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Das Wort Schufa steht auf einem Dokument auf einem Schreibtisch

Schufa einfach erklärt: Daten, Einträge und Auskunft

Die Schufa begegnet Ihnen im Finanzbereich meist dann, wenn Sie einen Kredit beantragen, ein Girokonto eröffnen oder eine Kreditkarte erhalten. Doch was steckt eigentlich dahinter, welche Daten landen dort und welche gerade nicht? Dieser Ratgeber erklärt die wichtigsten Zusammenhänge, zeigt Ihnen, was eine Bank bei der Abfrage tatsächlich sieht und wie Sie Ihre eigenen Daten online und kostenlos einsehen einsehen können.

Zuletzt überarbeitet von:
Birgit Zettl, Teamlead Online Redaktion Finanzen

Das Wichtigste zur Schufa

  • Die Schufa ist eine private Auskunftei: Ob Sie einen Kredit oder einen Vertrag bekommen, entscheidet aber nicht die Schufa, sondern der jeweilige Vertragspartner. Unternehmen dürfen Ihre Daten zudem nur mit einem berechtigten Interesse abfragen. Was sie dabei erhalten, hängt vom Anlass der Anfrage ab.

  • Was speichert die Schufa? Gespeichert werden längst nicht nur Zahlungsprobleme, sondern vor allem Angaben zu ordentlich laufenden Verträgen – sowie einige persönliche Daten.

  • Eigenen Schufa-Score einsehen: Ihren aktuellen Schufa-Score und Ihre gespeicherten Daten können Sie online und kostenlos einsehen – über den Schufa-Account auf meineschufa.de, die Schufa-App oder bonify. Die kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO gibt es weiterhin.

Was ist die Schufa?

Schufa steht für „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“. Hinter dem Namen steckt heute die Schufa Holding AG, eine private Wirtschaftsauskunftei mit Sitz in Wiesbaden, deren Wurzeln bis ins Jahr 1927 zurückreichen. Sie sammelt Informationen für eine Bonitätsauskunft, die etwas über die Kreditwürdigkeit und das Zahlungsverhalten aussagen und stellt sie berechtigten Unternehmen zur Verfügung.

Holzwürfel auf einem Schreibtisch mit dem Wort Schufa

Die Schufa ist dabei nicht allein: Zu den wichtigen Auskunfteien in Deutschland zählen neben ihr auch CRIF und Experian mit der infoscore Consumer Data GmbH – mit dieser wurde die frühere Creditreform Boniversum GmbH im September 2025 verschmolzen. Creditreform selbst gibt es weiterhin, dort geht es aber vor allem um die Bonität von Unternehmen.

Nach eigenen Angaben umfasst der Datenbestand der Wiesbadener gut eine Milliarde Datensätze zu 67,9 Millionen Privatpersonen und sechs Millionen Unternehmen. Der Großteil dieser Informationen stammt von rund 10.000 Vertragspartnern – darunter Banken, Sparkassen und andere Kreditinstitute, Zahlungsdienstleister, Leasingfirmen, Versandhändler und Telekommunikationsanbieter. Dazu kommen öffentliche Quellen wie Schuldnerverzeichnisse und Insolvenzbekanntmachungen.

Kredite, Kreditkarten oder Mobilfunkverträge vergibt die Auskunftei nicht selbst. Sie liefert ihren Vertragspartnern nur das Scoring aus den Informationen, welche die Schufa speichert und mit dem die Unternehmen die Ausfallwahrscheinlichkeit und finanzielle Situation selbst bewerten können. Ob es zum Beispiel zur Eröffnung eines Girokontos kommt oder zu einem anderweitigen Vertragsabschluss, entscheidet am Ende immer das jeweilige Unternehmen nach seinen eigenen Regeln.

Wie funktioniert die Schufa?

Die Vertragspartner melden der Schufa Informationen:

Je nach Produkt, wenn ein Vertrag beginnt, sich ändert oder endet. Das kann ein Girokonto mit Dispo sein, eine Kreditkarte mit Kreditrahmen, ein Darlehen oder dessen pünktliche Rückzahlung. Auch Zahlungsprobleme dürfen gemeldet werden – allerdings nur, wenn bestimmte rechtliche Voraussetzungen erfüllt sind.

