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Abgaben, Rohöl, Gewinn

Benzinpreis - wie setzt er sich zusammen?

aktualisiert am 04.11.2021

Welche Posten stecken im Benzinpreis?

 

  • Abgaben: 98,2 Cent
    (dazu gehören Mehrwertsteuer, Ökosteuer, Energiesteuer & der Beitrag an den Erdöl-Bevorratungsverband)
  • Produktpreis: 58,4 Cent
  • Kosten: 4,4 Cent (für Transport, Lagerung)
  • Gewinnspanne: 5 Cent

Was gehört zu Steuern & Abgaben?

Die neue CO2-Abgabe, die seit Jahresbeginn 2021 greift, schlägt mit rund 7 Cent zu Buche

Die Rückkehr zum alten Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent macht 4 Cent extra gegenüber Ende 2020 aus.

Der größten Batzen ist freilich die Energiesteuer (früher Mineralölsteuer). Bei Benzin sind das 65,45 Cent je Liter.

Dazu kommt noch der Beitrag an den Erdölbevorratungsverband (EBV).

Bei einem Preis von 1,66 Euro je Liter E10-Super summiert sich dies auf 98,2 Cent.

Das heißt: Ganze 59 Prozent des Benzinpreises entfallen auf Steuer und Abgaben.

Geringere Abgabenlast für Diesel

Zum Vergleich: Bei Diesel nimmt der Staat an der Tankstelle nur 47,04 Cent je verkauftem Liter ein.

Wie teuer ist Rohöl?

Der Einkaufspreis für Rohöl hat bislang rund ein Drittel der Kosten je Liter ausgemacht – Tendenz steigend.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordölsorte Brent hat Mitte Mai 2021 in Rotterdam noch 54 Euro gekostet. Mitte Oktober 2021 waren es bereits über 73 Euro.

Dazu kommen noch Kursschwankungen beim US-Dollar. Rohöl wird hauptsächlich in dieser Währung gehandelt.

Der Produktpreis bei E10 liegt beim Beispiel bei 58,4 Cent Liter.

Rohöl macht also rund 35 Prozent des Preises an der Tankstelle aus.

Wie sieht es mit dem Gewinn aus?

Der letzte Punkt ist die Gewinnspanne der Mineralölfirmen.

Experten haben errechnet, dass eine Gewinnmarge von 5 Cent je an der Tankstelle verkauftem Liter Sprit die Transport- und Lagerkosten deckt.

Der Gewinn liegt aktuell bei etwa 9,4 Cent je Liter. Das sind also 6 Prozent des Verkaufspreises.

Von der Gewinnsumme je verkauften Liter gehen noch 1 Cent an den Tankstellenpächter.

Wird der Benzinpreis noch weiter steigen?

Vermutlich leider ja.

Ab 2022 greift eine bereits beschlossene Erhöhung der CO2-Steuer. Nach Berechnungen des ADAC bedeutet das einen Preisaufschlag von 8 Cent je Liter Sprit.

Die langfristige Entwicklung des Rohölpreises lässt sich zwar nicht vorhersagen.

Doch dürfte das Angebot auf dem Weltmarkt noch längere Zeit knapp bleiben – und das selbst dann, wenn die Fördermengen deutlich erhöht werden sollten.
 

Quellen:

 

Michael Langenwalter

Autor: Michael Langenwalter

Kurvt seit 30 Jahren kreuz und quer durch die PS-Welt. Experte für neue und ältere Automodelle.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.