Jetzt Punkteteilnehmer werden: 5 € sichern
+++ Wichtige Informationen und Möglichkeiten zur Kfz-Zulassung in der aktuellen Situation +++

Sicht verbessern

Scheinwerfer polieren

aktualisiert am 07.04.2021

Scheinwerfer polieren – Erlaubt?

Nein, das Polieren und/oder schleifen von Scheinwerfern ist verboten.

Der Grund: Dadurch verändert sich die Beschichtung des Kunststoffglases. Der Scheinwerfer wird „bauteilich verändert”. Somit erlischt nach § 22a Abs. 7 StVZO die Typgenehmigung des Scheinwerfers und damit auch die Zulassung des Fahrzeuges.

Vergilbte, trübe, matte oder ganz blinde Scheinwerfer müssen daher komplett ausgetauscht werden.

Ausnahme Oldtimer

Scheinwerfer alter Autos sind meist noch aus Glas und können eventuell wieder klar poliert werden. Alternativ können Sie nur das Scheinwerferglas austauschen.

 

Scheinwerfer polieren – Anleitung

Möchten Sie Ihre Scheinwerfer trotzdem aufpolieren, gibt es im Kfz-Zubehörhandel sogenannte Scheinwerfer Aufbereitungssets beziehungsweise Poliersets.

Diese beinhalten:

  • Feines Nassschleifpapier (bei Profi-Sets)
  • Spezielle Politur
  • Schwamm zum Auftragen
  • Poliervlies
  • Kunststoff-Haftgrund (eventuell)
  • Versiegelung

So gehen Sie vor:

  1. Reinigen Sie die Scheinwerfer gründlich mit Wasser und Autoshampoo.
  2. Kleben Sie sicherheitshalber um die Scheinwerfer ab. So passiert dem Lack nichts.
  3. Schleifen Sie mit leichtem Druck mit feuchtem Nassschleifpapier von gröber (800er Körnung) bis fein (3000er Körnung) – zwischendurch mit Wasser spülen und das Ergebnis begutachten!
  4. Polieren Sie den Kunststoff mit dem Poliermittel.
  5. Entfetten Sie den Scheinwerfer.
  6. Tragen Sie die Versiegelung auf. Je nach Set gibt es noch einen Haftgrund, den Sie zuvor auftragen.

Scheinwerfer beschlagen – Was tun?

Ist der Scheinwerfer von innen beschlagen, muss die Feuchtigkeit raus.

Machen Sie den Scheinwerfer innen komplett trocken. Am besten geht dies, wenn Sie das Gehäuse mit warmer, staubfreier Luft trockenblasen.

Oft muss dafür der Scheinwerfer ausgebaut werden, da Sie sonst keinen Platz zum Arbeiten haben.

Wichtig: Gehen Sie dabei vorsichtig vor. Die Beschichtung des Reflektors ist empfindlich. Die Luft darf nicht zu heiß sein. Arbeiten Sie ohne Druck.

Nach dem Wiedereinbau kann der Scheinwerfer verstellt sein. Sie sollten daher in einer Kfz-Werkstatt die Einstellung überprüfen und gegebenenfalls nachjustieren lassen.

Wie finden Sie den Artikel?

Aktuell wird auch gelesen

Sascha Rhode

Autor: Sascha Rhode

Schreibt, seit er lesen kann. Seit 2012 ist er für CHECK24 auf Mission Kfz unterwegs. Privat steht er auf altes Eisen – auf vier wie zwei Rädern.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.