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Gesetzliche Krankenversicherung im Ausland

Auf Reisen im EU-Ausland sind Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung grundsätzlich abgesichert. Je nach Reiseland gibt es allerdings Leistungsunterschiede. Weltweit leisten die Kassen nicht. 

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Bei Auslandsaufenthalten leistet die gesetzliche Krankenversicherung nur in bestimmten Ländern. Der Leistungsumfang richtet sich dabei nach den Bestimmungen im Urlaubsland. In der Regel werden die Leistungen allerdings nicht im gleichen Umfang erbracht wie in Deutschland.

Außerhalb von Europa sehen die Krankenkassen in der Regel keine Leistungen vor. Ausgenommen sind nur einige Länder, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen geschlossen hat – etwa Israel und die Türkei.

Leistungen der GKV im europäischen Ausland

Um Leistungen im europäischen Ausland in Anspruch nehmen zu können, brauchen Versicherte die European Health Insurance Card (EHIC). Diese befindet sich meist auf der Rückseite der Gesundheitskarte.

Über die EHIC erhalten Versicherte meist alle medizinisch notwendigen Behandlungen, die während der Reise erforderlich werden – das gilt beim Arzt, Zahnarzt, im Krankenhaus sowie für Medikamente.

Die Europäische Krankenversicherungskarte ist in folgenden Ländern gültig:

  • EU-Mitgliedsstaaten
  • Schweiz
  • Island
  • Liechtenstein
  • Norwegen
  • Mazedonien, Montenegro und Serbien (nur Notfallleistungen)

Oft können die ausländischen Ärzte ihre Leistungen direkt über die EHIC mit der jeweiligen Krankenkasse abrechnen. In einigen Ländern müssen Versicherte für eine Behandlung allerdings in Vorleistung gehen. Daher ist es wichtig, alle Rechnungen aufzubewahren und nach der Rückkehr bei der Krankenversicherung einzureichen.

Die Kosten für Behandlungen oder Arzneimittel werden in der Regel im gleichen Umfang übernommen wie für gesetzlich versicherte Einheimische. Sollte es im jeweiligen Land Selbstbeteiligungen oder Zuzahlungen geben, erstatten die deutschen Krankenkassen diese nicht zurück.

Gültigkeit der EHIC

Der Schutz der Europäischen Krankenversicherungskarte gilt nur für vorübergehende Auslandsaufenthalte. Wer dauerhaft ins Ausland zieht, sollte dort eine Krankenversicherung abschließen.

Private Auslandskrankenversicherung für umfangreichen Schutz

Auch für Reisen innerhalb Europas ist eine private Auslandskrankenversicherung zu empfehlen. Denn einige Leistungen – etwa ein Krankenrücktransport nach Deutschland – werden von den Krankenkassen auch im EU-Ausland nicht übernommen.

Für eine geplante Behandlung ins EU-Ausland

Wer gesetzlich krankenversichert ist und sich gezielt in einem Land der Europäischen Union behandeln lassen will, kann auch dies in der Regel tun. Allerdings bedarf es für bestimmte Behandlungen einer Zustimmung der Krankenkasse – beim Zahnersatz etwa muss zunächst ein Heil- und Kostenplan eingereicht und genehmigt werden. Versicherte, die sich für eine Behandlung ins Ausland begeben möchten, sollten dies daher im Voraus mit ihrer Krankenkasse absprechen.

Gesetzliche Krankenversicherung nach einem Auslandsaufenthalt

In Deutschland gilt eine Versicherungspflicht. Wer nach einem längeren Auslandsaufenthalt nach Deutschland zurückkehrt, muss daher eine private oder gesetzliche Krankenversicherung abschließen. Personen, die vor ihrem Auslandsaufenthalt gesetzlich versichert waren, können in der Regel zu ihrer alten Krankenkasse zurückkehren.

Rentner, die ihren Wohnsitz im europäischen Ausland haben

Rentner, die sich in einem EU-, EWR-Mitgliedsstaat oder der Schweiz niederlassen möchten, können in der Regel bei ihrer gesetzlichen Krankenversicherung versichert bleiben. Voraussetzung ist, dass sie nur eine Rente der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung und keine Leistungen an ihrem neuen Wohnort beziehen.

Auch in Staaten, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen geschlossen hat, kann unter bestimmten Voraussetzungen die Mitgliedschaft in der deutschen Krankenversicherung der Rentner (KVdR) bestehen bleiben. Dazu zählen etwa die Türkei, Serbien oder Bosnien-Herzegowina.

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