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Hausfinanzierung: Von 650 Anbietern Zinsen vergleichen und in 4 Schritten Eigenheim finanzieren

Das Wichtigste zur Hausfinanzierung

  • Bevor Sie mit der Planung Ihrer Hausfinanzierung starten, sollten Sie sich mit den möglichen Kostenfaktoren auseinandersetzen.
  • Mit einer Hausfinanzierung können Sie den Kauf Ihrer Traumimmobilie verwirklichen. Damit dabei alles funktioniert, haben wir die vier wichtigsten Schritte für Sie zusammengestellt.
  • Viele Komponenten beeinflussen die Kosten und Gebühren, die bei einer Finanzierung entstehen. Mit einigen Tipps können Sie die Möglichkeiten der Hausfinanzierung voll ausschöpfen.

Haus finanzieren: Die Grundlagen

Wer ein eigenes Haus kaufen oder bauen möchte, braucht eine solide Hausfinanzierung und eine gute Planung, denn schon geringe Unterschiede beim Sollzins oder anderen Vertragsbestandteilen haben einen großen Einfluss auf die Gesamtkosten. Zunächst sollten zudem die üblichen Voraussetzungen erfüllt sein.

Voraussetzungen für die Hausfinanzierung

  • Volljährigkeit
  • Geschäftsfähigkeit
  • fester Wohnsitz in Deutschland
  • deutsche Bankverbindung
  • regelmäßiges Einkommen
  • gute Bonität
  • Eigenkapital (in seltenen Ausnahmen ohne Eigenkapital)

Unterlagen für eine Hausfinanzierung

Die Unterlagen, die Sie benötigen, um eine Hausfinanzierung zu beantragen, sind vielfältig und variieren je nach Ihrem konkreten Vorhaben und Finanzierungsanbieter.

Ihr persönlicher Interhyp Baufinanzierungsberater hilft Ihnen dabei, alle Unterlagen zusammenzutragen und prüft diese auf Vollständigkeit und Richtigkeit.

Im Video erklären wir Ihnen, wie es geht.

Persönliche Unterlagen, meist ...

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Nachweis des Eigenkapitals (Kontoauszüge, Sparbuch, Depotauszug)
  • Gehaltsnachweise der letzten 2 – 3 Monate
  • Selbstauskunft für das Kreditinstitut
  • SCHUFA-Auskunft
  • Bei Selbstständigen: BWA (Betriebswirtschaftliche Auswertung), Bilanzen/Einnahmen-Überschuss-Rechnungen der letzten 2 – 3 Jahre, aktuelle Steuerbescheide

Unterlagen zum Objekt, meist ...

  • Aktueller Grundbuchauszug
  • Baupläne/Grundrisse
  • Baubeschreibung
  • Energieausweis
  • Wohnflächenberechnung
  • Flurkarte/Lageplan
  • Nachweis über bereits durchgeführte Sanierungen/Modernisierungen
  • Grundsteuerbescheid

Ingo Foitzik
Eine gute Hausfinanzierung ist immer die, die optimal zum Vorhaben des Darlehensnehmers passt. Die Zinssätze am Markt spielen eine wichtige Rolle. Doch wer ein geeignetes Objekt gefunden hat, sollte nicht auf sinkende Zinsen spekulieren, sondern möglichst viele Angebote vergleichen. Nur so erhalten Immobilienkäufer oder Bauherren die Chance auf die beste Hausfinanzierung.

Ingo Foitzik,
Geschäftsführer Baufinanzierung bei CHECK24


Was kostet eine Hausfinanzierung?

Die Höhe der Kosten für die Hausfinanzierung hängt von mehreren Faktoren ab wie von der Darlehenshöhe, dem Objektwert beziehungsweise Kaufpreis der Immobilie, dem Zins und dem Monatsbudget:

  • Kaufpreis und Eigenkapital bestimmen die benötigte Darlehenshöhe.
  • Die Darlehenshöhe im Verhältnis zum Objektwert sowie die Zinsbindung beeinflussen den Zinssatz.
  • Zinssatz und Tilgungssatz beeinflussen die Gesamtbelastung.
  • Der Tilgungssatz richtet sich nach dem Monatsbudget.
Die Grafik zeigt den Einfluss verschiedener Bestandteile einer Hausfinanzierung aufeinander.

