Bei der Zinshöhe orientieren sich die Institute in der Regel am Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB). Wird dieser herabgesetzt, senken meist auch die Geschäftsbanken recht schnell ihre Zinsen aufs Tagesgeld. Hebt die EZB den Leitzins dagegen an, werden auch die Tagesgeldzinsen nach oben angepasst. Da sie bei der EZB nun höhere Zinsen bezahlen müssen, ist es für die Tagesgeldbanken in diesem Fall günstiger sich frisches Kapital von den Anlegern zu beschaffen. Allerdings ist der Leitzins nicht das einzige Kriterium für die Festlegung der Zinsen. Ausländische Direktbanken nutzen den deutschen Anlagemarkt beispielsweise oft als rentable Möglichkeit zur kurzfristigen Kapitalbeschaffung. Um in kurzer Zeit viele neue Kunden zu gewinnen erhöhen sie ihre Zinsen, woraufhin Konkurrenten oftmals nachziehen.
Anleger, die sich für eine Tagesgeldbank entscheiden, sollten sich immer ein Bild über deren Zinsentwicklung machen. Im Tagesgeld Vergleich finden Sparer bei den Produktdetails immer auch ein Diagramm, welches die Zinsentwicklung des jeweiligen Instituts in den letzten zwölf Monaten aufzeigt. Diese wird außerdem der Leitzinsentwicklung gegenübergestellt. Anleger können somit leicht erkennen, ob das Institut sich bei der Zinsfestlegung vorwiegend am Leitzins oder auch an anderen Faktoren orientiert.
Tagesgeld Zinsen sind ständigen Schwankungen unterlegen. Zahlreiche Faktoren bestimmen die Höhe des aktuellen Zinssatzes bei Tagesgeldkonten. Vor allem die Vorgaben der Europäischen Zentralbank (EZB), die den Leitzins festlegen, haben Auswirkungen auf die Zinshöhe.
*annualisiert, Annahme: 12.000€ Anlagebetrag, 60 Tage Anlagedauer, Stand: 19.06.2013
vergleichen »Das Tagesgeldkonto ist die beste Wahl für Anleger, die jederzeit auf ihre Anlagen zugreifen aber diese dennoch nicht ungenutzt lassen möchten. Hier haben sie die Möglichkeit, flexibel über ihr Kapital zu verfügen und gleichzeitig attraktive Zinsen zu erwirtschaften. Während Festgeldzinsen im Laufe der Anlage unverändert bleiben, können Tagesgeldzinsen von den Banken täglich neu festgelegt werden. Einige Tagesgeldbanken bieten Neukunden bei der Kontoeröffnung auch eine Zinsgarantie über einen bestimmten Zeitraum an. In diesem Fall verpflichten sich die Institute dazu, den Zinssatz auf das Tagesgeldkonto für sechs Monate oder auch länger nicht zu verändern.
Obwohl sich alle Banken bei der Festlegung ihrer Zinsen am Leitzins der Europäischen Zentralbank orientieren, variieren die Zinssätze der verschiedenen Institute oft stark. In der Regel können Direktbanken ihren Kunden höhere Tagesgeldzinsen anbieten, da sie im Gegensatz zu Filialbanken hohe Kosten für Miete, Personal oder Verwaltung einsparen. Da es sich beim Tagesgeld um ein besonders einfaches Finanzprodukt handelt, ist eine persönliche Beratung in der Regel nicht nötig. Angesichts der besseren Konditionen lohnt sich eine Direktbank deshalb in jedem Fall. Besonders hohe Zinsen bieten derzeit ausländische Direktbanken. Mit ihren Angeboten können die meisten deutschen Tagesgeldanbieter nur schwer mithalten.
Alle Banken im Tagesgeld Vergleich gehören der EU-weiten, gesetzlichen Einlagensicherung an. Diese sichert Kundeneinlagen bis zu einer Höhe von 100.000 Euro pro Person im Falle einer Insolvenz an. Ein Tagesgeldkonto im europäischen Ausland ist für Anleger deshalb völlig unbedenklich.
Bei der Wahl des Tagesgeldkontos sollten Anleger darauf achten, dass die Tagesgeldzinsen immer mindestens einen Prozentpunkt über dem Wert der aktuellen Inflationsrate liegen. Nur so ist garantiert, dass durch die Kapitalanlage tatsächlich ein realer Gewinn erzielt wird. Generell sollte die Zinshöhe jedoch nicht das einzige Kriterium bei der Wahl der Tagesgeldbank darstellen.
So spielt beispielsweise auch die Häufigkeit der Zinsausschüttung eine Rolle. Einige Institute schütten ihre Zinsen monatlich aus. Andere dagegen nur alle drei Monate oder auch nur einmal im Jahr. Die erwirtschafteten Zinsen werden immer direkt zur Anlage hinzugefügt. Je häufiger also die Zinsausschüttung, desto mehr Kapital wird kontinuierlich mitverzinst. Man spricht hier vom so genannten Zinseszinseffekt, von dem Anleger bei jeder Zinsausschüttung profitieren. Um bei diesen Unterschieden nicht den Überblick zu verlieren lohnt es sich, vor der Wahl die Konditionen der Anbieter noch einmal gegenüberzustellen.
