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Überblick, Pflicht, Funktion

Fahrerassistenzsysteme im Auto

aktualisiert am 08.06.2021
Foto: Hyundai

 

Welche Fahrerassistenzsysteme im Auto gibt es?

Es gibt über 40 verschiedene Fahrerassistenzsysteme fürs Auto. Diese sind die wichtigsten.

Antiblockiersystem (ABS)

Das ABS verhindert das Blockieren einzelner Räder bei einer Vollbremsung.  Das Auto lässt sich dadurch weiterhin gut lenken.

Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP)

ESP bremst in einer Gefahrensituation einzelne Räder kontrolliert. Außerdem verringert das Elektronische Stabilitätsprogramm die Motorleistung. Neuere ESP greifen zudem elektrisch ins Lenkrad ein. Das verhindert das Ausbrechen und Schleudern des Autos.

Antriebsschlupfregelung (ASR)

ASR hilft beim Anfahren und Beschleunigen. Die Antriebskraft des Motors wird optimal auf die Räder geleitet. Dadurch wird ein Durchdrehen der Reifen verhindert.

Bremsassistent (BAS)

BAS verstärkt den Bremsdruck optimal, wenn der Bremsassistent eine Notsituation erkennt und eine Vollbremsung erforderlich ist. 

Berganfahrhilfe

Die Berganfahrhilfe wirkt wie eine automatische Handbremse. Nimmt der Fahrer an einer Steigung den Fuß vom Bremspedal, rollt das Auto nicht zurück.

Bergabfahrhilfe (HDC)

Die Bergabfahrhilfe regelt automatisch die Geschwindigkeit des Autos bei steilen Bergabfahrten.

Abstandsregeltempomat (ACC, Adaptive Cruise Control)

ACC regelt die vom Fahrer eingestellte Geschwindigkeit und den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. So werden Auffahrunfälle vermieden. Neue Abstandshalter oder Abstandsregler können das Auto autonom bis zum Stillstand abbremsen und ermöglichen Stop & Go bei Stau.

Automatisches Notbremssystem (AEBS)

Ein automatisches Notbremssystem erkennt einen bevorstehenden möglichen Zusammenstoß und bremst das Auto ab.

Spurhalteassistenten (LKA, Lane Keeping Assistant)

Ein Spurhalteassistent hält das Auto auf der Fahrspur. Nähert sich das Auto der Fahrbahnmarkierung oder überfährt diese, reagiert des Assistent mit Warnsignalen und lenkt das Auto wieder in die Mitte der Fahrspur. Das verhindert Zusammenstöße.

Spurverlassenswarner (LDW, Lane Departure Warning)

Der Spurverlassenswarner warnt den Fahrer durch Signale, wenn das Auto die Fahrspur wechselt, ohne dass der Blinker gesetzt ist. Im Gegensatz zum Spurhalteassistent greift das System jedoch nicht aktiv ein.

Überholassistent

Ein Überholassistent überwacht und unterstützt das Überholen.

Lichtassistent

Die einfachste Stufe eines Lichtassistenten warnt per Tonsignal, dass das Licht bei ausgeschaltetem Motor noch an ist.

Bei vielen neueren Fahrzeugen schalten sich die Schweinwerfer automatisch mit dem Motor an und aus.

Ein Fernlichtassistent schaltet zudem – wenn nötig – das Fernlicht zu, damit die Straße optimal ausgeleuchtet wird. Bei Gegenverkehr wird automatisch abgeblendet.

Bei einem adaptiven Kurvenlicht folgen die Scheinwerfer dem Straßenverlauf. So wird die Fahrbahn besser ausgeleuchtet.

Speed Limiter

Ein Speed Limiter zeigt dem Fahrer an, wie schnell er aktuell fahren darf. Der Assistent ist oft mit einer Verkehrskennzeichenerkennung kombiniert. Ähnlich funktioniert ein Intelligent Speed Adaptation (ISA).