Rechenbeispiel Hauskauf per Hausfinanzierung 2026

Angenommen, Sie finanzieren den Kauf eines Hauses im Saarland mit folgenden Eckdaten:

  • Kaufpreis der Immobilie: 450.000 Euro
  • Eigenkapital: 200.000 Euro
  • monatlich verfügbares Budget: 1.800 Euro
  • gewünschte Zinsbindung: 10 Jahre

Dann ergeben sich daraus folgende Werte:

  • Höhe Nebenkosten (Makler 3 %, Notar und Grundbucheintrag 2 %, Grunderwerbsteuer Saarland 6,5 %): 51.750 Euro
  • Höhe Darlehen (Kaufpreis + Nebenkosten - Eigenkapital): 301.750 Euro
  • Sollzinssatz laut Zinsrechner (Stand Juli 2026): 3,59 %
  • Tilgungssatz: 3,57 %
  • Restschuld nach Ende der Zinsbindungsfrist: 173.089 Euro
  • Kosten nach 10 Jahren: 86.887 Euro

In 4 Schritten zu Ihrer Hausfinanzierung

  • 1. Monatliches Budget ermitteln

    Um herauszufinden, wie viel Eigenheim Sie sich monatlich leisten können, erstellen Sie eine Haushaltsrechnung. Bei dieser stellen Sie allen Einnahmen Ihre monatlichen Ausgaben gegenüber. Die Differenz gibt an, wie hoch Ihre monatliche Ratenzahlung sein darf. Anhand Ihres Monatsbudgets können Sie den maximalen Kaufpreis berechnen. Nutzen Sie dafür unseren Budgetrechner.

  • 2. Angebotsvergleich & professionelle Beratung bei der Hausfinanzierung nutzen

    Haben Sie die passende Immobilie gefunden, sollten Sie die Finanzierungsangebote von verschiedenen Anbietern vergleichen. Nutzen Sie die kostenlose Expertenberatung bei Interhyp. Dabei stehen Ihnen die Beraterinnen und Berater von Anfang bis zum Abschluss bei allen Fragen zum Thema Hausfinanzierung zur Seite und ziehen auch mögliche Fördermittel in Betracht.

  • 3. Unterlagen einreichen

    Im nächsten Schritt laden Sie alle vom Kreditinstitut benötigten Dokumente über einen Upload im Interhyp Kundenkonto hoch. Die Unterlagen werden durch Ihren persönlichen Ansprechpartner auf Vollständigkeit geprüft und erst, wenn alles passt, direkt an den Finanzierungsanbieter weitergeleitet.

  • 4. Finanzierung abschließen

    Sobald alle Formalitäten rund um die Finanzierung und den Darlehensvertrag abgeschlossen sind und die Bank die Finanzierung für Ihr Haus oder eine Wohnung bewilligt hat, zahlt sie Ihnen die Kreditsumme aus.

CHECK24 Tipp

Nutzen Sie Unterstützung bei der Suche nach dem passenden Objekt

Die CHECK24 Online-Immobilienbewertung kann Ihnen helfen, Kaufpreise besser einzuschätzen und erleichtert Ihnen damit die Wahl des geeigneten Objekts. Mit einer Finanzierungsbestätigung sind Sie bestens für die Besichtigung vorbereitet. Diese können Sie kostenlos und schnell im Baufinanzierungsvergleich herunterladen.

Tipps für eine günstige Hausfinanzierung


Darlehenstypen für Ihre Hausfinanzierung

Eine Hausfinanzierung ist immer an den Kauf der Immobilie gebunden und wird grundpfandrechtlich über eine Grundschuld abgesichert. Unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen finanziellen Situation können neben einem Annuitätendarlehen auch Darlehensformen wie ein Festdarlehen in Kombination mit einem Bausparvertrag oder ein Darlehen mit variabler Verzinsung empfehlenswert sein:

