Das Wichtigste in Kürze
- Beim Skifahren und Snowboarden in der Freizeit greift die gesetzliche Unfallversicherung nicht.
- Eine private Unfallversicherung leistet je nach Vertrag weltweit und rund um die Uhr, auch bei Unfällen im Skigebiet.
- Skifahren und Snowboarden auf präparierten Pisten sind in vielen Tarifen regulär mitversichert; Wettkämpfe, Heli-Skiing oder intensives Freeriding können ausgeschlossen sein.
- Leistungsstarke Tarife übernehmen auch Such-, Rettungs- und Bergungskosten, etwa bei einem Hubschraubereinsatz nach einem Skiunfall.
- In der ASU-Saison 2024/2025 mussten hochgerechnet zwischen 51.000 und 53.000 Skisportler nach einem Unfall ärztlich behandelt werden.
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Knirschender Schnee unter den Skiern, glasklare Bergluft und endlose Pisten: Skifahren und Snowboarden zählen zu den schönsten Erlebnissen, die der Winter zu bieten hat. Doch wer regelmäßig auf der Piste, im Snowpark oder bei einer Skitour unterwegs ist, weiß auch: Ein unglücklicher Sturz oder eine Kollision sind schnell passiert. Wie sieht es dann mit Ihrem Unfallschutz im Skiurlaub aus?
Ist eine Skiunfallversicherung sinnvoll?
Skifahren und Snowboarden zählen zu den beliebtesten Wintersportarten der Deutschen, sind aber auch mit einem erhöhten Verletzungsrisiko verbunden. Laut aktueller ASU-Skiunfallerhebung mussten in der Saison 2024/2025 hochgerechnet zwischen 51.000 und 53.000 Skisportlerinnen und Skisportler nach einem Unfall ärztlich behandelt werden. Besonders häufig sind Knieverletzungen; auch Schulter- und Oberarmverletzungen bleiben auf hohem Niveau, während Rumpf-, Hüft-, Oberschenkel-, Unterarm- und Handverletzungen zuletzt zunahmen.
Bei einem Skiunfall in der Freizeit greift die gesetzliche Unfallversicherung nicht. Sie schützt grundsätzlich bei Arbeits-, Ausbildungs-, Schul- und Wegeunfällen sowie weiteren gesetzlich versicherten Tätigkeiten, nicht aber beim privaten Skiurlaub oder Freizeitsport. Wer beim Skifahren oder Snowboarden eine dauerhafte Beeinträchtigung erleidet, steht ohne private Absicherung schnell vor erheblichen finanziellen Belastungen. Eine private Unfallversicherung kann daher für Wintersportler eine sinnvolle Ergänzung sein: Sie leistet je nach Vertrag weltweit und rund um die Uhr, auf der Piste in Österreich genauso wie beim Skiausflug in Kanada.
Versicherungsschutz beim Skifahren und Snowboarden
Der Schutz einer privaten Unfallversicherung gilt je nach Vertrag weltweit und rund um die Uhr, also auch bei vielen Unfällen auf der Skipiste, beim Tourengehen oder im Snowpark. Versicherungsleistungen erhalten Sie vor allem dann, wenn Sie durch einen Unfall eine dauerhafte körperliche Beeinträchtigung (Invalidität) davontragen.
Wichtig: Skifahren und Snowboarden auf präparierten Pisten sind in vielen privaten Unfalltarifen regulär mitversichert. Für Varianten mit deutlich höherem Risiko, etwa Heli-Skiing, intensives Freeriding abseits gesicherter Pisten, Freestyle-Wettkämpfe oder professionell betriebener Rennsport, können die Versicherungsbedingungen Ausschlüsse, Zuschläge oder einen Sport-Zusatzbaustein vorsehen. Ein Blick in die Tarifbedingungen lohnt sich.
Bei einem Sturz im Skiurlaub ziehen Sie sich einen komplizierten Kreuzbandriss zu, der trotz Operation und Reha eine dauerhafte Bewegungseinschränkung des Knies zur Folge hat. Der Invaliditätsgrad wird ärztlich festgestellt und richtet sich nach der vereinbarten Gliedertaxe: Der vollständige Verlust oder die vollständige Funktionsunfähigkeit eines Beins unterhalb des Knies wird in vielen Bedingungen zum Beispiel mit 50 Prozent bewertet, eine teilweise Kniebeeinträchtigung entsprechend anteilig.
Bei einer Grundsumme von 100.000 Euro ergäbe ein festgestellter Invaliditätsgrad von 20 Prozent ohne Progression eine Auszahlung von 20.000 Euro. Mit einer vereinbarten Progression kann die Leistung bei höheren Invaliditätsgraden deutlich steigen.
Leistungsstarke Tarife übernehmen darüber hinaus auch Such-, Rettungs- und Bergungskosten. Muss nach einem Skiunfall etwa der Hubschrauber einen Verletzten von der Piste ins Krankenhaus bringen, übernimmt die Unfallversicherung die Kosten bis zu einem vertraglich festgelegten Höchstbetrag (häufig 10.000 Euro oder mehr). Praktische Hinweise zur Unfallprävention finden Sie auf unserer Themenseite zu Skiunfällen.
Skiunfallversicherung im Vergleich: So finden Sie den passenden Tarif
Um eine passende und günstige Unfallversicherung für Wintersportler zu finden, sollten Sie mehrere Angebote miteinander vergleichen. Unser kostenloser und unverbindlicher Versicherungsvergleich macht Preis- und Leistungsunterschiede der einzelnen Tarife schnell und einfach transparent. Im Vergleich finden Sie zahlreiche preisgünstige und leistungsstarke Single-, Kinder-, Familien- und Seniorenunfallversicherungen. Neben der Basisleistung (einmalige Kapitalzahlung) können Sie folgende Zusatzleistungen vereinbaren:
- Krankenhaustagegeld
- Unfallrente
- Todesfallsumme
- Such-, Rettungs- und Bergungskosten
Wählen Sie einen Tarif mit hoher Grundsumme (mindestens 100.000 Euro) sowie einer Progression von mindestens 225 Prozent, damit Sie bei schweren Verletzungen ausreichend abgesichert sind. Achten Sie außerdem auf eine großzügige Übernahme von Bergungs- und Rettungskosten sowie auf den Einschluss von Unfällen durch Eigenbewegung und erhöhte Kraftanstrengung. Verletzungen durch eine plötzliche Drehbewegung sind beim Skifahren keine Seltenheit.
Für den Skiurlaub im Ausland sollten Sie zusätzlich über eine Auslandskrankenversicherung verfügen. Sie übernimmt bei einem Unfall oder einer Erkrankung die Kosten für notwendige medizinische Behandlungen im Ausland sowie, je nach Tarif, einen medizinisch sinnvollen Rücktransport nach Deutschland. Die private Unfallversicherung sichert dagegen vor allem vereinbarte Unfallleistungen wie Invaliditätszahlungen und, je nach Tarif, Such-, Rettungs- und Bergungskosten ab.