Merkzettel
Merkzettel
Ihr Merkzettel ist leer.
Bitte melden Sie sich in Ihrem Profil an,
um Ihren Merkzettel sehen zu können.
Ihr Browser wird nicht mehr unterstützt.
Damit Sie auch weiterhin schnell und sicher auf CHECK24 vergleichen
können, empfehlen wir Ihnen einen der folgenden Browser zu nutzen.
Trotzdem fortfahren
Sie sind hier:

Verrechnungsscheck einlösen:
Wie kann ich einen Scheck korrekt ausstellen oder innerhalb der Frist verrechnen?

Ein Verrechnungsscheck lässt sich – anders als andere Scheck-Arten – nur direkt auf ein Bankkonto verrechnen. Er ist zudem nicht unbegrenzt gültig. Je nachdem, ob es sich um einen in- oder ausländischen Scheck handelt, gelten unterschiedliche Fristen. Um das Geld zu erhalten, gehen Sie zu Ihrer eigenen Bank, nicht zu der des Ausstellers.

Zuletzt überarbeitet von:
Anna N. Baumgart, Online Redakteurin Finanzen bei CHECK24

Wie funktioniert ein Verrechnungsscheck und wofür wird er verwendet?

Es handelt sich dabei um ein Wertpapier, über das Sie Geld erhalten oder vergeben können. Eine Barauszahlung ist bei dieser Scheck-Art ausgeschlossen. Der Betrag, der auf dem Scheck vermerkt ist, lässt sich nur auf ein Bankkonto auszahlen. Er ist dabei nicht zwangsläufig personalisiert.

Die Gutschrift erfolgt unter Vorbehalt. Das bedeutet, dass die Gutschrift auf ein Konto erst verbindlich ist, wenn die Bank sichergestellt hat, dass der Scheck vom Aussteller gedeckt ist. Dieser Vorgang kann einige Tage Zeit in Anspruch nehmen.

Mögliche Einsatzszenarien

Papierschecks sind insgesamt selten geworden. Aus diesem Grund haben die Deutsche Bundesbank und die Deutsche Kreditwirtschaft beschlossen, das Einzugsverfahren für inländische Schecks zum Jahresende 2027 einzustellen. Aktuell finden Sie noch in folgenden wenigen Fällen Anwendung:

  • Zahlungen zwischen Unternehmen oder wenn es um größere Beträge geht.
  • Erstattungen von Versicherungen, Behörden oder Firmen (z. B. Bonuszahlungen oder Rückerstattungen).
  • Private Zahlungen, wenn keine Überweisung gewünscht oder möglich ist.
Author image

Wie kann ich einen Verrechnungsscheck einlösen?

Wenn Sie Ihr Girokonto bei einer Filialbank führen, lösen Sie einen Verrechnungsscheck direkt vor Ort ein. In der Filiale müssen Sie zusätzlich ein Formular ausfüllen und unterschreiben.

Als Kunde bei einer Direktbank senden Sie den Scheck zusammen mit einem Formular per Post an Ihre Bank. Das Einlösungsformular können Sie sich im Normalfall über die Website Ihres Kreditinstituts herunterladen. Bei manchen Banken reicht auch der Scheck in Kombination mit Ihrer IBAN und Unterschrift.

Welche Fristen gelten für die Gutschrift?

Wurde der Verrechnungsscheck innerhalb Deutschlands ausgefertigt, haben Sie acht Tage Zeit für das Einlösen des Schecks. Die Frist beginnt an dem Tag, an dem er ausgefertigt wurde. Ist diese Gültigkeit bereits abgelaufen, kann es sich lohnen, bei Ihrer Bank nachzuhaken. Manche zeigen sich kulant und nehmen den Scheck noch entgegen. Alternativ können Sie sich an den Aussteller wenden und ihn bitten, den Scheck erneut auszufertigen.

Ausnahmen bestehen, wenn der Scheck außerhalb Deutschlands ausgestellt wurde. Im europäischen Ausland liegt die Frist für das Einlösen eines Schecks bei 20 Tagen, für alle weiteren Länder bei 70 Tagen.

