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Die Bankkarte

Mit einer Bankkarte bezahlen Sie im Geschäft, heben Bargeld ab oder kaufen online ein. Im Alltag wird der Begriff oft für die Girocard verwendet, früher EC-Karte genannt. Je nach Bank oder Sparkasse kann aber auch eine Debitkarte, Kreditkarte, Prepaid-Karte oder eine digitale Karte gemeint sein.

Dieser Ratgeber erklärt die wichtigsten Kartenarten, zeigt typische Kosten und ordnet ein, worauf Verbraucher bei Sicherheit, Akzeptanz und Nutzung im Ausland achten sollten.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Bankkarten sind ein Oberbegriff für Karten mit Zugang zum Girokonto, zur Zahlungsfunktion oder zu Services am Automat.
  • Wichtige Arten von Bankkarten sind Girocard, Debitkarte, Kreditkarte, Guthabenkarten und reine Bankkarten ohne direkte Bezahlfunktion.
  • Bankkarten mit Bezahlfunktion eignen sich zum bargeldlos zu bezahlen, kontaktlos bezahlen, Geld abheben, Online-Shopping und mobilen Bezahlen.
  • Bei Gebühren zählen nicht nur Kartengebühr und Kontomodell, sondern auch Geldautomaten, Barauszahlungen, Fremdwährung, Ersatzkarte und möglicher Zins bei Teilzahlung.
  • Bei Verlust gilt: Karte sofort sperren, Umsätze prüfen und die PIN niemals zusammen mit der Karte aufbewahren.

Zuletzt überarbeitet von:
Birgit Zettl, Teamlead Online Redaktion Finanzen

CHECK24-Hinweis

Suchen Sie ein neues Girokonto, prüfen Sie im CHECK24 Girokonto-Vergleich, welche Karte enthalten ist, ob Sie kostenlos Bargeld abheben können und ob zusätzlich Visa und Mastercard als Debit- oder Kreditkarte verfügbar sind.

Was ist eine Bankkarte?

Eine Bankkarte ist eine von einem Kreditinstitut ausgegebene Zahlungskarte oder Servicekarte. Meist ist sie kontogebundene Karte und mit einem Girokonto verknüpft. Sie kann zum Bezahlen, zum Abheben von Bargeld, zum Einzahlen, zur Legitimation am Schalter oder dazu dienen, Kontoauszüge ausdrucken zu lassen. Eine reine Bankkarte ermöglicht nur bestimmte Services, während moderne Zahlungskarten zusätzlich im Handel und online funktionieren.

Auf der Vorderseite stehen häufig Name, Gültigkeit, Karten- oder Kontodaten sowie das Logo des Anbieters. Auf der Rückseite Ihrer Karte befinden sich je nach Modell Sicherheitscode, Unterschrift, Unterschriftfeld oder Magnetstreifen. Der Chip unterstützt die sichere Prüfung der Transaktion. Die persönliche Identifikationsnummer, kurz PIN, bestätigt am Terminal, dass Sie die Karte berechtigt nutzen.

Entscheidend ist die Abrechnung:

  • Bei Girocard und Debitkarten wird der Betrag direkt oder zeitnah abgebucht.
  • Bei einer Kreditkarte kann die Abbuchung gesammelt am Monatsende erfolgen.
  • Bei Prepaid- und Guthabenkarten können Sie nur über das aufgeladene Guthaben verfügen.

Kartentypen im Überblick

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Girocard, Girokarte (früher EC-Karte)

Die Girocard ist die klassische Karte zum deutschen Girokonto. Viele nennen sie weiterhin Girokarte oder EC-Karte; Electronic Cash ist dabei die frühere Bezeichnung. Girocards sind vor allem im Inland verbreitet, funktionieren an vielen Kassen und ermöglichen Geld am Automaten. Wird bezahlt, wird der Betrag direkt vom Konto abgebucht.

