Unfallversicherung ohne Gesundheitsfragen

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    Quelle: CHECK24 Unfallversicherungs-Vergleich, Berechnung von 06/2026

Unfallversicherung ohne Gesundheitsfragen

Viele private Unfallversicherungen können ohne Gesundheitsfragen abgeschlossen werden. Das bedeutet: Unabhängig von Vorerkrankungen oder bestehenden Behinderungen erhalten Sie einen vollwertigen Unfallschutz – ohne eine Gesundheitsprüfung durchlaufen zu müssen.

Das ist besonders interessant für Personen, die aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation bei anderen Versicherungen abgelehnt werden oder nur eingeschränkten Schutz erhalten. Wir erklären, was Sie bei einem Abschluss ohne Gesundheitsfragen beachten sollten.

Warum stellen Versicherer Gesundheitsfragen?

Gesundheitsfragen dienen dem Versicherer dazu, das individuelle Risiko eines Antragstellers einzuschätzen. Wer Vorerkrankungen hat, erleidet statistisch häufiger unfallbedingte Komplikationen oder hat ein höheres Invaliditätsrisiko.

Auf Basis der Antworten kann der Versicherer den Antrag annehmen, Risikozuschläge erheben oder bestimmte Vorerkrankungen vom Versicherungsschutz ausschließen. In manchen Fällen wird der Antrag auch komplett abgelehnt.

Info IconWichtig: Gesundheitsfragen immer wahrheitsgemäß beantworten

Wenn ein Tarif Gesundheitsfragen enthält, müssen Sie diese vollständig und wahrheitsgemäß beantworten. Falsche oder unvollständige Angaben können dazu führen, dass der Versicherer im Schadensfall die Leistung verweigert oder den Vertrag anficht. Bei einer Unfallversicherung ohne Gesundheitsfragen entfällt dieses Risiko.

Vorteile und Nachteile

Eine Unfallversicherung ohne Gesundheitsfragen bietet klare Vorteile:

  • Kein Ablehnungsrisiko: Der Antrag kann nicht aufgrund von Vorerkrankungen abgelehnt werden
  • Keine Risikozuschläge: Der Beitrag wird nicht aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen erhöht
  • Kein Risiko falscher Angaben: Da keine Fragen gestellt werden, können auch keine fehlerhaften Angaben zu Leistungs­verweigerung führen
  • Schneller Abschluss: Ohne Gesundheitsprüfung ist der Antragsprozess deutlich unkomplizierter

Es gibt jedoch auch einige Punkte zu beachten:

  • Mitwirkungs­klausel: Viele Tarife ohne Gesundheits­fragen enthalten eine Mitwirkungs­klausel – die Leistung wird gekürzt, wenn Vor­erkrankungen zum Unfallschaden beitragen
  • Eingeschränkte Leistungs­bausteine: Nicht alle Zusatz­leistungen sind bei Tarifen ohne Gesundheits­fragen verfügbar
  • Höherer Beitrag möglich: Manche Anbieter kalkulieren Tarife ohne Gesundheits­fragen etwas teurer, da das versicherte Kollektiv ein höheres Durchschnitts­risiko aufweist

Worauf Sie achten sollten

Beim Abschluss einer Unfallversicherung ohne Gesundheitsfragen sollten Sie besonders auf folgende Punkte achten:

  • Mitwirkungs­anteil prüfen: Der Mitwirkungs­anteil legt fest, ab welchem Prozentsatz Vorerkrankungen die Leistung mindern. Ein Tarif mit einem Mitwirkungs­anteil von 50 % oder höher ist vorteilhafter als einer mit 25 %
  • Leistungs­ausschlüsse beachten: Prüfen Sie genau, welche Unfallfolgen vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind
  • Gliedertaxe vergleichen: Auch bei Tarifen ohne Gesundheits­fragen variiert die Gliedertaxe erheblich – eine verbesserte Gliedertaxe bedeutet höhere Leistungen
  • Versicherungs­summe hoch genug wählen: Experten empfehlen mindestens das Dreifache des Bruttojahres­einkommens
Info IconMitwirkungsklausel einfach erklärt

Hat eine vorbestehende Erkrankung zum Unfallschaden beigetragen, kann der Versicherer die Leistung anteilig kürzen. Beispiel: Bei einem Mitwirkungs­anteil von 25 % und einer festgestellten Mitwirkung der Vorerkrankung von 30 % wird die Leistung um 30 % gekürzt. Bei einem Mitwirkungs­anteil von 50 % würde dieselbe Mitwirkung keine Kürzung auslösen, da sie unter der Schwelle liegt.

Tarife ohne Gesundheitsfragen vergleichen

Zahlreiche Versicherer bieten Unfallversicherungen ohne Gesundheitsfragen an. Die Tarife unterscheiden sich jedoch deutlich in Preis, Leistungsumfang und Vertragsbedingungen. Ein unabhängiger Vergleich lohnt sich daher besonders.

Tip IconJetzt passenden Tarif finden

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Häufige Fragen

Gibt es eine Gesundheitsprüfung?

Ob und welche Fragen Sie beim Abschluss einer Unfallversicherung zum Gesundheitszustand beantworten müssen, hängt ganz vom Versicherer ab. Einige stellen detaillierte Fragen zu gesundheitlichen Problemen, andere fragen nur nach schwerwiegenden Beschwerden wie einer Bluterkrankheit, Epilepsie oder Multipler Sklerose. Mittlerweile gibt es auch immer mehr Tarife, die ganz auf eine Gesundheitsprüfung verzichten.

Tip IconFragen wahrheitsgemäß beantworten

Die Fragen des Versicherers zu gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie wahrheitsgemäß beantworten. Wenn Sie hier falsche Angaben machen, gefährden Sie ansonsten Ihren Versicherungsschutz.

Werden Vorerkrankungen bei der Auszahlung berücksichtigt?

Trägt eine Vorerkrankung oder ein körperliches Gebrechen zu einer Invalidität nach einem Unfall bei, kann der Versicherer die Auszahlungssumme kürzen – wenn etwa ein alter Kreuzbandschaden die Folgen der Unfallverletzung verschlimmert.

Beim Abschluss einer Unfallversicherung sollten Sie daher auf den Mitwirkungsanteil achten. Dieser gibt an, wie groß der Anteil eines Vorschadens an einer Invalidität sein darf, ohne dass die Versicherung die Leistung kürzt. Gute Tarife kürzen die Auszahlung erst ab einem Mitwirkungsanteil von 50 Prozent. Einzelne Tarife verzichten sogar ganz darauf.