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Sicherheit im Bad

Duschen, Baden, Stylen: Knapp sechs Prozent der Haushaltsunfälle ereignen sich im Bad. Informieren Sie sich über typische Unfälle im Bad und wie Sie die Sicherheit in Ihrem Badezimmer erhöhen können.

Clock Icon Das Wichtigste in Kürze
  • Knapp sechs Prozent der Haushaltsunfälle ereignen sich im Badezimmer – durch Ausrutschen, Verbrühen oder Stromunfälle.
  • Rutschhemmende Aufkleber und Anti-Rutsch-Beläge in der Bade- oder Duschwanne beugen Stürzen vor.
  • Haltegriffe neben der Badewanne und ebenerdige Duschen erleichtern das sichere Ein- und Aussteigen.
  • Steckdosen, Lichtschalter und Leuchten im Bad müssen den Schutzbestimmungen für Feuchträume entsprechen.
  • Eine private Unfallversicherung schützt Sie bei Unfällen im Haushalt – auch im Badezimmer.

Typische Unfälle im Bad

  • Ausrutschen in der Dusch- oder Badewanne sowie auf feuchten Fliesen
  • Gleichgewichtsverlust beim Stehen auf dem Badewannenwand während des Putzens
  • Kreislaufschwäche und Gleichgewichtsverlust bei zu langem Duschen/Baden
  • Stolpern über auf dem Boden liegengelassene Kleidung oder Handtücher
  • Verbrühen an zu heißem Badewasser
  • Stromunfälle aufgrund von Steckdosen ohne Feuchtigkeitsschutz
Badezimmer: Querschnitt

Sicherheitstipps fürs Badezimmer

  • Wischen Sie Wasserlachen, Shampoo- und Duschgel-Reste sofort auf.
  • Nasse Fliesen sind Rutschfallen. Selbstklebende Antirutschbänder und Fliesen mit mikrofeinen Mulden (Wasser wird beim Auftreten in die Mulden verdrängt) sorgen für Abhilfe. Außerdem sind kleine Fliesen aufgrund ihres höheren – rutschhemmenden – Fugenanteils großen vorzuziehen.
  • Denken Sie über die Anschaffung einer Sitzerhöhung für die Toilette nach. Haltegriffe neben der Toilette erleichtern das Hinsetzen und Aufstehen zusätzlich.
  • Auch im Bad erhöht die richtige Beleuchtung die allgemeine Sicherheit. Funktionsleuchten, etwa am Spiegel, können die Grundbeleuchtung sinnvoll ergänzen.

Elektrizität im Bad

Steckdosen, Lichtschalter und Leuchten im Badezimmer müssen den vorgeschriebenen Schutzbestimmungen für Feuchträume entsprechen.

Die vier Sicherheitsbereiche im Badezimmer:

Bereich 0: Innenbereich von Dusche und Badewanne

Bereich 0: Innenbereich von Dusche und Badewanne

Hier verwendbar: Leuchten mit einer Schutzkleinspannung bis 12 Volt (Schutzart IP X7)

Nicht zugelassen: Schalter; Steckdosen und Transformatoren

Bereich 1: Umkreis von 60 Zentimetern rund um Badewannen und Duschen

Bereich 1: Umkreis von 60 Zentimetern rund um Badewannen und Duschen

Hier verwendbar: Leuchten der Schutzart IP X5; aber achten Sie darauf, dass kein Wasserstrahl auf die Leuchte treffen kann

Badezimmer - Bereich 2: Duschen und Badewannen ohne feste Trennwand

Bereich 2: Duschen und Badewannen ohne feste Trennwand

Hier verwendbar: Leuchten der Schutzart IPX4 (also mit einem Schutz gegen Spritzwasser)

Badezimmer - Bereich 3: Restliches Bad

Bereich 3: Restliches Bad

Keine besonderen Schutzmaßnahmen notwendig

Info IconWichtig

In den Bereichen 0, 1 und 2 sind keine Steckdosen mit 230 Volt erlaubt. Im Bereich 2 sind lediglich sogenannte Rasiersteckdoseneinheiten mit Schutztrennung erlaubt.

Unfällen beim Baden und Duschen vorbeugen

  • Hilfreich in der Bade- oder Duschwanne sind rutschhemmende Aufkleber oder Anti-Rutsch-Beläge, wie etwa Gummimatten mit Saugpfropfen. Überprüfen Sie vor jeder Nutzung, ob die Einlage rutschfest am Boden angedrückt ist.
  • Gut umfassbare, rutschfeste Haltegriffe bei der Badewanne helfen dabei, sicher ein- und auszusteigen.
  • Bei einer Dusche erleichtern Haltestangen an der Seite und der Rückwand das Ein- und Aussteigen. Des Weiteren sollte die Dusche möglichst ebenerdig eingebaut sein, um eine Stolperschwelle zu vermeiden. Ein Umbau kann oft auch nachträglich durchgeführt werden.
  • Wer sich auf einen kleinen Duschhocker sitzt, kippt bei einer Kreislaufschwäche nicht gleich um. Zum Abtrocknen empfiehlt sich zudem für ältere Menschen eine Sitzgelegenheit neben der Wanne oder Dusche.
  • Mit einem Thermostat an der Armatur können Sie die Temperatur von heißem Wasser auf einen gewünschten Höchstwert begrenzen und so schweren Verbrennungen vorbeugen.

Gut gerüstet mit einer privaten Unfallversicherung

Da trotz aller Vor- und Umsicht ein Unfall nie hundertprozentig ausgeschlossen werden kann, sollten Sie über den Abschluss einer privaten Unfallversicherung nachdenken – zumal sich über zwei Drittel aller Unfälle im Haushalt und in der Freizeit ereignen und hier der gesetzliche Unfallschutz nicht greift.