Viele private Unfallversicherungen können ohne Gesundheitsfragen abgeschlossen werden. Das bedeutet: Unabhängig von Vorerkrankungen oder bestehenden Behinderungen erhalten Sie einen vollwertigen Unfallschutz – ohne eine Gesundheitsprüfung durchlaufen zu müssen.
Das ist besonders interessant für Personen, die aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation bei anderen Versicherungen abgelehnt werden oder nur eingeschränkten Schutz erhalten. Wir erklären, was Sie bei einem Abschluss ohne Gesundheitsfragen beachten sollten.
Gesundheitsfragen dienen dem Versicherer dazu, das individuelle Risiko eines Antragstellers einzuschätzen. Wer Vorerkrankungen hat, erleidet statistisch häufiger unfallbedingte Komplikationen oder hat ein höheres Invaliditätsrisiko.
Auf Basis der Antworten kann der Versicherer den Antrag annehmen, Risikozuschläge erheben oder bestimmte Vorerkrankungen vom Versicherungsschutz ausschließen. In manchen Fällen wird der Antrag auch komplett abgelehnt.
Wenn ein Tarif Gesundheitsfragen enthält, müssen Sie diese vollständig und wahrheitsgemäß beantworten. Falsche oder unvollständige Angaben können dazu führen, dass der Versicherer im Schadensfall die Leistung verweigert oder den Vertrag anficht. Bei einer Unfallversicherung ohne Gesundheitsfragen entfällt dieses Risiko.
Eine Unfallversicherung ohne Gesundheitsfragen bietet klare Vorteile:
Es gibt jedoch auch einige Punkte zu beachten:
Beim Abschluss einer Unfallversicherung ohne Gesundheitsfragen sollten Sie besonders auf folgende Punkte achten:
Hat eine vorbestehende Erkrankung zum Unfallschaden beigetragen, kann der Versicherer die Leistung anteilig kürzen. Beispiel: Bei einem Mitwirkungsanteil von 25 % und einer festgestellten Mitwirkung der Vorerkrankung von 30 % wird die Leistung um 30 % gekürzt. Bei einem Mitwirkungsanteil von 50 % würde dieselbe Mitwirkung keine Kürzung auslösen, da sie unter der Schwelle liegt.
Zahlreiche Versicherer bieten Unfallversicherungen ohne Gesundheitsfragen an. Die Tarife unterscheiden sich jedoch deutlich in Preis, Leistungsumfang und Vertragsbedingungen. Ein unabhängiger Vergleich lohnt sich daher besonders.
Im CHECK24-Unfallversicherungsvergleich können Sie gezielt nach Tarifen ohne Gesundheitsfragen filtern. Vergleichen Sie Leistungen und Beiträge verschiedener Anbieter und finden Sie den optimalen Schutz – kostenlos und unverbindlich.
Ob und welche Fragen Sie beim Abschluss einer Unfallversicherung zum Gesundheitszustand beantworten müssen, hängt ganz vom Versicherer ab. Einige stellen detaillierte Fragen zu gesundheitlichen Problemen, andere fragen nur nach schwerwiegenden Beschwerden wie einer Bluterkrankheit, Epilepsie oder Multipler Sklerose. Mittlerweile gibt es auch immer mehr Tarife, die ganz auf eine Gesundheitsprüfung verzichten.
Die Fragen des Versicherers zu gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie wahrheitsgemäß beantworten. Wenn Sie hier falsche Angaben machen, gefährden Sie ansonsten Ihren Versicherungsschutz.
Trägt eine Vorerkrankung oder ein körperliches Gebrechen zu einer Invalidität nach einem Unfall bei, kann der Versicherer die Auszahlungssumme kürzen – wenn etwa ein alter Kreuzbandschaden die Folgen der Unfallverletzung verschlimmert.
Beim Abschluss einer Unfallversicherung sollten Sie daher auf den Mitwirkungsanteil achten. Dieser gibt an, wie groß der Anteil eines Vorschadens an einer Invalidität sein darf, ohne dass die Versicherung die Leistung kürzt. Gute Tarife kürzen die Auszahlung erst ab einem Mitwirkungsanteil von 50 Prozent. Einzelne Tarife verzichten sogar ganz darauf.