Aus einem Teil dieser Daten berechnet die Schufa den Score:

Eine statistische Prognose zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit, also wie wahrscheinlich Sie Ihre künftigen Verträge bedienen. Seit dem 17. März 2026 gilt für Verbraucher ein neuer Schufa-Score, der den bisherigen Basisscore ablöst. Er wird nicht mehr als Prozentwert angegeben, sondern auf einer Skala von 100 bis 999 Punkten – und stützt sich auf zwölf offengelegte Kriterien. Banken und andere Schufa-Vertragspartner stellen schrittweise um. Die Übergangsfrist läuft noch bis Ende 2028.

Der Score-Wert ist aber nur ein Baustein der Bonitätsprüfung:

Der Score-Wert ist keine Messung Ihrer aktuellen Zahlungsfähigkeit: Banken schauen zusätzlich zum Beispiel auf Einkommen, laufende Ausgaben und bestehende Verpflichtungen. Tipp: Mit der CHECK24 Bonitätsprüfung ohne Schufa erfahren, wie Banken Ihre Kreditwürdkeitkeit einschätzen.

Wie Sie Ihre Punktzahl und Bonitätsdaten einordnen können, lesen Sie im Ratgeber zum Schufa-Score.

CHECK24 Hinweis

Ist eine Einwilligung für die Datenübermittlung erforderlich?

Nicht immer. Häufig läuft die Übermittlung oder Abfrage nicht über Ihre ausdrückliche Einwilligung, sondern über ein berechtigtes Interesse nach Art. 6 Abs. 1 Buchstabe f der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

Typischer Fall: ein Vertrag mit finanziellem Ausfallrisiko. Eine Schufa-Klausel ist deshalb nicht automatisch die alleinige Rechtsgrundlage für jede Datenweitergabe. Informieren müssen Unternehmen Sie aber in jedem Fall und die datenschutzrechtlichen Vorgaben im Einzelfall einhalten.

Welche Daten und Merkmale werden gespeichert?

Ein Schufa-Eintrag ist erst einmal nur eine gespeicherte Information und damit noch lange nichts Schlechtes. Die Wiesbadener verarbeiten dabei verschiedene Kategorien:

Datenkategorie Beispiele
Personendaten Name, Vorname, Geburtsdatum, gegebenenfalls Geburtsort sowie aktuelle und frühere Anschriften
Vertragsdaten und Vertragstreue Beginn, ordnungsgemäßer Verlauf und Ende gemeldeter Geschäftsbeziehungen – etwa zu Girokonten, Kreditkarten, Ratenkrediten, Leasing- und Ratenzahlungsverträgen
Zahlungsstörungen Unbestrittene, fällige und mehrfach angemahnte Forderungen, titulierte Forderungen sowie Angaben zu deren Erledigung
Öffentliche Informationen Daten aus Schuldnerverzeichnissen und amtlichen Insolvenzbekanntmachungen
Anfragen und Scorewerte Bonitätsabfragen durch Unternehmen sowie statistisch berechnete Werte zur Kreditwürdigkeit

Welche Daten speichert die Schufa nicht?

Wichtig: Nicht alles, was gespeichert ist, fließt auch in die Schufa-Abfrage. Der Geburtsort dient zum Beispiel nur der eindeutigen Zuordnung Ihrer Person und ist keines der zwölf Kriterien. Auch Tagesgeldkonten, Verrechnungskonten fürs Wertpapierdepot, Basiskonten, Pfändungsschutzkonten sowie Debit- und Prepaidkarten spielen für den neuen Wert keine Rolle.

Manches, was viele Verbraucher vermuten, weiß die Schufa gar nicht: Ihr Einkommen und Ihr Vermögen kennt sie nach eigenen Angaben nicht. Auch Beruf, Familienstand, Nationalität, religiöse oder politische Einstellungen und Ihr persönliches Kaufverhalten gehören nicht zu ihren Daten. Kontoauszüge, einzelne Umsätze oder Ihren aktuellen Kontostand sieht sie ebenfalls nicht und in sozialen Netzwerken schaut sie ebenso nichts nach.

Was sind positive und negative Schufa-Einträge?

Positiv

Als positive Schufa-Merkmale gelten Informationen über bestehende oder sauber beendete Verträge – etwa ein Ratenkredit, den Sie vertragsgemäß zurückgezahlt haben. Nach Angaben der Schufa haben mehr als 90 Prozent der gespeicherten Personen ausschließlich solche positiven Merkmale. Das heißt aber nicht, dass jeder Eintrag den Score automatisch nach oben treibt: Ein bereits zurückgezahlter Ratenkredit wird anders bewertet als ein noch laufender.

