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Sehen, bremsen, parken

Assistenzsysteme - welche sinnvoll?

aktualisiert am 09.02.2021
Foto: Hyundai

Fahrer-Assistenzsysteme im Auto werden immer wichtiger, einige sind inzwischen für Neuwagen sogar vorgeschrieben.

Doch die Assistenten sind nicht billig. Wer seinen Wagen entsprechend bestücken will, kann leicht 10.000 Euro auf den Basispreis aufschlagen.

Welche Assistenten lohnen sich?

Das CHECK24 Automagazin stellt die derzeit gefragtesten Systeme vor:

Abstandhalter/Abstandregler:
Ein Abstandhalter sorgt dafür, dass der Pkw den korrekten Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einhält. Dies wird etwa durch Sensoren ermöglicht.

Als Stauassistent steuert das System den Pkw bei Stau oder zähfließendem Verkehr (Stopp-and-Go) sogar vollständig autonom. Es hält die Spur, lenkt, beschleunigt und bremst selbstständig.

Lichtassistent:
Die einfachste Stufe eines Lichtassistenten warnt per Tonsignal, dass das Licht bei ausgeschaltetem Motor noch an ist.

Bei vielen neueren Fahrzeugen schalten sich die Schweinwerfer automatisch mit dem Motor an und aus.

Ein Fernlichtassistent schaltet zudem – wenn nötig – das Fernlicht zu, damit die Straße optimal ausgeleuchtet wird. Bei Gegenverkehr wird automatisch abgeblendet.

Bei einem adaptiven Kurvenlicht folgen die Scheinwerfer dem Straßenverlauf. So wird die Fahrbahn besser ausgeleuchtet.

Müdigkeitswarner:
Ein Müdigkeitswarner soll den Sekundenschlaf verhindern.

Entweder scannen Kameras dafür das Gesicht des Fahrers und der Aufmerksamkeitswarner reagiert bei alarmierenden Anzeichen – etwa geschlossenen Augen.

Oder Sensoren im Lenkrad erkennen, dass keine Lenkkorrekturen mehr stattfinden.

Bei einer möglichen Gefahrensituation ertönt ein Warnton oder das Lenkrad vibriert.

Nachtsichtassistent:
Infrarot- oder Wärmebildkameras scannen bei Dunkelheit die Umgebung vor dem Auto.

Das Bild wird dem Fahrer etwa im Kombiinstrument oder auf der Windschutzscheibe angezeigt. So können beispielsweise Wildtiere früh erkannt und Wildunfälle vermieden werden.

Notbremsassistent:
Einfache Notbremsassistenten sind für den Stadtverkehr ausgelegt. Bei relativ geringen Geschwindigkeiten warnen Sie den Fahrer optisch und/oder akustisch vor Gefahren. Sie greifen aber nicht aktiv ein.

Aktive Notbremsassistenten leiten eine Notbremsung ein, wenn der Fahrer auf die Warnung nicht reagiert.

Parkassistent:
Einfache Parkhilfen piepsen, wenn der Abstand zu anderen Fahrzeugen in der Parklücke knapp wird.

Durch Kameras kann der Fahrer beim Parken zusätzlich unterstützt werden.

Erweiterte Parkassistenten vermessen im Vorbeifahren den Parkplatz und parken den Wagen dann selbstständig ein und aus.

Bei vollautonomen Parksystemen wird der Pkw sogar selbstständig ein– und wieder ausgeparkt. Der Fahrer muss dabei nicht im Fahrzeug sitzen.

Querverkehrswarner oder Fußgängerwarner:
Ein Querverkehrswarner bremst das Fahrzeug bis zum Stillstand ab, wenn der Assistent eine Kollisionsgefahr etwa mit einem anderen Fahrzeug oder einem Fußgänger erkennt.

Spurassistent:
Werden durchgehende Fahrbahnmarkierungen überfahren, warnt der Spurhalteassistent den Fahrer.

In seiner erweiterten Form lenkt das System zusätzlich dagegen, um das Auto wieder auf Kurs zu bringen.

Der Spurwechselassistent oder Totwinkelassistent unterstützt den Fahrer beim Überholen.

Nähert sich von hinten ein Fahrzeug im toten Winkel und wäre der Überholvorgang somit gefährlich, wird der Fahrer durch ein Warnlicht (beispielsweise im Außenspiegel) oder durch ein Warnsignal darauf aufmerksam gemacht.

Teilweise verhindert der das auch Ausweichassistent genannte System das Manöver sogar, indem es gegensteuert.

Das System funktioniert aber nur, wenn der Fahrer blinkt und damit den Spurwechsel anzeigt.

Verkehrszeichenerkennung:
Über eine Frontkamera erkennt der Assistent Verkehrszeichen. Dem Fahrer werden etwa Tempobeschränkungen im Display angezeigt.

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Sascha Rhode

Autor: Sascha Rhode

Schreibt, seit er lesen kann. Seit 2012 ist er für CHECK24 auf Mission Kfz unterwegs. Privat steht er auf altes Eisen – auf vier wie zwei Rädern.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.