CHECK24 Hinweis

Verrechnung auf einem anderen Bankkonto

Der Scheck kann auf jedem von Ihnen geführten Bankkonto gutgeschrieben werden, sofern die Bank ihn annimmt. Wird der Scheck nicht eingelöst, weil Ihre Bank dies verweigert, kann er alternativ über eine Vertrauensperson auf deren Konto gutgeschrieben werden, damit diese Ihnen das Geld im Anschluss überweisen kann.

Orderscheck und Barscheck: Welche Unterschiede gibt es zu anderen Scheck-Arten?

Es gibt verschiedene Arten von Schecks mit jeweils anderen Eigenschaften:

  • Barscheck: Mit einem Barscheck wird Ihnen das Geld direkt bei der Bank des Ausstellers bar ausgezahlt. Er ist wie der Verrechnungsscheck nicht personalisiert.
  • Oderscheck: Ein Orderscheck dagegen gilt ausdrücklich nur für eine bestimmte Person. Er enthält ein sogenanntes Indossament – ein Vermerk, der den Eigentümer und dessen Rechte definiert. Nur dieser kann ihn nach Vorlage eines Ausweises zu Geld machen. Eine Weitergabe ist bei dieser Scheck-Art nur durch eine offizielle Übertragung möglich.
Ein Mann unterschreibt einen Scheck

💡 Wie sicher ist ein Verrechnungsscheck?

Er gilt als sicher, da der Einlöser durch seine Kontoverbindung eindeutig nachvollziehbar ist.

Barschecks können dagegen leichter von Unbefugten genutzt werden. Eine Rückverfolgung ist schwer möglich.

Orderschecks gelten als besonders sicher, da in der Regel nur die begünstigte Person, die auf dem Scheck vermerkt ist, das Geld erhalten kann.

Was kostet ein Scheck?

Die Gebühren für die Einreichung variieren je nach Kreditinstitut und Kontomodell. Meistens fällt bei Bankkonten für innerhalb Deutschlands ausgestellte Schecks eine Pauschale für das Einlösen an. Bei der ING liegt diese beispielsweise bei 3,50 Euro, bei der comdirect sind es 4,90 Euro. Bei der Hypovereinsbank hängen die Kosten vom Kontomodell ab.

Für im Ausland ausgestellte Schecks liegen die Bearbeitungsgebühren zwischen 10 und 15 Euro. Einige Banken nehmen allerdings ausländische Papierschecks nicht mehr an.

Wenn Sie den Scheck per Brief an die Bank schicken, tragen Sie die Portokosten selbst.

Author image

Wie kann ich einen Scheck ausstellen?

Um selbst einen Scheck zu erstellen, benötigen Sie ein offizielles Scheckformular Ihrer Bank. Dieses erhalten Sie entweder in der Filiale oder auf Anfrage postalisch.

Füllen Sie dieses mit den relevanten Informationen aus. Dazu gehören zum Beispiel der Geldbetrag, Ausstellungsdatum und -ort sowie eine Unterschrift. Wenn Sie speziell einen Verrechnungsscheck ausstellen möchten, ist die entsprechende Kennzeichnung entscheidend: Diese Schecks sind mit dem Vermerk „Nur zur Verrechnung“ eindeutig als solche zu erkennen.

Im Anschluss geben Sie den Scheck an den Empfänger weiter. Bei postalischem Versand ist ein Einschreiben ratsam, besonders wenn es um höhere Summen geht. Damit der Scheck eingelöst werden kann, muss Ihr Konto ausreichend gedeckt sein, ansonsten zahlt die Bank des Empfängers die Summe nicht aus.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis der Betrag eines Verrechnungsschecks auf dem Girokonto verfügbar ist?

Die Gutschrift eines Verrechnungsschecks kann bis zu 8 Tage dauern. Handelt es sich um einen Scheck aus dem Ausland können es mehrere Wochen sein. Die Auszahlung erfolgt unter dem Vorbehalt, dass das Konto des Ausstellers ausreichend gedeckt ist. Dies muss zunächst durch die einlösende bei der ausstellenden Bank geprüft werden. Handelt es sich um größere Beträge oder fehlerhafte Angaben, kann dies die Verfügbarkeit noch weiter verzögern.