Für die Nutzung außerhalb von Deutschland trugen viele Karten lange ein Co-Badge. Das konnte Maestro, eine Maestro-Card oder V-Pay sein. Ein Co-Badge erweitert die Akzeptanzstellen, weil die Karte über ein zusätzliches System verarbeitet werden kann. Ob Ihre Karte ein solches Verfahren nutzt, erkennen Sie am Logo und an den Vertragsinformationen Ihrer Bank oder Sparkasse.

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Kreditkarte

Eine Kreditkarte bietet je nach Modell einen Zahlungsaufschub oder Kreditrahmen. Das ist bei Reisen, Hotels, Mietwagen oder digitalen Diensten praktisch.

Wenn Teilzahlung vereinbart ist, kann ein Zins anfallen.

Prüfen Sie außerdem, ob Mastercard oder Visa akzeptiert wird, welche Gebühren für Fremdwährung gelten und ob Bargeldabhebungen weltweit kostenlos sind oder zusätzliche Entgelte entstehen.

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Debitkarte

Eine Debitkarte sieht oft ähnlich aus wie eine Kreditkarte, arbeitet aber anders. Der Umsatz wird direkt oder wenige Tage später belastet. Debitkarten von Mastercard oder Visa sind häufig für Online-Shopping, kontaktlose Zahlungen und Reisen geeignet.

Die Debit Mastercard ist ein Debitkartensystem von Mastercard; historisch war V-Pay ein Konkurrenzprodukt von Visa zum Maestro-System. Dieses Debitzahlungssystem verzichtet in der Regel auf einen Kreditrahmen.

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Prepaid-Karte und reine Bankkarte

Prepaid- und Guthabenkarten eignen sich, wenn Ausgaben klar begrenzt werden sollen. Sie funktionieren nur mit vorhandenem Guthaben.

Reine Bankkarten ohne Bezahlfunktion sind seltener; reine Bankkarte bedeutet meist, dass sie vor allem zur Legitimation, für Services am Automat oder am Kontoauszugsdrucker gedacht ist.

Plastikkarte und digitale Karte können dieselbe Funktion haben, auch wenn die Nutzung unterschiedlich wirkt. Physische Plastikkarten bleiben dennoch verbreitet.

Kartentyp Typische Nutzung Abrechnung
Girocard / EC-Karte Alltag, Kasse, Geldautomaten, teilweise Kontoauszugsdrucker Betrag wird direkt vom Konto abgebucht
Debitkarte Online-Shopping, kontaktlos bezahlen, mobilen bezahlen, Reisen Betrag wird zeitnah abgebucht
Kreditkarte Hotel, Mietwagen, Ausland, Bezahlen im Internet Monatliche Abrechnung oder Teilzahlung mit möglichem Zins
Prepaid- oder Guthabenkarte Ausgabenkontrolle, begrenzter Einsatz Nur nutzbar, wenn Guthaben verfügbar ist
Reine Bankkarte Legitimieren, Services am Automat, Kontoauszüge ausdrucken Keine oder eingeschränkte Zahlungsfunktion

Zahlen im Alltag: Kasse, Internet und Smartphone

  • Im Geschäft halten Sie die Karte an das Terminal, stecken sie ein oder bestätigen die Zahlung mit PIN-Eingabe. Bei kleinen Beträgen kann kontaktlos ohne zusätzliche Eingabe funktionieren; ob bei 25 Euro oder bei einem anderen Betrag eine PIN verlangt wird, entscheidet die Sicherheitslogik von Karte, Terminal und Bank.

  • Beim Bezahlen im Internet werden Kartennummer, Gültigkeit, Sicherheitscode und häufig eine Freigabe in der App benötigt. Eine Debitkarte oder Kreditkarte ist dafür meist geeigneter als eine klassische Girocard.

  • Für mobiles Bezahlen hinterlegen Sie die Karte in einer Wallet, etwa Apple Pay oder Google Pay auf Android. Die Zahlung läuft dann über die hinterlegte Karte, auch wenn statt der Plastikkarte das Smartphone genutzt wird.