Notbremslicht (Emergency stop signal)

Ein Notbremslicht signalisiert dem nachfolgenden Verkehr, dass das Auto stark abbremst.

Reversing detection (Erkennung und Notbremsung bei Rückwärtsfahrt)

Dieser Assistent meldet dem Fahrer, wenn hinter dem Auto Personen oder Gegenstände sind. Reagiert der Fahrer nicht, leitet der Fahrerassistent eine Notbremsung ein, um einen Zusammenstoß zu verhindern.

Abbiegeassistent

Der Abbiegeassistent erkennt Fußgänger und Radfahrer im toten Winkel. Der Fahrer wird gewarnt, Unfälle verhindert.

Müdigkeitserkennung und Aufmerksamkeitsüberwachung

Dieser Assistent kontrolliert die Wachsamkeit des Fahrers. Entweder scannen Kameras dafür das Gesicht des Fahrers und der Aufmerksamkeitswarner reagiert bei alarmierenden Anzeichen – etwa geschlossenen Augen.

Oder Sensoren im Lenkrad erkennen, dass keine Lenkkorrekturen mehr stattfinden.

Ist dies der Fall, warnt der Assistent. Es ertönt ein Warnton oder das Lenkrad vibriert. So lässt sich Sekundenschlaf verhindern.

Nachtsichtassistent

Infrarot- oder Wärmebildkameras scannen bei Dunkelheit die Umgebung vor dem Auto.

Das Bild wird dem Fahrer etwa im Kombiinstrument oder auf der Windschutzscheibe angezeigt. So können beispielsweise Wildtiere früh erkannt und Wildunfälle vermieden werden.

Parkassistent

Einfache Parkhilfen piepsen, wenn der Abstand zu anderen Fahrzeugen in der Parklücke knapp wird.

Durch Kameras kann der Fahrer beim Parken zusätzlich unterstützt werden.

Erweiterte Parkassistenten vermessen im Vorbeifahren den Parkplatz und parken den Wagen dann selbstständig ein und aus.

Bei vollautonomen Parksystemen wird der Pkw sogar selbstständig ein– und wieder ausgeparkt. Der Fahrer muss dabei nicht im Fahrzeug sitzen.

Verkehrszeichenerkennung

Über eine Frontkamera erkennt der Assistent Verkehrszeichen. Dem Fahrer werden etwa Tempobeschränkungen im Display angezeigt.

Welche Assistenzsysteme sind Pflicht?

Pflicht sind diese Assistenzsysteme ab 2022 in der EU bei allen neuen Pkw:

  • Abbiegeassistent
  • Müdigkeitserkennung
  • Geschwindigkeitsassistent
  • Spurhalteassistent
  • Rückfahrassistent
  • Black-Box für die Unfalldatenaufzeichnung

Wie funktionieren Sicherheitssysteme?

In kritischen Situationen greifen Sicherheitssysteme im Auto ein auf:

  • Gas
  • Bremse
  • Lenkung

Sie warnen den Fahrer außerdem durch:

  • Optische Signale (leuchten, blinken)
  • Akustische Signale (pipsen)
  • Haptische Signale (vibrieren, ruckeln)

Um die Autofahrt zu überwachen und zu analysieren, sind die Assistenten ausgestattet mit:

  • Sensoren für die Überwachung von Motor, Fahrwerk und Bremsen
  • Kameras zum Parken, für Fahrbahnmarkierungen, Verkehrszeichenerkennung, andere Fahrzeuge und Personen
  • Ultraschall für die nähere Umgebung
  • Radar und Lidar für die weitere Umgebung

Kfz-Sicherheitssysteme:

  • Erhöhen die Sicherheit
  • Machen das Fahren komfortabler
  • Unterstützen und entlasten den Fahrer

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Sascha Rhode

Autor: Sascha Rhode

Schreibt, seit er lesen kann. Seit 2012 ist er für CHECK24 auf Mission Kfz unterwegs. Privat steht er auf altes Eisen – auf vier wie zwei Rädern.

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