Kann ein Verrechnungsscheck auch von Firmen genutzt werden?

Ja, er wird von Unternehmen sogar häufiger genutzt als im privaten Umfeld. Geht es um Rückzahlungen oder Erstattungen, zum Beispiel bei Versicherungen oder Energieversorgern, bekommen Kunden manchmal noch einen solchen Scheck. Auch, um unter Geschäftspartnern Rechnungen auszugleichen, kann er zum Einsatz kommen.

Kann ich einen Verrechnungsscheck widerrufen oder stornieren?

Diese Scheck-Art ist ab der Ausstellung ein rechtlich bindendes Zahlungsversprechen. Er lässt sich nur unter bestimmten Bedingungen stornieren oder widerrufen. Solange der Scheck noch nicht bei der Bank eingelöst wurde, kann der Aussteller eine Sperre veranlassen. Dann versucht die Bank, eine Gutschrift auf das Empfängerkonto zu verhindern. Ist der Scheck verloren oder gestohlen worden, sollte sofort eine Sperre bei der Bank beantragt werden.

Was muss ich beachten, wenn ich einen Verrechnungsscheck weitergeben möchte?

Der Scheck muss auf der Rückseite lediglich vom ursprünglichen Empfänger unterschrieben sein, um ihn einlösen zu können. Somit lässt er sich auch weitergeben. Anders der personalisierte Orderscheck: Für eine Weitergabe benötigen Sie eine Vollmacht.

Bei der Ausstellung eines Verrechnungsschecks sollten Sie darauf achten, dass sich ausreichend Guthaben auf Ihrem Konto befindet, damit der Betrag auf dem Scheck problemlos abgebucht werden kann.

Wie wird ein Verrechnungsscheck bei einem Gemeinschaftskonto behandelt?

Wenn ein Gemeinschaftskonto von zwei Personen geführt wird, müssen in der Regel auch beide Kontoinhaber auf dem Scheck unterschreiben, damit der Betrag auf das Konto ausgezahlt werden kann. Die genauen Einzahlungsmodalitäten können von Bank zu Bank variieren.

Wie funktioniert das Einreichen per Post an die Bank – und ist das sicher?

Wenn Sie Kunde bei einer Direktbank sind und somit keine Bankfiliale aufsuchen können, stehen Ihnen, je nach Bankenvorgabe, zwei Wege offen:

  • Sie schicken den Scheck samt IBAN und Ihrer Unterschrift postalisch an die Hauptgeschäftsstelle.
  • Sie schicken ihn zusammen mit einem Formular, das einige Online-Banken über ihre Website anbieten, ein.

Beim Postversand eines Schecks empfiehlt sich ein Postversand per Einschreiben. So können Sie sichergehen, dass der Scheck bei der Bank ankommt.

Kann ich per Scheck bezahlen?

Nein, Sie können einen Scheck zur Zahlung im Einzelhandel nicht nutzen, sondern müssen ihn vorher auf Ihrem Konto einreichen. 

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.

weiterführende Links

Unsere Partner
4,9/5 aus 9.749 Bewertungen
„Ich bin bis dato sehr zufrieden mit euch 🙂‟ 07/2026
CHECK24 – Deutschlands größtes Vergleichsportal
Transparent
Wir bieten Ihnen einen Überblick
über Preise und Leistungen von
tausenden Anbietern. Und das alles
über eigene Vergleichsrechner.
Kostenlos
Für Kunden ist unser Service
kostenlos. Wir finanzieren uns über
Provisionen, die wir im Erfolgsfall
von Anbietern erhalten.
Vertrauenswürdig
Bei uns können Kunden erst nach
einem Abschluss eine Bewertung
abgeben. Dadurch sehen Sie nur
echte Kundenbewertungen.
Erfahren
Seit 1999 haben unsere Experten
über 15 Millionen Kunden beim
Vergleichen und Sparen geholfen.
Telefon