  • Für die Kartenakzeptanz zählen System und Händler. Visa und Mastercard verfügen über Millionen Akzeptanzstellen, während die Girocard im deutschen Handel sehr stark ist. Welche Lösung passt, hängt davon ab, ob Sie vor allem lokal zahlen, viel reisen oder regelmäßig im Internet einkaufen.

Auch der Alltag ist wichtig: Wer kleine Beträge schnell bezahlt, profitiert von kontaktlosen Funktionen. Wer häufiger online bestellt, braucht eine Karte mit stabiler Freigabe in der App. Wer Bargeld bevorzugt, sollte weniger auf das Kartenlogo und stärker auf Automaten-Netz, Gebühren und Tageslimit achten.

Geld abheben, einzahlen und Konto-Services

  • Mit den meisten Karten können Sie Bargeld an Geldautomaten abheben. Ob das kostenlos ist, hängt vom Kontomodell, vom Automatenverbund und vom Standort ab. Bei der eigenen Bank oder Sparkasse sind Bargeldabhebungen oft günstiger als an fremden Automaten. Manche Girokonten erlauben weltweit kostenlos Geld abheben, andere berechnen feste Gebühren oder einen prozentualen Betrag.
  • Am Automaten sind je nach Karte weitere Funktionen möglich: Kontostand ansehen, Einzahlen, Barauszahlungen auslösen oder Kontoauszüge ausdrucken. Der klassische Kontoauszugsdrucker verliert an Bedeutung, kann aber in Filialen oder Selbstbedienungsbereichen weiterhin genutzt werden.

CHECK24-Hinweis

Vergleichen Sie beim Girokonto nicht nur den monatlichen Preis. Wichtig sind auch Bargeldversorgung, Geldautomaten-Netz, Gebühren für die zweite Karte und ob Debitkarte, Girocard oder Kreditkarte im Kontomodell enthalten sind.

Kosten und Gebühren

Die Kosten einer Karte entstehen an mehreren Stellen: Jahrespreis, Ersatzkarte, Abheben von Bargeld, Zahlungen außerhalb von Deutschland, Fremdwährung, Barauszahlungen mit Kreditkarte oder Teilzahlung. Ein kostenloses Konto ist daher nicht automatisch günstiger, wenn die Kartenleistungen nicht zum Nutzungsverhalten passen.

Achten Sie auch auf Kombinationen. Manche Anbieter arbeiten in Kooperation mit Mastercard oder Visa und ersetzen die klassische Girocard durch eine Debitkarte. Andere Institute bieten mehrere Karten an. Entscheidend ist, welches Zahlungsmittel Sie im Alltag wirklich benötigen und welche Gebühren dafür berechnet werden.

Rechnen Sie typische Situationen durch:

  • Wie oft heben Sie Bargeld ab?
  • Zahlen Sie oft in Fremdwährung?
  • Nutzen Sie Abos, Reisen oder Mietwagen?

Eine Karte mit niedriger Jahresgebühr kann teuer werden, wenn jede Bargeldabhebung oder jede Zahlung außerhalb des Euro-Raums zusätzlich kostet.

Sicherheit: PIN, Sperren und Kontrolle

Bewahren Sie Karte und PIN getrennt auf und verdecken Sie die PIN-Eingabe am Terminal. Geben Sie Kartendaten nur bei vertrauenswürdigen Händlern ein und prüfen Sie Umsätze regelmäßig. Push-Nachrichten helfen, jede Transaktion schnell zu erkennen.

Geht die Karte verloren, sollten Sie sie sofort sperren. Das geht über den Sperr-Notruf, die Banking-App oder die Hotline Ihrer Bank. Prüfen Sie danach, ob unberechtigte Zahlungen vorliegen. Verbraucher sollten außerdem Limits für Zahlung, Bargeld, Online-Shopping und Einsatz außerhalb von Deutschland im Blick behalten.

Welche Karte passt zu welchem Bedarf?

