Nach einem Unfall mit bleibenden körperlichen Schäden zahlt die private Unfallversicherung eine einmalige Kapitalleistung aus. Wie hoch diese Auszahlung ausfällt, hängt von drei Faktoren ab: der vereinbarten Grundsumme, dem festgestellten Invaliditätsgrad und der gewählten Progression.
Auf dieser Seite erklären wir Ihnen, wie sich die Auszahlung berechnet, zeigen konkrete Rechenbeispiele und helfen Ihnen, die richtige Absicherungshöhe zu finden.
Die Höhe der Kapitalzahlung nach einem Unfall wird durch drei Stellschrauben bestimmt, die Sie beim Vertragsabschluss selbst wählen oder die sich aus dem Unfallschaden ergeben:
Auszahlung = Grundsumme × Invaliditätsgrad × Progressionsfaktor
Bei niedrigen Invaliditätsgraden (unter 25 %) greift die Progression in der Regel noch nicht. Erst ab 25 % Invalidität beginnt die überproportionale Steigerung.
Die folgenden Beispiele zeigen, wie stark sich Grundsumme und Progression auf die tatsächliche Auszahlung auswirken. Alle Beträge basieren auf typischen Progressionsstaffeln:
Auszahlung bei 100.000 € Grundsumme
| Invaliditätsgrad | Ohne Progression | 225 % Progression | 350 % Progression | 500 % Progression |
|---|---|---|---|---|
| 20 % | 20.000 € | 20.000 € | 20.000 € | 20.000 € |
| 50 % | 50.000 € | 75.000 € | 100.000 € | 150.000 € |
| 70 % | 70.000 € | 135.000 € | 200.000 € | 290.000 € |
| 100 % | 100.000 € | 225.000 € | 350.000 € | 500.000 € |
Auszahlung bei 200.000 € Grundsumme
| Invaliditätsgrad | Ohne Progression | 225 % Progression | 350 % Progression | 500 % Progression |
|---|---|---|---|---|
| 20 % | 40.000 € | 40.000 € | 40.000 € | 40.000 € |
| 50 % | 100.000 € | 150.000 € | 200.000 € | 300.000 € |
| 70 % | 140.000 € | 270.000 € | 400.000 € | 580.000 € |
| 100 % | 200.000 € | 450.000 € | 700.000 € | 1.000.000 € |
Bei den meisten Tarifen setzt die Progression erst ab einem Invaliditätsgrad von 25 % ein. Darunter erhalten Sie den regulären prozentualen Anteil der Grundsumme. Genau deshalb ist die Progression besonders bei schweren Verletzungen so wertvoll.
Die Wahl der richtigen Progressionsstaffel hängt von Ihrem persönlichen Absicherungsbedarf und Ihrem Budget ab:
Progression im Vergleich
| Progression | Für wen geeignet? | Mehrkosten |
|---|---|---|
| 225 % | Solider Grundschutz für die meisten Versicherten. Empfohlenes Minimum. | Geringer Aufpreis gegenüber Tarifen ohne Progression |
| 350 % | Empfehlenswert für Familien, Alleinverdiener und Selbstständige, die bei schweren Unfällen besonders hohe finanzielle Belastungen erwarten. | Moderater Aufpreis |
| 500 % | Maximaler Schutz bei Vollinvalidität. Sinnvoll, wenn eine niedrigere Grundsumme gewählt wird, aber hohe Absicherung bei schweren Unfällen gewünscht ist. | Höherer Aufpreis, der sich erst bei schweren Verletzungen auszahlt |
Vereinbaren Sie eine Progression von mindestens 225 %, besser 350 %. So erhalten Sie bei schweren Unfällen ein Vielfaches Ihrer Grundsumme – und das bei einem überschaubaren Beitragsaufschlag. Vergleichen Sie die Auswirkungen im CHECK24-Rechner.
Die Auszahlung der Unfallversicherung hängt nicht nur von Grundsumme und Progression ab, sondern auch von der Gliedertaxe des jeweiligen Tarifs. Versicherer bewerten dieselbe Verletzung unterschiedlich – deshalb lohnt sich ein Tarifvergleich besonders.
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