Negativ
Negative Einträge deuten dagegen auf eine echte Zahlungsstörung, Zahlungsausfälle oder ein öffentlich bekannt gemachtes Verfahren hin. Eine einzelne verspätete Zahlung oder die erste Mahnung lösen aber noch keine Negativmerkmale aus. Eine offene Forderung darf die Schufa erst melden, wenn sie fällig und unbestritten ist, Sie mindestens zweimal schriftlich gemahnt und über die mögliche Übermittlung informiert wurden und wenn die erste Mahnung zum Zeitpunkt der Meldung mindestens vier Wochen zurückliegt. Daneben können auch titulierte Forderungen, Einträge im Schuldnerverzeichnis oder Informationen zu einem Insolvenzverfahren gespeichert werden.
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Was sieht die Bank in der Schufa?

Fragt eine Bank die Schufa ab, bekommt sie nur die Informationen, die sie für die konkrete Bonitätsprüfung braucht:

etwa einen Scorewert,

bestehende oder erledigte Verträge,

Anfragen und bekannte Zahlungsstörungen.

Liegt eine offene Zahlungsstörung vor, gibt es beim neuen Score keinen Punktwert. Welche Merkmale die Bank tatsächlich erhält, hängt von der Art der Anfrage, dem berechtigten Interesse und in der Übergangsphase auch vom eingesetzten Scoreverfahren ab.

Was die Bank über die Schufa nicht sieht:

Ihr Gehalt,

Ihr Vermögen,

Ihren Kontostand oder

einzelne Kontobewegungen.

Solche Angaben prüft sie gegebenenfalls anhand der Unterlagen, die Sie zum Beispiel im Kreditantrag selbst einreichen. Die Schufa-Auskunft ersetzt also weder die Einkommensprüfung noch die Kreditentscheidung der Bank.

CHECK24 Hinweis

Konditions- oder Kreditanfrage: Wo liegt der Unterschied?

Spannend ist der Unterschied zwischen Konditions- und Kreditanfrage, auch wenn er beim neuen Score an Bedeutung verliert. Kredit-, Leasing- und Immobilienfinanzierungsanfragen zählen nämlich nicht zu den zwölf Kriterien des neuen Scores und drücken den Punktwert dort nicht.

Trotzdem lohnt sich Vorsicht: Solange nicht alle Banken umgestellt haben, die Übergangsfrist läuft bis Ende 2028, kann eine Kreditanfrage in den noch genutzten alten Branchenscores auf den Wert durchschlagen. Und sie ist rund zehn Tage lang für andere Banken sichtbar, signalisiert also, dass Sie parallel woanders anfragen. Wer nur Kreditkonditionen vergleicht, muss sich über den CHECK24 Kreditvergleich keine Sorgen machen. Der Kreditvergleich ist schon immer Schufa-neutral und kann beliebig oft wiederholt werden. 

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Wie wirken sich Ratenkäufe und eine Autofinanzierung aus?

Ob und wie ein Ratenkauf gemeldet wird, hängt von Vertrag, Anbieter und Zahlungsverlauf ab. Entscheidend ist vor allem, ob ein echter Kreditvertrag zustande kommt oder eine meldefähige Zahlungsstörung entsteht. Die Details erklärt der Ratgeber zu den Auswirkungen von Ratenkauf und Buy Now Pay Later.

Ein negativer Eintrag kann die Auswahl möglicher Kreditgeber einschränken, muss aber nicht automatisch zur Ablehnung führen. Bei einer Autofinanzierung schauen Banken zusätzlich auf Einkommen, bestehende Verpflichtungen und darauf, ob Sie die Rate stemmen können. Welche Möglichkeiten und Risiken es gibt, zeigt der Ratgeber Auto finanzieren trotz Schufa.

Wie können Sie den neuen Schufa-Score und eine Schufa-Auskunft abrufen?

