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Mehr als doppelt so teuer: Offener Fahrerkreis geht richtig ins Geld

München, 13.12.2018 | 08:56 | srh

Die Anzahl der Personen, die mit Ihrem Auto fahren dürfen, hat einen erheblichen Einfluss auf die Höhe Ihrer Kfz-Versicherung.

Paar fährt AutoViele Fahrer verdoppeln den Beitrag
Das zeigt eine aktuelle CHECK24-Auswertung.

Je mehr Personen als Fahrer gegenüber der Versicherung angegeben werden, desto teurer wird in aller Regel der Beitrag.

Beim Partner drücken die Kfz-Versicherer meist noch ein Auge zu und erhöhen die Prämie gar nicht oder nur ganz geringfügig – vorausgesetzt, der weitere Fahrer ist kein Fahranfänger beziehungsweise kein junger Fahrer.

Denn bei Führerscheinneulingen und jungen Leuten (meist bis zu einem Alter von 25 Jahren) gehen bei den Gesellschaften die Risiko-Alarmglocken an – und die Preise steil nach oben.

Doch die Aufschläge für junge Fahrer variieren von Versicherung zu Versicherung deutlich. „Besonders wenn Fahranfänger in die Kfz-Versicherung der Eltern aufgenommen werden, lohnt sich daher ein Anbietervergleich", sagt Tobias Stuber, Geschäftsführer Kfz-Versicherung bei CHECK24.

Wer gar keine Einschränkung beim Fahrerkreis macht, muss für diese Freiheit richtig tief in die Tasche greifen. Gegenüber dem Alleinfahrer kostet der identische Versicherungsschutz dann schnell mehr als das Doppelte.

Für gewisse Situationen haben einige Kfz-Versicherungen inzwischen aber sinnvolle Angebote parat:

„Manche Assekuranzen versichern einen zusätzlichen Fahrer auch für einige Tage kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr“, erklärt Stuber den zusätzlichen Service.

„Soll bei der Fahrt in den Urlaub auch ein Bekannter ans Steuer, lohnt es sich, bei seiner Kfz-Versicherung nachzufragen".

Wer jedoch einfach unangemeldet nicht berechtigte Fahrer ans Steuer lässt, bekommt spätestens bei einem Schaden massive Probleme mit seiner Autoversicherung.

Die eigene Kfz-Haftpflichtversicherung kann dann den Versicherungsnehmer in Regress nehmen und ihn mit bis zu 5.000 Euro an den Schadenskosten beteiligen. Die Übernahme eines Kaskoschadens kann ganz abgelehnt werden.

Zudem kalkuliert der Kfz-Versicherer auf jeden Fall den Beitrag für das laufende Versicherungsjahr neu und stellt den Differenzbetrag als Aufschlag in Rechnung.

Zusätzlich kommen eventuell noch Vertragsstrafen hinzu – üblich ist ein kompletter Straf-Jahresbeitrag zusätzlich.
Auch der Unfallfahrer kann belangt werden, zumindest wenn er grob fahrlässig oder sogar vorsätzlich gehandelt hat.

Info:
In Notfallsituationen darf ein unberechtigter Fahrer den Wagen steuern. Das ist beispielsweise der Fall, wenn der eigentliche Fahrer während der Fahrt Kreislaufprobleme hat. Ein Beifahrer darf ihn dann nach Hause oder ins Krankenhaus fahren. Eine Fahruntüchtigkeit wegen Alkoholkonsums zählt aber nicht zu den Ausnahmen!
 

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