Der unabhängige CHECK24 Tagesgeld Vergleich zeigt nicht nur die Zinsen der verschiedenen Tagesgeldbanken auf. Er errechnet auch die mögliche Rendite, die Sparer innerhalb des geplanten Anlagezeitraums mit dem gewünschten Sparbetrag erwirtschaften können. Die Rendite wird sowohl in Prozent als auch als Euro-Betrag angegeben. Sie setzt sich aus dem Zinssatz sowie aus Gutschriften, Zinseszinsen und gegebenenfalls weiteren Kosten oder Einnahmen zusammen. Beim Tagesgeld Vergleich können Sparer das Vergleichsergebnis sowohl nach Zinshöhe als auch nach Höhe der Rendite sortieren. Somit erhalten sie einen optimalen Überblick.
Im Konkurrenzkampf der Tagesgeldbanken versuchen viele Institute Neukunden mit besonders attraktiven Zinssätzen zu werben. Bei auffällig guten Angeboten sollten Sparer allerdings immer genau hinschauen, da es sich in einigen Fällen um so genannte Lockangebote handelt. Mit diesen verfolgen Tagesgeldbanken ausschließlich den Zweck der Kundenanwerbung. Auf lange Sicht sind die Angebote für Anleger allerdings oft weniger rentabel als ein auf den ersten Blick schlechter verzinstes Tagesgeldkonto. So beziehen sich beispielsweise die angepriesenen Tagesgeldzinsen in einigen Fällen nur auf die ersten Monate. Danach wird das Kapital wesentlich schlechter verzinst.
Auch bei gestaffelten Zinsen sollten sich Sparer genau über die Konditionen informieren. Einige Institute bieten zum Beispiel besonders hohe Tagesgeldzinsen und verlangen dafür einen Mindestanlagebetrag. Unter Umständen bezieht sich dieser hohe Zinssatz jedoch nur auf das Kapital, das den Mindestanlagebetrag übersteigt. Auf die restliche Anlage erhält der Sparer wesentlich niedrigere Zinsen. Andere Institute wiederum bezahlen die angepriesenen Zinsen nur bis zu einem maximalen Anlagebetrag. Alles was darüber hinausgeht wird wesentlich schlechter verzinst. Einige Banken haben bei ihren Tagesgeldzinsen auch mehrere Staffelschritte.
All diese Faktoren sollten Sparer bei der Wahl des Tagesgeldkontos beachten und abwägen. Wer weder Zeit noch Motivation für einen ständigen Anbieterwechsel aufbringt sollte sich von Anfang an für ein verlässliches Angebot mit konstanten Zinsen für Neu- und Bestandskunden entscheiden. Im Tagesgeld Vergleich können sich Anleger umfassend über sämtliche Konditionen der Banken informieren.
Einkünfte aus Kapitalanlagen sind in Deutschland steuerpflichtig. Darunter fallen auch die Zinsen auf das Tagesgeld. Sie werden mit der so genannten Abgeltungssteuer besteuert. Diese löst seit dem 1. Januar 2009 die Kapitalertragssteuer ab, um eine einheitliche Versteuerung in der Bundesrepublik zu gewährleisten. Die Abgeltungssteuer beträgt 26,38 Prozent und wird von der Bank direkt an das Finanzamt abgeführt. Sie setzt sich aus 25 Prozent eigentlicher Abgeltungssteuer und 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag zusammen. Auch Kirchensteuer wird gegebenenfalls auf die Zinserträge erhoben. Bis zu einem Betrag von 801 Euro für Alleinstehende und 1.602 Euro für Verheiratete können Sparer durch einen Freistellungsauftrag für Kapitalerträge vom automatischen Steuerabzug befreit werden. Der Auftrag muss der Tagesgeldbank schriftlich erteilt werden.
Sobald er bei der Bank eingeht, stellt diese die Abführung der Abgeltungssteuer ans Finanzamt ein. In der Regel muss der Freistellungsauftrag bis zum letzten Bankarbeitstag eines Jahres beim zuständigen Institut eingehen. In einigen Fällen gelten jedoch abweichende Fristen. Der Freibetrag kann auch auf verschiedene Tagesgeldkonten, Festgeldkonten oder andere Anlageformen aufgeteilt werden. Bei einem Wechsel der Tagesgeldbank sollten Anleger keinesfalls vergessen den Freistellungsauftrag bei ihrem alten Institut zu kündigen.
Auch die so genannte Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) befreit Sparer von der Abgeltungssteuer. Diese können Geringverdiener wie Studenten, Teilzeitbeschäftigte oder gegebenenfalls auch Rentner beim Finanzamt beantragen. Ihr jährliches Einkommen darf allerdings nicht über 8.004 Euro (Stand: Dezember 2012) liegen.