Für viele Verbraucher ist eine Kombination sinnvoll: eine Karte für den Alltag, eine zweite für Reisen und Online-Shopping sowie klare Sicherheitseinstellungen. So bleibt die Karte flexibel, ohne unnötige Kosten zu verursachen.
Bedarf Passende Karte Worauf achten?
Alltag in Deutschland Girocard oder Debitkarte Kontaktlos, PIN, Kartenakzeptanz im Handel
Online-Shopping Debitkarte oder Kreditkarte Bezahlen im Internet, App-Freigabe, Mastercard oder Visa
Reisen außerhalb von Deutschland Kreditkarte plus Debitkarte Akzeptanzstellen, Gebühren, Bargeldabhebungen
Ausgabenkontrolle Prepaid-Karte oder Guthabenkarte Nur nutzbar, wenn Guthaben verfügbar ist
Konto-Services Girocard oder reine Bankkarte Legitimation, Kontoauszugsdrucker, Geld am Automaten
CHECK24-Hinweis

Wenn Sie vor allem eine Kreditkarte suchen, vergleichen Sie in usnerem Kreditkartenvergleich Jahrespreis, Gebühren, Bargeldabhebungen, Zins, Versicherungen und Akzeptanz. Für die Kombination aus Girokonto und Karte eignet sich der CHECK24 Girokonto-Vergleich.

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Fazit

"Die passende Karte hängt von Ihrem Alltag ab. Wer fast nur in Deutschland zahlt, kommt oft mit Girocard oder Debitkarte aus.

Wer viel reist, Hotels bucht oder im Ausland flexibel bleiben möchte, sollte zusätzlich eine Kreditkarte prüfen.

Vergleichen Sie Kosten, Akzeptanz, Sicherheitsfunktionen und Bargeldversorgung, bevor Sie sich entscheiden."

- Birgit Zettl, Teamlead Online Redaktion Finanzen

FAQ: Häufige Fragen zur Bankkarte

Welche Arten von Bankkarten gibt es?

Es gibt Girocard, EC-Karte, Debitkarte, Kreditkarte, Prepaid-Karte, Guthabenkarten und reine Bankkarten. Welche Karte Sie erhalten, hängt vom Kreditinstitut und vom gewählten Konto ab.

Ist eine Bankkarte immer eine Girocard?

Nein. Girocard ist nur ein Kartentyp. Der Oberbegriff umfasst auch Debitkarten, Kreditkarten und weitere Zahlungskarten.

Kann ich mit jeder Karte online bezahlen?

Nein. Für Online-Shopping sind Debitkarte und Kreditkarte meist besser geeignet. Eine Girocard funktioniert online nur, wenn sie dafür freigeschaltet ist oder ein passendes Co-Badge besitzt.

Wann muss ich die PIN eingeben?

Eine PIN kann beim Abheben, bei höheren Beträgen, nach mehreren kontaktlosen Zahlungen oder aus Sicherheitsgründen verlangt werden. Die Grenze ist nicht bei jeder Karte gleich.

Was tun, wenn die Karte verloren geht?

Sie sollten die Karte sofort sperren, die letzten Umsätze prüfen und unberechtigte Zahlungen melden. Nutzen Sie dafür die App, Hotline oder den Sperr-Notruf.

Welche Gebühren können anfallen?

Möglich sind Jahresgebühren, Kosten für Ersatzkarten, Fremdwährungsgebühren, Entgelte am Geldautomaten, Gebühren für Bargeldabhebungen sowie Zins bei einer Kreditkarte mit Teilzahlung.

Kann ich außerhalb von Deutschland zahlen und Geld abheben?

Ja, wenn das jeweilige System akzeptiert wird. Prüfen Sie vorher Logo, Akzeptanzstellen, Auslandseinsatzentgelt und Gebühren am Automaten.

Was ist der Unterschied zwischen Vorderseite und Rückseite der Karte?

  • Auf der Vorderseite stehen meist Name, Gültigkeit und Logo.
  • Auf der Rückseite Ihrer Karte finden Sie je nach Modell Sicherheitscode, Magnetstreifen oder Unterschriftfeld.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.

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