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Häufige Fragen zum Thema Tagesgeld

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Was ist eine NV-Bescheinigung und wer kann sie beantragen?

Mit Hilfe einer Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) können sich Geringverdiener auch über den Sparer-Pauschbetrag hinaus von der Abgeltungssteuer befreien lassen, die auf alle Kapitalerträge fällig wird. Voraussetzung für die Beantragung ist ein Einkommen, das den steuerlichen Grundfreibetrag nicht überschreitet. Dieser liegt derzeit bei 9.168 Euro (Stand: 2019). Von der NV-Bescheinigung können folglich oft Rentner, Studenten oder Schüler profitieren, die durch langjähriges Sparen oder ein Erbe bereits Vermögen aufbauen konnten. Da sie gleichzeitig nur wenig verdienen beziehungsweise nur eine geringe Rente erhalten, bleiben ihre Kapitalerträge unversteuert.

Wie und wo kann die NV-Bescheinigung beantragt werden?

Sparer mit Tagesgeldkonten können die NV-Bescheinigung beim zuständigen Finanzamt beantragen. Das entsprechende Antragsformular („Antrag auf Ausstellung einer Nichtveranlagungs-(NV-) Bescheinigung“) liegt in der Dienststelle aus oder kann bequem im Internet heruntergeladen werden. Im Formular werden Angaben zum voraussichtlichen Einkommen im ersten Geltungsjahr sowie die Anzahl der benötigten NV-Bescheinigungen und einige persönliche Daten abgefragt. In der Regel wird für jede Bank ein Exemplar benötigt, bei der der Sparer Kapitalvermögen angelegt hat. Für minderjährige Kinder mit eigenen Einnahmen aus Kapitalvermögen muss ein gesonderter Antragsvordruck vom gesetzlichen Vertreter ausgefüllt werden.

Die NV-Bescheinigung sollte rechtzeitig – also vor dem Fälligkeitstermin der Kapitalerträge beim Finanzamt – beantragt werden. Nach dem erfolgreichen Antrag kann das Dokument vom Sparer bei der jeweiligen Bank eingereicht werden, die dann unverzüglich die Abfuhr der Abgeltungssteuer an das Finanzamt einstellt. Für die Beantragung einer oder mehrerer NV-Bescheinigungen entstehen Verbrauchern keinerlei Kosten.

Die NV-Bescheinigung kann wieder rückgängig gemacht werden

Selbstverständlich kann es immer wieder vorkommen, dass das Jahreseinkommen wider Erwarten doch den steuerlichen Grundfreibetrag übersteigt. In diesem Fall sind Bankkunden verpflichtet, dem Finanzamt den neuen Sachverhalt zu melden und die eingereichten NV-Bescheinigungen von den Banken zurückzufordern. Seit diesem Jahr haben Geldhäuser darüber hinaus die Pflicht, alle Kapitalerträge, bei denen aufgrund einer bestehenden NV-Bescheinigung keine Abgeltungssteuer abgeführt wurde, dem Bundeszentralamt für Steuern zu melden. Dadurch sollen zukünftig unberechtigte Steuervorteile vermieden werden.

Sparer, die keine NV-Bescheinigung beantragen können oder diese aufgrund geringerer Zinserträge nicht benötigen, können einen Freistellungsauftrag für Kapitalerträge einrichten. Auch dieser verhindert, dass die Bank die Abgeltungssteuer in Höhe von 26,38 Prozent, die auf alle Zinsen, Beteiligungen und Dividenden fällig wird, an das Finanzamt abführt. Der Freistellungsauftrag gilt allerdings nur bis zu einem festgelegten Sparer-Pauschbetrag, der für Singles derzeit bei 801 Euro liegt und sich aus dem eigentlichen Freibetrag von 750 Euro sowie einer Werbungskostenpauschale von 51 Euro zusammensetzt. Verheiratete können die doppelte Summe – also 1.602 Euro – geltend machen. Sparer, die die Erteilung des Freistellungsauftrages oder die Beantragung der NV-Bescheinigung versäumt haben, können sich zu viel bezahlte Steuern über die jährliche Einkommensteuererklärung zurückholen.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.

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