Darlehensart Zinssatz Rückzahlung Am Ende der Laufzeit Besonderheiten
Annuitätendarlehen fest während Sollzinsbindung gleichbleibende Raten aus Zins- und Tilgungsanteil Restschuld → Anschlussfinanzierung nötig gängigste Finanzierungsform
Volltilgerdarlehen fest während Sollzinsbindung gleichbleibende Raten aus Zins- und Tilgungsanteil Kredit vollständig getilgt keine Anschlussfinanzierung nötig
Festdarlehen fest während Laufzeit nur Zinszahlungen, tilgungsfrei während Laufzeit kompletter Kreditbetrag fällig geringe monatliche Belastung, aber hohe Schlusszahlung; meist Tilgungssurrogat (z. B. Bausparvertrag, Lebensversicherung) nötig; selten von Banken vergeben
Variables Darlehen flexibel, richtet sich nach Marktzins individuell vereinbar je nach Vertrag meist zur Überbrückung (z. B. Grundstückssicherung); i. d. R. mit 3-monatiger Kündigungsfrist kostenlos ablösbar
Bauspardarlehen (Kombi mit Bausparvertrag) bereits bei Vertragsabschluss festgelegt Ansparphase, dann Auszahlung bei Zuteilungsreife Kombination aus Bausparguthaben + Bauspardarlehen Zinssicherheit von Anfang an

Wichtige Fragen zur Hausfinanzierung

Der Bank geht es in erster Linie darum, Zahlungsausfälle so gut wie möglich auszuschließen. Je besser Sie finanziell aufgestellt sind, umso mehr Sicherheit gibt das der Bank und umso günstigere Konditionen kann sie Ihnen für ein Darlehen anbieten. Folgende Faktoren können die Hausfinanzierungszinsen vergünstigen:

  • hohes Eigenkapital
  • keine vorhandenen Verbindlichkeiten
  • kurze Zinsbindung

Bei plötzlicher Arbeitslosigkeit gilt es, zeitnah mit der kreditgebenden Bank zu sprechen. Zunächst ist es wichtig, nicht in einen Zahlungsrückstand zu geraten und damit vertragsbrüchig zu werden. Banken bieten teilweise an, die vereinbarten Raten anzupassen oder für einen bestimmten Zeitraum auszusetzen.

Die Scheidung einer Ehe hat zunächst keinen Einfluss auf die Hausfinanzierung, denn der unterschriebene Vertrag verliert damit nicht seine Wirkung. Hat nur ein Ehepartner den Kreditvertrag unterzeichnet, ist dieser weiterhin für die Zahlung der Raten verantwortlich. Gleiches gilt für die Haftung des Kredits. Haben beide Eheleute unterzeichnet, sind auch beide zur Rückzahlung verpflichtet. Dies ist unabhängig davon, wer im Grundbuch steht oder ob einer von beiden ausgezogen ist. Eine weitere Option ist der Hausverkauf und die Rückzahlung der Immobilienfinanzierung. In diesem Fall ist eine Vorfälligkeitsentschädigung sehr wahrscheinlich.

Prinzipiell ist dies möglich, liegt aber im Ermessen der Bank und ist stark von Ihrer individuellen finanziellen Gesamtlage abhängig. Eine pauschale Aussage lässt sich hierzu nicht treffen. Die Bank muss sich sicher sein, dass Sie einen weiteren Kredit zurückzahlen können. Ihre persönliche Einnahmen-Ausgaben-Kalkulation dient der Bank als Entscheidungsgrundlage.

Die Umschuldung einer Hausfinanzierung ist in drei Fällen möglich:

  • Seit der Vollauszahlung der Hausfinanzierung sind zehn Jahre vergangen. Unter Einhaltung einer sechsmonatigen Kündigungsfrist ist eine Umschuldung somit möglich.
  • Die vertraglich vereinbarte Zinsbindungsdauer ist verstrichen. Eine Anschlussfinanzierung kann ohne Gebühren an den bisherigen Darlehensgeber bei einem anderen abgeschlossen werden.
  • Es besteht ein berechtigtes Interesse beim Darlehensnehmer. Laut § 490 BGB räumt der Gesetzgeber in einem solchen Fall ein außerordentliches Kündigungsrecht ein. Das berechtigte Interesse ist zwar durch den Gesetzgeber nicht näher definiert, wird aber im Regelfall anerkannt, wenn beispielsweise die Immobilie veräußert werden soll. Die Bank kann dann als Schadensersatz für entgangene Zinszahlung eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen.

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