Pflegekräfte in der Kranken- und Altenpflege haben ein erhöhtes Unfallrisiko. Die körperlich anspruchsvolle Arbeit mit Patienten kann zu akuten Rücken-, Schulter- und Knieverletzungen führen.
Die gesetzliche Unfallversicherung leistet vor allem bei Arbeitsunfällen, direkten Wegeunfällen und anerkannten Berufskrankheiten. Private Freizeit-, Haushalts- und Reiseunfälle sind in der Regel nicht gesetzlich abgesichert.
Eine private Unfallversicherung ergänzt diesen Schutz für Pfleger und Pflegekräfte: Sie gilt je nach Tarif weltweit und rund um die Uhr, auch bei Freizeit- und Haushaltsunfällen, und zahlt vereinbarte Leistungen wie Invaliditätsleistung, Unfallrente, Bergungs- oder Krankenhaustagegeld.
Wichtig: Sie ersetzt keine Kranken- oder Berufsunfähigkeitsversicherung. Krankheiten, Verschleiß, dauerhafte Überlastung oder gewöhnliche Infektionen sind normalerweise nicht abgesichert, sofern kein spezieller Tarifbaustein greift.
Gefahrengruppe B und typische Unfallrisiken
Pfleger und Pflegekräfte werden von vielen Versicherern in der privaten Unfallversicherung beispielsweise in die Gefahrengruppe B eingestuft. Das bedeutet höhere Beiträge als für Gefahrengruppe A (Büroberufe), aber niedrigere als für besonders gefährdete Berufe (Gefahrengruppe C). Typische Unfallrisiken:
- Rückenverletzungen durch Heben und Umlagern von Patienten
- Stichverletzungen mit Kanülen (Nadelstichverletzungen)
- Stürze auf nassen Böden in Krankenhäusern und Pflegeheimen
- Quetschungen und Prellungen beim Patiententransfer
- Schulterverletzungen durch ruckartige Transferbewegungen
Empfohlene Leistungen für Pfleger und Pflegekräfte
Basierend auf dem Risikoprofil von Pfleger und Pflegekräfte empfehlen wir folgende Leistungsbausteine:
- Hohe Invaliditätssumme (mind. 200.000 €)
- Eigenbewegungsschutz ist unverzichtbar
- Infektionsklausel für bestimmte Infektionen, sofern tariflich eingeschlossen
- Unfallrente bei schwerer unfallbedingter Invalidität
- Verbesserte Gliedertaxe für Rücken und Schultern
Vergleichen Sie verschiedene Tarife, um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden. Achten Sie besonders auf die Gliedertaxe und die Progression – diese beiden Faktoren bestimmen maßgeblich die Höhe der Auszahlung im Ernstfall.
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