen werden kann.

Dann bietet die Dread-Disease-Versicherung einen eingeschränkten, aber klar festgelegten finanziellen Schutz bei bestimmten Erkrankungen. Die Leistung wird dabei unabhängig davon ausgezahlt, ob man noch in seinem Beruf arbeiten kann.

Zudem zahlt die Dread-Disease-Versicherung im Leistungsfall in der Regel eine einmalige, größere Summe aus. Mit dieser Summe kann man zum Beispiel private Behandlungen oder einen notwendigen Umbau der Wohnung finanzieren oder einen offenen Kredit abzahlen.

Bei einer BU-Versicherung erhält der Versicherte hingegen eine Rente, die monatlich ausgezahlt wird, um davon die Lebenshaltungskosten zu decken.

Worauf sollte man beim Abschluss einer Versicherung achten?

Wer eine Dread-Disease-Versicherung abschließen möchte, sollte besonders die folgenden Punkte beachten.
 

  • Ist eine Dread-Disease-Versicherung für die persönliche Situation sinnvoll?

    Prüfen Sie kritisch, ob eine Dread-Disease-Versicherung für Sie geeignet ist. Meist bietet eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Erwerbstätige einen umfassenderen Schutz.

  • Welche Krankheiten sind versichert?

    Bei einer Dread-Disease-Versicherung sind nur bestimmte Krankheiten versichert, die in den Bedingungen aufgeführt sind. Prüfen Sie, welche Krankheiten genau versichert sind. Ab welchem Schweregrad einer Erkrankung leistet die Versicherung? Überlegen Sie sich, für welche Krankheiten Sie einen Schutz wünschen. Berücksichtigen Sie dabei, dass einzelne Krankheiten nur sehr selten vorkommen.

  • Welche Karenz- und Wartezeiten gelten?

    Wird eine Krankheit diagnostiziert, leisten die Versicherer meist erst nach einer bestimmten Karenzzeit – etwa nach 14 oder 28 Tagen. Sollte man vorher bereits versterben, würde kein Geld gezahlt. Überprüfen Sie, welche Karenzzeiten der Vertrag vorsieht.


    Häufig gibt es auch eine Wartezeit von drei oder sechs Monaten. Diese Zeit muss verstrichen sein, bevor der Versicherungsschutz greift.

  • Welche Absicherung benötige ich?

    Überlegen Sie, welche Summe Sie bei Eintritt einer schweren Krankheit benötigen würden – etwa für private Behandlungen oder die Absicherung der laufenden Kosten. Diese Summe sollten Sie als Versicherungssumme vereinbaren.

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