V Pay ist das Bezahlsystem von Visa, das auf vielen Girocards (ehemals EC-Karten) als sogenanntes Co-Badge integriert ist. Die Karte funktioniert dann über zwei Systeme, das von Girocard und das von V Pay. V Pay ist somit kein eigener Kartentyp, sondern eine Zusatzfunktion zur Girocard.
Mit einer Bankkarte mit V-Pay-Logo können Sie nicht nur in Deutschland bezahlen und Geld abheben, die Karte wird auch überall in Europa akzeptiert, wo das Visa-System unterstützt wird. Letzteres erkennen Sie an Automaten oder Bezahl-Terminals, auf denen das Visa-Logo zu finden ist.
V-Pay-Karten sind mit einem Chip mit EMV-Technologie (Elektromagnetische Verträglichkeit) ausgestattet. Auf diesem Chip sind Ihre Transaktionsdaten verschlüsselt gespeichert. Über diesen Chip werden Bargeldabhebungen und Kartenzahlungen im Handel abgewickelt. Die Transaktion erfolgt über ein entsprechendes Terminal meist mit Eingabe Ihrer persönlichen Pin. Eine Unterschrift ist nicht notwendig.
Wie bei der Girocard üblich, werden alle Umsätze sofort vom Konto abgebucht. Das gilt für Beträge sowohl im Inland als auch im Ausland.
Viele Girocards mit V Pay verfügen über NFC-Technologie (Near Field Communication). Damit haben Sie die Möglichkeit, kontaktlos zu bezahlen, indem Sie die Karte an ein geeignetes Terminal halten.
Die V-Pay-Funktion ermöglicht die Nutzung der Girocard außerhalb Deutschlands, insbesondere in Ländern, in denen der EMV-Chip ausgelesen werden kann. Dies ist europaweit in der Regel kein Problem.
Europaweit können Sie:
In anderen Teilen der Erde, beispielsweise in Asien, ist die EMV-Technik nicht verbreitet. Hier funktionieren Geldtransaktionen über den Magnetstreifen.
Hierzulande wird die Girocard vorrangig über das deutsche Girocard-System genutzt.
Die V-Pay-Funktion spielt in Deutschland beim Bezahlen oder beim Abheben von Bargeld meist keine Rolle.
V Pay gilt als sehr sicher.
Die Karte arbeitet ausschließlich mit moderner EMV-Chip-Technologie und wird in der Regel durch die Eingabe der PIN autorisiert.
Da V Pay nicht über einen Magnetstreifen für Zahlungen funktioniert, ist ein Auslesen der Kartendaten über diese Technik (Skimming) nicht möglich. Dadurch bietet V Pay, insbesondere im europäischen Ausland, einen hohen Sicherheitsstandard beim Bezahlen und Geldabheben.
Unter Skimmig versteht man das missbräuchliche Auslesen von Kartendaten an Geldautomaten oder Bezahlterminals. Betrüger haben es dabei auf den Magnetstreifen der Karten abgesehen. Sie kopieren die Kartendaten der Verbraucher und erstellen daraus eine Kartendoublette.
Mit V Pay sind Sie generell vor Skimming-Angriffen geschützt, da die notwendigen Informationen nicht auf einem Magnetstreifen gespeichert und durch eine Chip-Pin-Technologie geschützt sind.
Eine Alternative zur Girocard mit V-Pay-Funktion ist eine Debitkarte von Visa oder Mastercard. Wie bei der Girocard werden auch hier alle Umsätze direkt vom Girokonto abgebucht.
Neben Visa hat auch Mastercard mit Maestro ein internationale Zahlungssystem für die Girocard im Umlauf. Beide Systeme ermöglichen das Bezahlen und Geldabheben am Bankautomat im Ausland. Unterschiede zeigen sich vor allem bei Technik, Akzeptanz und Zukunftsperspektive.
| V Pay | Maestro | |
| Anbieter | Visa | Mastercard |
| Technik | EMV-Chip | EMV-Chip und Magnetstreifen |
| Sicherheit | sehr hoch | hoch |
| Akzeptanz | innerhalb Europas | innerhalb und außerhalb Europas |
| Neuausgabe | Ja (aber: Übergang zu Visa Debit geplant) | Nein (aber: gültige Karten bis Ende 2027 nutzbar) |
V Pay eignet sich besonders für den Gebrauch im Alltag sowie für Reisen innerhalb Europas. Wenn Nutzer hohen Wert auf Sicherheit durch Chip-Technologie legen, ist das Visa-Zahlungssystem ebenfalls geeignet.
Wer regelmäßig außerhalb Europas unterwegs ist, sollte zusätzlich eine international stärker akzeptierte Debit- oder Kreditkarte in Betracht ziehen.
Nein. Obwohl beide Systeme von Visa stammen unterscheiden Sie sich in ihrer Funktion.
V Pay ist eine Erweiterung für Girokarten, die die Nutzung in der Euro-Zone ermöglicht, während Visa Debit- und Kreditkarten weltweit und online akzeptiert werden.
Dafür können Sie sich direkt an Ihre Bank wenden oder den innerhalb Deutschlands kostenlosen Sperr-Notruf 116 116 nutzen. Bitte beachten Sie, dass nicht alle Banken an diesem zentralen Sperrdienst teilnehmen.
Rufen Sie aus dem Ausland an, können Gebühren anfallen. Denken Sie dabei an die deutsche Vorwahl +49 beziehungsweise 0049. Wenn Sie Ihre Karte verlieren oder sie gestohlen wird, sollten Sie diese umgehend sperren lassen.
Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.
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