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    Quelle: CHECK24 Unfallversicherungs-Vergleich, Berechnung von 06/2026

Unfall – was tun?

Ein Unfall kommt meistens unerwartet. Umso wichtiger ist es, in dieser Situation einen klaren Kopf zu bewahren und die richtigen Schritte einzuleiten. Wer schnell und richtig handelt, sichert nicht nur seine Gesundheit, sondern auch seine Ansprüche gegenüber der Unfallversicherung.

Entscheidend ist vor allem: Melden Sie den Unfall fristgerecht. Die meisten Versicherer setzen eine Meldefrist von 48 bis 72 Stunden voraus. Wer diese Frist versäumt, riskiert Kürzungen oder den Verlust von Leistungen.

Sofortmaßnahmen nach einem Unfall

Direkt nach einem Unfall kommt es auf die richtigen Schritte an. Handeln Sie in dieser Reihenfolge:

  • Ruhe bewahren – Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Situation und bringen Sie sich in Sicherheit.
  • Erste Hilfe leisten – Versorgen Sie Verletzungen und rufen Sie bei schweren Unfällen den Rettungsdienst (112).
  • Arzt aufsuchen – Auch bei vermeintlich leichten Verletzungen sollten Sie zeitnah einen Arzt aufsuchen. Nur so wird die Verletzung dokumentiert.
  • Unfallhergang dokumentieren – Fotografieren Sie den Unfallort, notieren Sie den genauen Ablauf und sammeln Sie Kontaktdaten von Zeugen.
Tip IconGedächtnisprotokoll anfertigen

Schreiben Sie den Unfallhergang so schnell wie möglich auf. Je frischer die Erinnerung, desto genauer und glaubwürdiger ist Ihre Dokumentation für die Versicherung.

Unfall der Versicherung melden

Damit die Unfallversicherung im Schadensfall leistet, müssen Sie den Unfall fristgerecht melden. Die meisten Versicherer setzen eine Frist von 48 bis 72 Stunden voraus.

Folgende Informationen und Unterlagen sollten Sie für die Meldung bereithalten:

  • Datum, Uhrzeit und Ort des Unfalls
  • Genauer Unfallhergang – was ist passiert?
  • Art der Verletzungen – welche Körperteile sind betroffen?
  • Name des behandelnden Arztes
  • Zeugen – Namen und Kontaktdaten
  • Polizeiliche Aufnahme – falls vorhanden
Info IconWichtig: Meldefrist einhalten!

Melden Sie den Unfall unbedingt innerhalb der vertraglich vereinbarten Frist. Bei einem Unfalltod muss die Meldung in der Regel innerhalb von 48 Stunden erfolgen. Für die Invaliditätsleistung muss die Invalidität innerhalb von 15 Monaten nach dem Unfall ärztlich festgestellt und gemeldet werden.

Welche Dokumente brauchen Sie?

Für eine reibungslose Schadensregulierung benötigt Ihre Versicherung verschiedene Nachweise. Die folgende Übersicht zeigt, welche Dokumente Sie sammeln sollten:

Erforderliche Dokumente

DokumentWoher bekommen Sie es?
Ärztlicher BefundberichtVom behandelnden Arzt oder Krankenhaus
PolizeiberichtVon der Polizei (bei Verkehrsunfällen, Arbeitsunfällen)
Fotos vom UnfallortEigene Aufnahmen, möglichst direkt nach dem Unfall
Fotos der VerletzungenEigene Aufnahmen, auch im Heilungsverlauf
ZeugenberichteSchriftliche Aussagen von Unfallzeugen
AU-BescheinigungVom behandelnden Arzt
GedächtnisprotokollEigene schriftliche Schilderung des Unfallhergangs

Häufige Fragen nach einem Unfall

Was passiert, wenn ich die Meldefrist versäume?

Bei einer verspäteten Meldung kann der Versicherer die Leistung kürzen oder im Extremfall ganz verweigern. Melden Sie den Unfall daher so schnell wie möglich – im Zweifel auch formlos per Telefon, um die Frist zu wahren. Eine schriftliche Meldung können Sie anschließend nachreichen.

Zahlt die Unfallversicherung bei Eigenverschulden?

Ja, die private Unfallversicherung leistet grundsätzlich auch bei Eigenverschulden. Ausnahmen bestehen bei Unfällen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss sowie bei Vorsatz. Die genauen Ausschlüsse finden Sie in Ihren Versicherungsbedingungen.

Was tun, wenn die Versicherung nicht zahlt?

Wenn Ihre Unfallversicherung die Leistung ablehnt, sollten Sie zunächst die Begründung der Ablehnung prüfen. Häufige Ablehnungsgründe sind: verspätete Meldung, fehlende Nachweise oder Ausschlüsse in den Versicherungsbedingungen. Holen Sie im Zweifel eine rechtliche Beratung ein. Auch der Wechsel zu einem besseren Tarif kann sinnvoll sein.

Wie wird die Höhe der Leistung bestimmt?

Die Höhe der Leistung hängt vom Grad der Invalidität ab, den ein Arzt feststellt. Dieser wird anhand der Gliedertaxe des Tarifs ermittelt. Zusammen mit der vereinbarten Versicherungssumme und der Progression ergibt sich die Höhe der Auszahlung.