Der einfachste Weg führt seit März 2026 über den kostenlosen Schufa-Account: Dort sehen Sie den neuen Score und die Daten, die dahinterstehen, direkt digital. Daneben gibt es weiterhin die umfassende Datenkopie nach Art. 15 DSGVO und einen kostenpflichtigen Nachweis für Dritte. Ein Überblick:
Kostenloser Schufa-Account Nach Registrierung und Identitätsprüfung rufen Sie Ihren neuen Score jederzeit über die Web-Anwendung oder die Schufa-App ab. Dort sehen Sie auch die gespeicherten Daten und eine Erklärung, wie sich Ihr Score aus den zwölf Kriterien zusammensetzt. Aktualisiert werden Daten und Score jeweils zu Beginn eines neuen Quartals.
Bonify-App Alternativ sehen Sie Ihren neuen Schufa-Score und die zugrunde liegenden Daten nach einer Identitätsprüfung kostenlos über die App des Schufa-Partners bonify.
Datenkopie nach Art. 15 DSGVO Die kostenlose Datenkopie ist die ausführliche Selbstauskunft für den eigenen Gebrauch. Sie zeigt unter anderem Ihre gespeicherten Daten, deren Herkunft und Empfänger sowie die in den vergangenen zwölf Monaten übermittelten Scorewerte. Sie kommt per Post – und sollte wegen der vielen vertraulichen Angaben nicht komplett an Vermieter oder andere Dritte gehen.
Schufa-BonitätsCheck Dieser kostenpflichtige Nachweis ist genau für die Weitergabe gedacht – etwa an einen Vermieter – und enthält weniger persönliche Details als die vollständige Datenkopie.

Stoßen Sie auf falsche, veraltete oder unvollständige Angaben, können Sie eine Berichtigung oder Löschung verlangen. Wie Sie dabei am besten vorgehen und an wen Sie sich wenden, erklärt der Ratgeber Schufa-Daten prüfen und den Schufa-Score verbessern.

Wie lange bleiben Schufa-Einträge gespeichert?

Für Schufa-Einträge gelten unterschiedliche Prüf- und Speicherfristen. Je nach Art der Information und teilweise je nach Einzelfall. Nach den aktuell veröffentlichten Regeln (Stand 08/2026) gilt unter anderem:

  • Störungsfrei zurückgezahlte Kredite bleiben nach der Erledigung noch drei Jahre gespeichert.

  • Anfragen werden nach zwölf Monaten gelöscht.
  • Störungsfrei geführte Girokonten und Kreditkarten werden gelöscht, sobald die Bank ihre Beendigung meldet. Das gilt auch für Pfändungsschutzkonten.

  • Daten aus dem Schuldnerverzeichnis werden grundsätzlich nach drei Jahren gelöscht. Früher geht es, wenn Sie die Löschung durch das zentrale Vollstreckungsgericht nachweisen.

  • Erledigte Zahlungsstörungen werden grundsätzlich taggenau drei Jahre nach der Begleichung gelöscht. Die Frist verkürzt sich auf 18 Monate, wenn Sie die Forderung innerhalb von 100 Tagen nach der Meldung ausgleichen, bis dahin keine weiteren Negativdaten gemeldet wurden und keine Einträge aus Schuldnerverzeichnis oder Insolvenzbekanntmachungen vorliegen.

  • Angaben zur Restschuldbefreiung und bestimmte Informationen zu Verbraucherinsolvenzen bleiben nur so lange gespeichert, wie sie im öffentlichen Insolvenzportal veröffentlicht sind. Diese Veröffentlichungsfrist beträgt in den einschlägigen Fällen derzeit sechs Monate.

Die Löschung läuft in der Regel automatisch.

Unabhängig von diesen Fristen gilt: Falsche Daten sollten Sie sofort beanstanden und nicht erst warten, bis eine Speicherfrist abläuft.

Schufa Speicherfristen 2026
CHECK24 Hinweis

Hat der eigene Abruf des Schufa-Scores Einfluss auf die Bonität?

Nein. Ob Sie Ihren Score und Ihre Daten im Schufa-Account, in der bonify-App oder über eine Datenkopie nach Art. 15 DSGVO abrufen: Ihre Bonität verschlechtert das nicht. Der eigene Abruf ist keine Kreditanfrage und zählt bei der Berechnung des neuen Scores nicht als finanzielle Aktivität.

Davon zu trennen ist die Identitätsprüfung, die Sie zum Beispiel für den Zugang zum Schufa-Account brauchen. Ob eine Identitätsprüfung vorliegt, gehört zu den zwölf Kriterien des neuen Scores und kann sich daher auf Ihren Punktwert auswirken. Entscheidend ist dabei die bestätigte Identität – nicht der Blick in Ihre eigenen Schufa-Daten.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.

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