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Rürup-Rente und Steuern

Der Staat fördert die Rürup-Rente mit Steuervorteilen. Wie erklären, wie vor allem gut verdienende Arbeitnehmer und Beamte von dieser Vorsorgeform profitieren können und wie eine Rente im Alter besteuert wird.

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Mit der Rürup-Rente (Basisrente) können Selbstständige sowie gut verdienende Arbeitnehmer und Beamte steuerlich gefördert für das Alter vorsorgen. In der Auszahlungsphase muss eine Rürup-Rente dafür versteuert werden. Wir erklären, wie die steuerliche Förderung funktioniert und was für die Steuer auf die spätere Rente gilt.

  1. Steuerliche Förderung der Beiträge
  2. Steuern auf die spätere Rente

Steuerliche Förderung der Beiträge

Der Staat fördert die Rürup-Rente mit hohen Steuervorteilen während der Ansparphase. Die Rürup-Rente zählt wie die gesetzliche Rentenversicherung zur ersten Schicht der Altersvorsorge (Basisvorsorge). Daher lassen sich die Beiträge wie die zur gesetzlichen Rentenversicherung steuerlich geltend machen. Die Beiträge können als Sonderausgaben bei der Einkommensteuererklärung angegeben werden.

Dabei lassen sich alle Beiträge bis zu einem Maximalbetrag von 24.305 Euro (Stand: 2019) absetzen. Für Ehe- oder Lebenspartner, die steuerlich zusammen veranlagt sind, gilt insgesamt der doppelte Betrag – unabhängig davon, wie er auf die beiden Partner verteilt wird.

Steuerlicher Höchstbetrag bei der Rürup-Rente

So wird der Höchstbetrag ermittelt

Welche Beiträge in einem Jahr maximal vom Finanzamt berücksichtigt werden, richtet sich nach dem Höchstbeitrag in der knappschaftlichen Rentenversicherung West. Dieser errechnet sich aus dem jeweils gültigen Beitragssatz der Rentenversicherung sowie der Beitragsbemessungsgrenze.

Maximalbetrag gilt für alle Beiträge zur ersten Schicht

Der Maximalbetrag gilt für alle Formen der Altersvorsorge der ersten Schicht zusammen. Neben der Rürup-Rente damit auch für die gesetzliche Rentenversicherung und berufsständische Versorgungswerke – etwa für Ärzte oder Steuerberater.

Arbeitnehmer müssen daher die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung berücksichtigen, der Arbeitgeber-Anteil zählt hierbei mit. Der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil müssen vom Maximalbetrag abgezogen werden, daraus ergibt sich der maximale Rürup-Beitrag, der steuerlich berücksichtigt werden kann.

Die Beiträge zu einem Rürup-Vertrag werden derzeit jedoch noch nicht vollständig steuerlich berücksichtigt. Für das Jahr 2019 werden 88 Prozent der Beiträge berücksichtigt. Dieser Wert steigt in den nächsten Jahren jährlich um zwei Prozentpunkte an. Im Jahr 2025 sind dann die Beiträge bis zum Maximalbetrag vollständig als Sonderausgaben absetzbar.
 

Steuerliche Förderung der Beiträge

Jahr Steuerlich
geförderter Anteil
2019 88  %
2020 90 %
2021 92 %
2022 94 %
2023 96 %
2024 98 %
2025 100 %


Bei Arbeitnehmern zieht das Finanzamt vom ermittelten Wert noch den Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung ab, da dieser steuerfrei bezogen wurde.
 

Beispiel Arbeitnehmer:
In welcher Höhe eine Rürup-Rente berücksichtigt wird

Stand: 2019.
  Betrag
Gesetzliche Rentenversicherung
(Anteil Arbeitnehmer)
6.000 €
Gesetzliche Rentenversicherung
(Anteil Arbeitgeber)
6.000 €
Beiträge Rürup-Rente 5.000 €
Insgesamt 17.000 €
88 % davon 14.960 €
- Arbeitgeber-Anteil 6.000 €
Steuerlich abzugsfähig 8.960 €

 

Rürup-Rechenbeispiele

Steuern auf die spätere Rente

Im Alter muss eine Rürup-Rente versteuert werden. Es gelten hierbei die gleichen Regeln wie bei der gesetzlichen Rentenversicherung. Wie viel der monatlichen Rente versteuert werden muss, richtet sich danach, in welchem Jahr die Rentenzahlung beginnt. Bei einem Rentenbeginn im Jahr 2019 müssen 78 Prozent der Rürup-Rente versteuert werden. Auch dieser Prozentwert erhöht sich jedes Jahr bis zum Jahr 2040.

Ab dem Jahr 2040 müssen Rürup-Sparer ihre monatliche Rente dann zu 100 Prozent versteuern.
 

Steuerpflichtiger Anteil einer Rürup-Rente

Jahr
Rentenbeginn
Steuerpflichtiger
Anteil
2019 78 %
2020 80 %
2021 81 %
2022 82 %
2023 83 %
2024 84 %
2025 85 %
2037  97 %
2038  98 %
2039  99 %
2040 100 %

 

Geringerer Steuersatz im Alter

Im Alter wird das Einkommen und damit der Steuersatz für die meisten geringer aus. Daher werden voraussichtlich auch weniger Steuern auf eine Rürup-Rente fällig.

Persönliche Beratung

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